Christian Schmidt hat nicht nur unsere Arbeit unterstützt und gefördert, sondern er war auch ein wichtiger Ratgeber und Freund. Wir werden ihn in unseren Herzen behalten. Er hat den Austausch zwischen den Partnerstädten Hagen und Smolensk in seiner Amtszeit bei der Stadt Hagen wesentlich geprägt!
Aus Smolensk erreichte uns heute (13.07.2022) ein Kondolenzbrief des Stadtoberhauptes Smolensk der Stadt Smolensk (Andrej Borisov)
Das Ehepaar Klaus und Elisabeth Wichmann hat sich 2019 an den Freundeskreis Hagen-Smolensk gewandt, um den Wunsch des Künstlers Walter Wichmann, seine Werke zurück an den Ort ihres Entstehens zu bringen, zu erfüllen. Nachdem Klaus Wichmann 2020 verstorben war, arbeitete Elisabeth Wichmann mit den Mitgliedern des Freundeskreises Dr. Olga und Hans-Werner Engel daran, diese Aufgabe umzusetzen.
Die Werke von Walter Wichmann hat Elisabeth Wichmann an den Freundeskreis Hagen-Smolensk übereignet und die Bilder wurden von München nach Hagen gebracht. Hier wurden alle Werke Anfang 2020 in einer Ausstellung im VHS-Gebäude „Villa Post“ stimmungsvoll ausgestellt. Auch zwei Neffen des Künstlers waren bei der Ausstellungseröffnung anwesend.
Wegen der Corona-Pandemie konnte der Verein erst im August 2021 mit der Gemäldegalerie Smolensk Kontakt aufnehmen. Der Direktorin Tamara Orlova wurde ein von Elisabeth Wichmann erstellter Katalog der Werke Walter Wichmanns überreicht und sie zeigte sich sehr erfreut über eine mögliche Schenkung.
Als nächstes türmte sich das Problem des Transports der Bilder nach Russland auf, die z.T. recht großformatig sind. Der Freundeskreis Hagen-Smolensk schrieb einen Brief an den Russischen Botschafter in Berlin und bat auch den Hagener Bundestagsabgeordneten Rene Röspel um Unterstützung. Am 24.09.2021 meldete sich der Kulturattache Mighail Korolev. Er bat um Kontaktaufnahme, um eine mögliche Übergabe der Kunstwerke zu organisieren. Es folgte ein sehr konstruktiver und zwangloser Prozess und am 14.10.2021 konnten wir zusammen mit Frau Wichmann, der Leiterin des Referates für Kultur der Botschaftsrätin Alexandra Kachalova und dem Kulturattache Herrn Korolev 34 Kunstwerke, sowie eine Collage mit fünf weiteren Werken von Walter Wichmann übergeben.
von links Hans-Werner Engel, Dr. Olga Engel, Mikhail Korolev
Übergabe der Kunstwerke von Walter Wichmann in der Russischen Botschaft in Berlin am 14.10.2021
Deckenlampen im Spiegelsaal der russischen Botschaft in Berlin
Übergabe der Kunstwerke von Walter Wichmann in der Russischen Botschaft in Berlin am 14.10.2021
Fenster in Richtung der Straße "Unter den Linden"
Übergabe der Kunstwerke von Walter Wichmann in der Russischen Botschaft in Berlin am 14.10.2021
Nachdem die Formalitäten erledigt waren, führte Herr Korolev uns durch die Botschaft und zeigte uns den herrlichen Park, in dem im Sommer gerne Feste gefeiert werden.
Wir bedankten uns in aller Form bei dem russischen Botschafter und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die uns entgegengebrachte Unterstützung.
Die historischen Werke von Walter Wichmann werden nun mit einem diplomatischen Transport nach Moskau gebracht. Dort übernehmen die Vertreter der Smolensker Museen die Werke und bringen sie an den Ort ihres Entstehens.
Wenn man es nicht eigenen Augen gesehen hat, ist es kaum zu glauben. Die gesamte Innenstadt unserer Partnerstadt wird herausgeputzt – Straßenzüge werden erneuert, Parkanlagen werden aufs Feinste neu gestaltet. Wege und Bürgersteige überall neu gepflastert. Eine unglaubliche Aufbruchstimmung und ein Signal der smolensker Stadt an die Bürger, dass es nach der Pandemie wieder aufwärts geht.
Vor Jahren kamen noch smolensker Fachleute nach Hagen, um zu erfahren, wie Stadtreinigung bei uns durchgeführt wird – heute sollten Hagener Fachleute diesbezüglich mal in Smolensk genau hinschauen.
Einige Beispiele der Baumaßnahmen:
Die Mayakovskystraße wird zu einer Fußgängerzone ausgebaut
Die Straße vor dem Rathaus wird vollständig erneuert
Die Leninstraße wird vollständig erneuert
Der Leninplatz und der kleine Park am Dramatheater erstrahlen in frischem Glanz
Der Park am Kino Oktober
Der Park vor dem Prgh.-Gymnasium mit feinem Granit aus Karelien
Der Vorstand des Freundeskreises Hagen Smolensk hat wegen der unabsehbaren Entwicklung durch die Corona-Pandemie die Projekte „Junge5Kunst“ und „JAZZ“ abgesagt. Wir bitten alle Beteiligten um Verständnis für diese schwierig, aber notwendige Entscheidung. Insbesondere bedauern wir, dass die an den Projekten mitwirkenden Künstler/innen sich dadurch nicht dem Publikum in Hagen und Smolensk präsentieren können.
Wie wir die Projekte fortführen oder wieder aufgreifen werden wir entscheiden, wenn es Planungssicherheit gibt und die Gesundheit aller Beteiligten nicht gefährdet ist.
Anfang 2019 nahmen sein Sohn, Klaus Wichmann und dessen Ehefrau, Elisabeth Wichmann, Kontakt mit dem Freundeskreis Hagen-Smolensk auf und teilten mit, dass Walter Wichmann im zweiten Weltkrieg in Smolensk war und dort zahlreiche Bilder gemalt hat. Dr. Olga und Hans-Werner Engel besuchten die Familie Wichmann 2019 zweimal in München und brachten nach dem zweiten Besuch ca. 30 Bilder nach Hagen, von denen die meisten in einer Einzelausstellung im Rahmen des 100jährigen Bestehens der VHS Hagen präsentiert werden. Die in der Ausstellung gezeigten Bilder sind in Smolensk oder der Umgebung von Smolensk entstanden.
Nach den Unterlagen des Bundesarchivs war Walter Wichmann vom 16.07.1942 bis zum 04.121943 in Smolensk stationiert. Da die Unterlagen im Archiv nicht vollständig sind, ist nicht ausgeschlossen, dass er schon eher dort eingetroffen ist.
Bilder von W. Wichmann, die in den Jahren 1941 bis 1943 in Smolensk entstanden sind
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