Hans-Werner Engel

Treffpunkt deutscher Künstler in den Kriegsjahren 1941/1942 in Smolensk

Wie wir inzwischen wissen und was jeder auf dieser Internetseite nachlesen kann, waren in den Jahren 1941 und 1942 zahlreiche deutsche Künstler als Soldaten in Smolensk stationiert. Für sie gab es einen wichtigen Ort -Haus der Adelsversammlung-, um Material für ihre Werke zu bekommen bzw., um Druckerzeugnisse herzustellen.

Darüber hat u.a. auch Walter Wichmann in seinem Tagebuch berichtet. Der nachfolgende Buchauszug stammt aus einem Buch des Künstlers Otto Berenbrock aus Essen.

Heute ist in diesem Gebäude die Philharmonie der Stadt Smolensk zu Hause.

 

Skulptur „Balanceakt-Kinderrechte“ ist stark beschädigt – Stadt Hagen kommt ihren Pflichten nur zögerlich nach

Vor mehr als einem Jahr (Anfang 2025) hat der Freundeskreis Hagen-Smolensk einen Brief an den OB Schulz geschrieben und auf unübersehbare Risse an den Unterschenkeln  der von Prof. A. Parfeonov erstellten Skulptur hingewiesen. Dabei wurde die Dringlichkeit einer sofortigen Reparatur herausgestellt, denn es kann bei einem solchen Zustand niemand vorhersagen, wann die Skulptur bricht. Erst auf Nachfragen von H-W Engel wurde von Mitarbeitern der Stadtkanzlei mitgeteilt, dass mit den Reparaturarbeiten der Wirtschaftsbetrieb der Stadt Hagen beauftragt worden sei. Als nach Monaten noch nichts geschehen war hat H-W Engel beim Wirtschaftsbetrieb nachgefragt, wann die Arbeiten zur Reparatur der Skulptur durchgeführt werden, wurde ihm von einer Mitarbeiterin mitgeteilt, dass der Wirtschaftsbetrieb gar nichts unternehmen werde, weil er dafür nicht zuständig. sei. Man sei nur für Grünanlagen zuständig.

Auch das Karl-Ernst-Osthaus-Museum erklärte sich für nicht zuständig: „Die Kunst im öffentlichen Raum interessiert uns nicht“. Im Übrigen sei auch keines der Kunstwerke die im öffentlichen räum in der Stadt Hagen stehen versichert!

In einem persönlichen Gespräch hat Engel den Ende 2025 gewählten OB Rehbein erneut auf die Schäden und die Dringlichkeit der Reparatur aufmerksam gemacht, um einen durchaus möglichen Unglücksfall zu vermeiden. Wieder geschah lange Zeit nichts. Dann wurden Uwe Will und H-W. Engel gebeten doch einen Betrieb zum nennen, der solche Reparaturen durchführen kann. Auch dass haben die ehrenamtlich Tätigen gemacht und einen Betreib in Hessen genannt. Als man Engel bat auch noch eine Ausschreibung zu machen und ein Angebot einzuholen hat der Vorstand die Reißleine gezogen und H.-W. Engel hat die Stadt im Mai 2026 gebeten endlich ihrer Pflicht als Eigentümer der Skulptur nachzukommen und die Gefahrenstelle abzusperren und die Ausschreibung als verantwortlicher Eigentümer selbst zu machen.

Am 02. Juli 2026 hat Engel mit Journalisten der WP eine Ortstermin an der Skulptur durchgeführt und die Sachlage dargestellt. Nachdem die Stadt davon gehört hat, hat sei am 05.07.2026  eine Bauzaun mit die Skulptur aufstellen lassen.

Am 09.07.2026 veröffentlichte die Westfalenpost den Artikel von Martin Weiske:

https://www.wp.de/lokales/hagen/article412511909/kippelige-kinderrechte-bekannte-bronze-statue-in-hagen-droht-der-absturz.html

Von Seiten der Stadt Hagen verlautet, dass inzwischen eine Fachfirma, die gerade im Hohenhof in Hagen arbeitet, mit der Reparatur der Skulptur beauftragt worden sei. Zur Deckung der Kosten sollen die Mittel, die der Stadt aus der Auflösung zweier ehemaliger Smolensk-Vereine eingesetzt werden. Es ist sehr fraglich, ob dies überhaupt steuerrechtlich erlaubt ist, denn Mittel aus dem Nachlass gemeinnütziger Vereine dürfen grundsätzlich nur wieder für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden und nicht zur Deckung von Auslagen für Reparaturarbeiten am Eigentum einer Stadt.

