Aktuelles

Kunstwerke des Malers Walter Wichmann sind auf dem Weg nach Smolensk

Das Ehepaar Klaus und Elisabeth Wichmann hat sich 2019 an den Freundeskreis Hagen-Smolensk gewandt, um den Wunsch des Künstlers Walter Wichmann, seine Werke zurück an den Ort ihres Entstehens zu bringen, zu erfüllen. Nachdem Klaus Wichmann 2020 verstorben war, arbeitete Elisabeth Wichmann mit den Mitgliedern des Freundeskreises Dr. Olga und Hans-Werner Engel daran, diese Aufgabe umzusetzen.

Die Werke von Walter Wichmann hat Elisabeth Wichmann an den Freundeskreis Hagen-Smolensk übereignet und die Bilder wurden von München nach Hagen gebracht. Hier wurden alle Werke Anfang 2020 in einer Ausstellung im VHS-Gebäude „Villa Post“ stimmungsvoll ausgestellt. Auch zwei Neffen des Künstlers waren bei der Ausstellungseröffnung anwesend.

Wegen der Corona-Pandemie konnte der Verein erst im August 2021 mit der Gemäldegalerie Smolensk Kontakt aufnehmen. Der Direktorin Tamara Orlova wurde ein von Elisabeth Wichmann erstellter Katalog der Werke Walter Wichmanns überreicht und sie zeigte sich sehr erfreut über eine mögliche Schenkung.

Als nächstes türmte sich das Problem des Transports der Bilder nach Russland auf, die z.T. recht großformatig sind. Der Freundeskreis Hagen-Smolensk schrieb einen Brief an den Russischen Botschafter in Berlin und bat auch den Hagener Bundestagsabgeordneten Rene Röspel um Unterstützung. Am 24.09.2021 meldete sich der Kulturattache Mighail Korolev. Er bat um Kontaktaufnahme, um eine mögliche Übergabe der Kunstwerke zu organisieren. Es folgte ein sehr konstruktiver und zwangloser Prozess und am 14.10.2021 konnten wir zusammen mit Frau Wichmann der Leiterin des Referates für Kultur, der Botschaftsrätin Alexandra Kachalova und dem Kulturattache Herrn Korolev 34 Kunstwerke, sowie eine Collage mit fünf weiteren Werken von Walter Wichmann übergeben.

Nachdem die Formalitäten erledigt waren, führte Herr Korolev uns durch die Botschaft und zeigte uns den herrlichen Park, in dem im Sommer gerne Feste gefeiert werden.

Wir bedankten uns in aller Form bei dem russischen Botschafter und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die uns entgegengebrachte Unterstützung.

Die historischen Werke von Walter Wichmann werden nun mit einem diplomatischen Transport nach Moskau gebracht. Dort übernehmen die Vertreter der Smolensker Museen die Werke und bringen sie an den Ort ihres Entstehens.

Aufbruchstimmung in Smolensk im August 2021

Wenn man es nicht eigenen Augen gesehen hat, ist es kaum zu glauben. Die gesamte Innenstadt unserer Partnerstadt wird herausgeputzt – Straßenzüge werden erneuert, Parkanlagen werden aufs Feinste neu gestaltet. Wege und Bürgersteige überall neu gepflastert. Eine unglaubliche Aufbruchstimmung und ein Signal der smolensker Stadt an die Bürger, dass es nach der Pandemie wieder aufwärts geht.

Vor Jahren kamen noch smolensker Fachleute nach Hagen, um zu erfahren, wie Stadtreinigung bei uns durchgeführt wird – heute sollten Hagener Fachleute diesbezüglich mal in Smolensk genau hinschauen.

Einige Beispiele der Baumaßnahmen:

Die Mayakovskystraße wird zu einer Fußgängerzone ausgebaut

Die Straße vor dem Rathaus wird vollständig erneuert

Die Leninstraße wird vollständig erneuert

Der Leninplatz und der kleine Park am Dramatheater erstrahlen in frischem Glanz

Der Park am Kino Oktober

Der Park vor dem Prgh.-Gymnasium mit feinem Granit aus Karelien


Der Park der Pioniere am Platz des Sieges

Der Pushkin-Park entlang der Stadtmauer

Viel Abschnitte der Stadtmauer

 

 

Absage aller aktuellen Projekte bis August 2020

Der Vorstand des Freundeskreises Hagen Smolensk hat wegen der unabsehbaren Entwicklung durch die Corona-Pandemie die Projekte „Junge5Kunst“ und „JAZZ“ abgesagt. Wir bitten alle Beteiligten um Verständnis für diese schwierig, aber notwendige Entscheidung. Insbesondere bedauern wir, dass die an den Projekten mitwirkenden Künstler/innen sich dadurch nicht dem Publikum in Hagen und Smolensk präsentieren können.

Wie wir die Projekte fortführen oder wieder aufgreifen werden wir entscheiden, wenn es Planungssicherheit gibt und die Gesundheit aller Beteiligten nicht gefährdet ist.

