{"id":543,"date":"2008-05-05T16:19:39","date_gmt":"2008-05-05T14:19:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freundeskreis-hagen-smolensk.de\/de\/?p=543"},"modified":"2018-04-27T14:22:14","modified_gmt":"2018-04-27T12:22:14","slug":"%e2%80%9edas-leben-ist-die-antwort%e2%80%9c-%e2%80%93-deutsches-allgemeines-sonntagsblatt-1984","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freundeskreis-hagen-smolensk.de\/de\/2008\/05\/05\/%e2%80%9edas-leben-ist-die-antwort%e2%80%9c-%e2%80%93-deutsches-allgemeines-sonntagsblatt-1984\/","title":{"rendered":"\u201eDas Leben ist die Antwort\u201c \u2013 Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, 1984"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" title=\"kopie-von-ruhr_2010_4c_quer_d-klein\" src=\"http:\/\/www.freundeskreis-hagen-smolensk.de\/de\/wp-content\/uploads\/kopie-von-ruhr_2010_4c_quer_d-klein.jpg\" alt=\"\" height=\"43\" width=\"139\">Wolfgang Borchert: &#8222;Drau\u00dfen vor der T\u00fcr&#8220;<\/p>\n<p>Text: Dr. Peter Sch\u00fctze<\/p>\n<p>Kein Zweifel: Dieses St\u00fcck, in dem das Leben \u00fcber den Rand der Verzweiflung zu st\u00fcrzen scheint, hat \u00fcberlebt. Noch heute, unter ganz anderen Bedingungen, ist viel von der heftigen Erregung und Ersch\u00fctterung zu ahnen, die von der Urauff\u00fchrung ausgegangen ist. Borchert war der erste seiner Generation gewesen, der auf dem Theater seine Stimme wiederfand; er hatte die verzagte Stummheit \u00fcberwunden. Dabei konnte er, als &#8222;Draussen vor der T\u00fcr&#8220; am 21. November 1047 in den Hamburger Kammerspielen gezeigt wurde, selbst nicht mehr sprechen; Borchert war tags zuvor, sechsundzwanzigj\u00e4hrig, im Baseler Clara-Spital gestorben, an Leiden, die durch Kriegsdienst, Gef\u00e4ngnis, Ausharren in einer Nazi-Todeszelle unheilbar geworden waren.<\/p>\n<p>Weit \u00fcber hundert Inszenierungen des St\u00fcckes lassen sich allein seit 1957 z\u00e4hlen; \u00fcber die erste Zeit geben die Archive keine genaue Auskunft. Film und Fernsehen bem\u00e4chtigten sich des Stoffes; &nbsp;Tourneetheater trugen das Drama durch die St\u00e4dte. Es erreichte seine Zuschauer nicht nur in der Bundesrepublik, der DDR, \u00d6sterreich und der Schweiz; ich habe Auff\u00fchrungen in Holland und Belgien, in Paris, Warschau, Helsinki und Lissabon verzeichnet gefunden. Seit Mitte der Siebziger Jahre h\u00e4ufen sich die Einstudierungen.<\/p>\n<p>Dieses erstaunliche Echo gilt einem St\u00fcck, das, will man seinem Untertitel glauben, &#8222;kein Theater spielen und kein Publikum, sehen will&#8220;. Doch hat Borchert schon einiges von der Wirkung sp\u00fcren d\u00fcrfen, die von seinem einzigen B\u00fchnenwerk ausgehen sollte. Ernst Schnabel, der Chefredakteur des WDR, hatte die H\u00f6rspielfassung ins Programm genommen. Die Ursendung konnte Borchert wegen einer Stromsperre in seinem Stadtviertel nicht h\u00f6ren, aber der Widerhall war so stark, da\u00df das H\u00f6rspiel in kurzer Frist mehrfach wiederholt werden mu\u00dfte. Borchert wurde mit Briefen \u00fcberh\u00e4uft; des Andrangs von Besuchern, die \u00c4hnliches erlebt hatten und deren Nerv getroffen war, mu\u00dfte der todschwache Dichter sich schlie\u00dflich erwehren. Trotzdem war es keine Koketterie zu meinen, da\u00df das Publikum und die Theater sich dem Werk versperren w\u00fcrden. In einer Szene des St\u00fccks stellt die Hauptfigur, der eben aus Sibirien nach Hamburg heimgekehrte Unteroffizier Beckmann, sich einem Kabarettdirektor vor. Er wird abgelehnt; die Schmerzen der Zeit sollen nicht selber sprechen, sondern mit Spa\u00dfmacherei gestillt werden: &#8222;Mit der Wahrheit macht man sich nur unbeliebt. Wer will denn heute etwas von der Wahrheit wissen?