 

 

Holzschnitt des Künstlers Herbert Viseneber, den er 1942 in Smolensk angefertigt hat.

Die Familie Susanne und Uli Baltz aus Köln hat dem Freundeskreis Hagen-Smolensk e.V. am 10.06.2026 eine Holzschnitt von Herbert Viseneber übereignet. Der Künstler hat den Holzschnitt offensichtlich im Winter 1942 in Smolensk geschaffen. Seine Signatur weist eindeutig darauf hin. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Druck in der Druckerei der Smolensker Philharmonie ausgeführt wurde, denn wie wir wissen, wurden die Druckerzeugnisse in jener Zeit dort produziert. Hier sind auch die Drucke (Ansichten von Smolensk) des Künstlers De Cleur gedruckt worden.

Die Fam. Boltz hat den Druck in Norddeutschland auf einen Flohmarkt erworben.

Der Künstler Herbert Viseneber soll aus Essen stammen.

Wir danken der Familie Boltz , dass sie uns den Holzschnitt überlassen hat. Sollte es irgendwann wieder möglich sein, unsere Zusammenarbeit mit der Smolensker Gemäldegalerie fortzuführen, werden wir auch dieses Werk an den Ort seines Ursprungs zurück bringen.

 

Bilder des Malers Otto Berenbrock (1907-1985), die er 1942 in Smolensk gemalt hat

 

Herr Rainer Scherzberg ist bei der Katalogisieren der Bilder des Malers Otto Berenbrock auf zwei Werke gestoßen, die dieser in unserer Partnerstadt Smolensk im Jahre 1942 gemalt hat. Eines dürfen wir hier vorstellen.

Die Arbeiten zeigen das gleiche Motiv. Es ist das Kloster, das am linken Ufer des Flusses Dnepr liegt. Die hier veröffentlichte Zeichnung kommt der Situation am ehesten nahe. Der Dnepr ist in Smolensk nicht so breit und im Hintergrund sind auch die Gleisanlagen deutlich erkennbar.

2026 Dr. Reinhold Busch

Er hat sich seit mehr als drei Jahrzehnten für den städtepartnerschaftlichen Austausch zwischen der Städten Smolensk und Hagen eingesetzt und ist noch immer aktiv. Dr hat in diesem Zusammenhang fünf Bücher zu historischen Themen veröffentlicht, war eine Zeit lang Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Hagen-Smolensk e.V., der sich aber vor einigen Jahren aufgelöst hat und ist seit langer Zeit Mitglied des Freundeskreises Hagen Smolensk e.V. Dr. Busch nimmt an unserer Arbeit noch immer regen Anteil. In diesen Tagen hat er unsrem Verein ca. 150 Fotografien aus dem Jahr 1941 mit Menschen aus Smolensk und Ansichten der Stadt übergeben, die wir auch auf dieser Seite z.T. präsentieren werden.

BERNHARD PAURA ist gestorben!

Wir haben einen wunderbaren Menschen und sehr kreativen Künstler nicht mehr unter uns! Bernhard Paura starb am 19.04.2023.

Unsere Gedanken sind bei seiner lieben Frau, die ihn bis zum letzen Atemzug begleitet und gepflegt hat, und bei seinen Kindern und Enkelkindern, die ihren liebenswerten Vater und Großvater sehr vermissen werden.

Bernhard Paura hat sich als Mitglied des Freundeskreises Hagen-Smolensk besonders auf die Zusammenarbeit mit jungen Künstlerinnen und Künstlern aus dem hiesigen Raum und aus Smolensk eingebracht. Die Ausstellung der Werke der jungen Kunstschaffenden und die anregenden Gespräche in seinem Atelier waren auch für ihn eine große Inspiration. So kam, unter anderem, auch Farbe in seine Metallcollagen.

Sein auf dieser Seite zu lesendes Tagebuch über den ersten Aufenthalt in Smolensk macht die große Empathie für Menschen deutlich.

Bernhard, Du wirst uns als Mensch und Künstler fehlen