 

Peter Blindert lebt nicht mehr

Ein wunderbarer Mensch, ein herausragender Künstler, ein sehr guter Freund und Wegbegleiter ist von uns und gegangen! Peter wird immer ein Teil unseres gemeinsamen Schaffens sein.

Erinnerung an einen wunderbaren Tag im Juli 2015 im Atelier mit Peter Blindert (Fotos: Hans-Werner Engel).

Foto-Tagebuch, Junge4Kunst, 28. Juli bis 08. August 2019 in Hagen

 

Gefördert durch:

 

Fotos: Hans-Werner Engel, Jörg Ruhwedel, Siegfried Rubbert

Nach der Ankunft am Sonntag Vormittag trafen sich am Nachmittag alle Beteiligten, um das Programm für das Projekt gemeinsam durchzugehen.

Am Montag Morgen mussten zunächst die Zollformalitäten erledigt werden. Anschließend startete der erste kleine Stadtrundgang mit einem Besuch im Rathaus an der Volme.

Nachmittags gingen wir zu Feldarbeiten in das Hagener Jugendstilviertel und informierten über das „Bauhaus“ und den Jugendstil, mit besonderem Augenmerk auf dessen Bedeutung für Hagen und anschließendem Gedankenaustausch.

Skizzenbeispiele Stirnband:

Der heutige Tag führte die Gruppe in das Hagener Freilichtmuseum:

Anschließend wurden die erstellten Arbeiten besprochen.

Zur Vorbereitung auf den Besuch der Ausstellungen zur modernen Kunst in Wuppertal und Düsseldorf  diskutierten wir imAtelier von Uwe Will.

Ausflug ins Münsterland mit intensiver Feldarbeit in Lüdinghausen.

In der neuen Galerie, der ehemaligen Scheune, stellten junge polnische Künstler aus.

Ohne Eis bei „San Remo“ zu essen, verlässt man Lüdinghausen nicht!

Es entstanden zahlreiche Skizzen – hier folgt eine kleine Auswahl.

Die tollen Skizzen wurden beim Grillend bei Familie Müller bewundert und diskutiert.

Aufbau der Ausstellung in der Hagenring-Galerie.

Portraitmalerei im Garten der Familie Engel.

Schiffsrundfahrt auf dem Harkortsee.

Exkursion nach Wuppertal – Schwebebahn und Von-der-Heidt-Museum.

 

Anschließend Bahnfahrt nach Dortmund und Abend der Preisträger/innen – war toll und es wurde spät.

Trotzdem waren alle am anderen Morgen wieder zur Stelle, um die Burg Altena und den Mittelalter-Markt zu erleben – Skizzen zu zeichnen war angesagt.

Vernissage in der Hagenring-Galerie mit anschließendem festlichen Mittagessen.

Aktmalerei in der TU-Dortmund

Stippvisite in den Ateliers einiger unserer Preisträger/innen mit anschließendem Kaffeetrinken.

Rundgang durch Dortmund und Besichtigung des Dortmunder Rathauses.

Rundgang durch das Karl-Ernst-Osthaus-Museum in Hagen

Nach Abwicklung der Zollformalitäten für die Rückmeldung kreise der Smolensker Gäste, hatten die Preisträger/innen den Nachmittag zur freien Verfügung.

Den Abend verbrachten wir mit einem Abschiedsessen im Restaurant Kaisergarten an einem runden Tisch mit allen Teilnehmern, den gastgebenden Familien und den Helfern.

Dem letzten Tag war ein besonderes Programm in Düsseldorf gewidmet, und zwar mit dem Besuch der beiden Ausstellung der Werke des chinesischen Künstlers Ai Wei Wei:

Die Armierungsstäbe, aus den Trümmern der durch ein Erdbeben in China zerstörten Schulen, in denen Tausende Kinder zu Tode kamen.

Das Symbol der Sonnenblumenkerne aus Porzellan, die in einem großen Raum den Boden bedecken.

Die an die Wände geklebten Schuldscheine von Ai Wei Wei mit den darauf gehängten Tierkreiszeichen aus LEGO.

Die goldenen Köpfe der Tierkreiszeichen.

Das aus Dünnen Camus nachgebildete Flüchtlingsschlauchboot mit überfüllt mit auch Baumbus geformten Menschen. und Tieren.

Die Kleiderständer mit der gereinigten und sortierten Kleidung von Flüchtlingen.

Eindrücke aus dem Museum am Schwanenspiegel – unsere Preisträger tollen auf Stahlnetzen und der Decke des Museums herum.

So schnell geht die Zeit dahin, doch es sind schön Bindungen zwischen jungen Menschen gewachsen, die sicher anhalten werden.

Zum Abschied trafen sich am Donnerstag Morgen noch einmal alle Beteiligten und in einem kleinen PKW-Konvoi ging es Richtung Flughafen-Düsseldorf. Auch hier konnten die Zollformalitäten für die Kunstwerke problemlos abgewickelt werden und die Gruppe trat den Rückflug nach Russland an.