&#8220;<\/p>\n<p>Ein Kritiker, der die Zeit miterlebt hatte, schrieb 1981 nach einer Darmst\u00e4dter Auff\u00fchrung: &#8222;Da\u00df damals im Chaos zertr\u00fcmmerter St\u00e4dte jeder, der den Massenmord \u00fcberstanden hatte, nur an sich dachte, denken mu\u00dfte, war Realit\u00e4t.&#8220; Ein &#8222;Moralist&#8220; wie Beckmann werde in dieser Wirklichkeit zur seltsamen Gestalt, zur &#8222;tragikomischen Figur&#8220;. Auch der Literaturgeschichtler Karl S. Guthke sah den tragikomischen Zug des St\u00fcckes, das er im \u00dcbrigen als ein &#8222;ziemlich infantiles, von Selbstbemitleidung triefendes Zeitdokument einer entt\u00e4uschten Generation&#8220; abtat. Das harsche Urteil teilt sicher mehr \u00fcber den Geist und die politische Abwehrf\u00e4higkeit dieses literarischen Richters mit als \u00fcber Borchert, und vielleicht war es auch das Klima solcher Verdr\u00e4ngung, das der &#8222;entt\u00e4uschten&#8220;, fassungslosen Generation den Mund verschlossen hatte &#8211; den Borchert nun auftat. Freilich, &#8222;das Leben geht weiter&#8220;, und , wer \u00fcberleben will, macht es sich am leichtesten, wenn er Moral Moral sein l\u00e4\u00dft und rasch zu den praktischen Tagesdingen \u00fcbergeht &#8211; wie der Oberst in Borcherts St\u00fcck: Befehl war BefehI und wer dem skrupuI\u00f6s nachh\u00e4ngt, macht sich nur die Zukunft schwer. Mit dem Vergessen und Verdr\u00e4ngen hatte Borchert gerechnet; dagegen stemmt sich Beckmann. &#8222;Drau\u00dfen vor der T\u00fcr&#8220; ist keine Abrechnung, Beckmann war kein Ankl\u00e4ger. Er stellte in seiner Hoffnungslosigkeit peinigende Fragen an die Welt, vielleicht unbeantwortbare, weil seine Situation ausweglos schien; denn &#8222;das Leben selbst ist die Antwort&#8220;, wie Borchert in einem Brief&#8216; schrieb. Beckmann verschaffte denen eine Stimme, die nicht einfach vergessen und verdr\u00e4ngen konnten.<\/p>\n<p>In den Ged\u00e4chtnis-Veranstaltungen zum 8. Mai ist wieder die Frage erhoben worden, ob das Kriegsende als &#8222;Kapitulation&#8220; oder als \u201eBefreiung&#8220; begriffen werden m\u00fcsse. Diese Alternative selbst ist ein Versuch, blo\u00df historisch zu objektivieren; die Fragestellung bereits distanziert sich von der Erlebniswucht des einzelnen Menschen. Aber auch hier hat Geschichte ihren Ort, zwischen den Quadern politischer Erkenntnisse und Entscheidungen. Was denn, wenn die am eigenen Leib, mit eignen Sinnen erfahrene Vergangenheit des Krieges sich wie ein Alp auf die Gegenwart legt? Wenn x man sich, wie der Unteroffizier Beckmann, am Tode von elf Soldaten schuldig f\u00fchlt, weil man &#8222;Verantwortung&#8220; \u00fcbernommen und einen Durchhalte-Befehl ausgef\u00fchrt hat?<\/p>\n<p>Lebensnotwendig freilich ist das einfache positive &#8222;Ja&#8220;, das im St\u00fcck Beckmanns alter ego, der &#8222;Andere&#8220; sagt, die Ermunterung weiterzuleben, weiterzumachen. &#8222;Drau\u00dfen vor der T\u00fcr&#8220; ist kein Pl\u00e4doyer f\u00fcr den Selbstmord. Es wird, wie in Borcherts letztem Manifest NEIN gerufen, weil zu viele schon wieder Ja sagen. Die Jas, das Lebenwollen, hindern den Verzweifelnden an der Selbstvernichtung. Die EIbe spuckt den Selbstm\u00f6rder wieder aus; ein M\u00e4dchen nimmt den Triefenden mit nach Hause. Es gibt M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Beckmann, doch das St\u00fcck I\u00e4\u00dft keine Menschlichkeit gelten, die die schreienden Zweifel, die die n\u00e4chtlichen Traumqualen als blo\u00dfe Schw\u00e4che abtut. Nein! &#8211; damit das Ja nicht pausb\u00e4ckig wird. Die Frage &#8222;Wie k\u00f6nnen wir leben&#8220;, vielleicht die Grundfrage der gesamten Dramatik, wie k\u00f6nnen wir \u00fcber den Gr\u00e4bern von Hekatomben von Opfern noch leben, bleibt als Problem bestehen. Borchert beharrt darauf, und er reicht