Foto-Tagebuch „Junge4Kunst“ in Smolensk vom 26.05. bis 07.07.2019

 

Dieses Projekt wurde gefördert durch:

 

Fotos: Prof. Dr. Ortwin Peithmann, Hans-Werner Engel

Die mit großer Spannung erwartete Reise nach Smolensk startete in aller Frühe in Düsseldorf. Über Moskau ging es nach Smolensk wo wir mit „großem Bahnhof“ empfangen wurden. Smolensker Künstler, Preisträger, Freunde und Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Smolensk holten uns ab. Unsere Hagener Preisträger waren bei Künstlern und Smolensker Preisträgern untergebracht.

 

Nach der Rückkehr trafen wir uns im Atelier von Sergej Bogoumulov, um dessen grafische Werke zu studieren.

 

Nach einer kurzen Nacht folgte sogleich ein Stadtrundgang und anschließend der gemeinsame Aufbau der Ausstellung im Kulturzentrum.

A schließend bauten alle Preisträger und Künstler gemeinsam die Ausstellung im Teneshewa-Kulturzentrum auf.

Am Dienstag besuchten wir das Konjonkov-Museum

Anschließend, nach dem gemeinsamen Mittagessen, gingen einige in das Atelier von Alexander Dolossov.

Nach der Eröffnung der Ausstellung wurde im Garten der Familie des ehemaligen Preisträgers A. Savchenko gefeiert.

smelite

Am nächsten Morgen ging es in aller Frühe zu Feldarbeiten auf das Landhaus in Smelite.

In der herrlichen Idylle des Landsitzes verbrachten wir den Tag und waren zum Abendessen wieder in Smolensk. Krönender Abschluss des Tages war ein Besuch des Kammertheaters bei dem wir auch Zeit für Gespräche mit den Darstellern/innen hatten. Es wurde“Primadonna“ gespielt.

Um 10.00 Uhr erwartete uns Denis Petrolenko, einer der angesehensten Aquarellmaler in Russland zu einer Aquarell-Master-Class in seinem geräumigen Atelier.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im „Mayakovsky“ folgte der obligatorische Besuch der Gemäldegalerie mit ausgezeichneter Führung.

Abgerundet wurde der Abend mit einem Jazz-Konzert in dem Restaurant Mayakovsky.

Den Sonntagvormittag verbrachte die Gruppe mit den Gastgebern/Gastgeberinnen, u.a. in Ateliers, bei den Familien und Freunden. Für den Nachmittag hatte der in Smolensk sehr bekannte Maler Alexander Dolossov in sein Haus am See eingeladen, damit dort an Studien in freier Natur gearbeitet werden konnte.

Heute war der Tag der Musik gewidmet. Am Vormittag spielten neun Ensembles der Philharmonie nur für uns und es gab die Möglichkeit zum künstlerischen Austausch.

Am Nachmittag trafen wir mit Mitgliedern des Smolensker Kammchores zusammen, die aus ihrer Arbeit berichteten. Demnächst wird dieser Chor in Hagen auftreten.

Für den Abend hat die Philharmonie alle Preisträger in das Konzert „Pianola-Studio“ eingeladen.

Am Dienstag musste die Ausstellung im Kulturzentrum abgebaut werden. Anschießend wurde die Gruppe von dem stellvertretenden Stadtoberhaupt Tamara Maximchuk im Rathaus der Stadt Smolensk offiziell empfangen.

Bei Mittagessen im Atelier von Aleksej Dovgan wurde ein erstes Resümee des Projekts gezogen. Die Zusammenarbeit der jungen Preisträger/innen ist selten so gut gelungen. Wir sind vielen interessierten Menschen begegnet und hatten künstlerische Kontakte weit über den Tellerrand hinaus.

Es sind unzählige Skizzen entstanden und jeder der Teilnehmer/innen benötigt noch viel Zeit, um das Erlebte zu verstehen.

Nachfolgend einige Skizzen von Lea Frensch:

Am Mittwochvormittag fuhren wird auf das frühere Gut der Fürstin Teneshewa „Talashkino. Führungen und Feldarbeit in den weitläufigen Parkanlagen standen auf dem Programm.

Am Nachmittag trafen wir uns im Atelier von Sergej Bogoumolov, um sein grafisches Werk zu diskutieren.

Der Donnerstag stand den Preisträgern/innen zur freien Verfügung – es sollten noch weiter Skizzen e stehen, z.B. von der Markthalle……..

Überall in der Stadt wurde heute dem Geburtstag Pushkins gedacht. Lesungen und Konzert an „jeder Ecke“. Auch der Kammerchor hatte uns zu einem Konzert am Pushkin-Denkmal eingeladen.

Viel Zeit war nicht mehr, denn alle mussten noch ihre Koffer packen.

Um vier Uhr morgens war Treffpunkt am Bahnhof und alle, alle waren gekommen! Welch ein Abschied!

Bis demnächst in Hagen …….