sie uns weiter, \u00fcber die Wohlstandsjahre hin\u00fcber. Da ist mehr als nur die Nachkriegssituation angesprochen; ihre besondere Unertr\u00e4glichkeit allerdings macht, da\u00df Beckmanns verhallende Fragen sich an die Welt im ganzen richten, an eine Welt, deren Gott versagt haben mu\u00df: ein alter hilfloser Mann, so tritter im St\u00fcck auf, schm\u00e4chtig gegen\u00fcber dem fett gewordenen Tod, dem &#8222;Beerdigungsunternehmer:&#8216; und &#8222;Stra\u00dfenkehrer&#8220; (dessen Bild als M\u00fcll-Beseitiger das &#8218;Wirtschaftswunder&#8216; und seine Nachtseiten vision\u00e4r vorausnimmt).<\/p>\n<p>Ein Heimkehrer kehrt heim, kriegs-besch\u00e4digt, mit seiner Gasmaskenbrille eine groteske Figur, fremd in der neu sich etablierenden Welt. Er kommt heim und findet kein Zuhause. Die Wohnung seiner Frau ist bereits von einem anderen Mann besetzt. Andere T\u00fcren \u00f6ffnen sich durchaus, man ist wohl bereit, ihm zu helfen, aber nicht in seinem Sinn. Hinter den T\u00fcren ist Zukunft. Aber was ist das f\u00fcr eine Zukunft, hinter der die T\u00fcren zu sind? Die T\u00fcr ist &#8218;&#8220;die Schwelle zwischen Eingesperrtsein und Ausgesperrtsein. Beckmann ist drinnen aus-, drau\u00dfen eingesperrt. Er kommt nichts ins Heimische, ein Gefangener freilich auch seiner selbst, der Selbstzufriedenheit nicht finden kann. Peter R\u00fchmkorf spricht in seiner Borchert-Monographie von einem &#8222;im Grunde romantiscl1en Ausnahmezustand&#8220; und schreibt \u00fcber Beckmann, da\u00df ihm der Friede nicht geraten sei, &#8222;weil er an der eigenen Friedlosigkeit scheitert.&#8220; Es geht hier allein um das Subjekt, das in Gefahr ger\u00e4t sich aufzugeben, gerade weil es sich, seine Anspr\u00fcche nicht aufgeben will; der Moralist tat nichts anderes, als dem neuen Ph\u00f6nix die Fl\u00fcgel mit der Gewissensfrage wieder anzusengen. Auf diese Weise ist Borchert zum Sprecher der Jugend von 1945 geworden, die vaterlos zwischen den Ruinen der H\u00e4userzeilen und einer zusammengebrochenen \u00dcberideologie herumirrte und neue Orientierung suchte.<\/p>\n<p>Nicht die an expressionistischen Vorbildern wie Tollers &#8222;Hinkemann&#8220; geschulte Form des Dramas, nicht die Technik der Stationen, die durch eine einzelne Figur &#8211; Beckmann &#8211; verbunden werden, machte den Erfolg des St\u00fcckes aus. Formal, \u00e4sthetisch interessant ist allenfalls die musikalische Struktur, die die Sprache mit ihren Motivverkettungen und Wiederholungen durchdringt und sich in einem Traumfinale, in dem alle Stimmen nochmals Revue passieren, erf\u00fcllt: In der Musik, nicht in der Dramaturgie des Werkes z\u00fcndet die Erregung, die das St\u00fcck mitteilt. Die Kraft des unmittelbaren Erlebens wirkt in der Beckmann-Figur; hinter ihr treten die Schw\u00e4chen des St\u00fccks, die altmodische Bauart, der allegorische Spuk zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Da\u00df hier das Geheimnis von &#8222;Drau\u00dfen vor der T\u00fcr&#8220; stecke, da\u00df es nur &#8222;\u00fcber den unmittelbaren Eindruck&#8220; funktioniere, auch \u00fcber die Zeiten hin\u00fcber, sagt auch Hans Quest, der Beckmann des H\u00f6rspiels und der Urauff\u00fchrung. Ihm hatte Borchert das St\u00fcck gewidmet, nachdem er die Sendung geh\u00f6rt hatte; und die Rolle und die Begegnungen mit Borchert haben Quests Leben mitgepr\u00e4gt. Auch er hatte, wie Borchert, 6 Jahre Krieg hinter sich; und was dieser Autor schrieb, hallte im Schauspieler sofort wieder: &#8222;Das St\u00fcck&#8220;, sagte Quest zu mir, &#8222;fiel aus mir raus.&#8220; Die Xylophon-Vision, dies grause Traumbild vom General, der auf den Knochen der Kriegstoten aufspielt, h\u00e4lt Quest f\u00fcr eine &#8222;Jahrhundertdichtung&#8220;. Jeden gehe an, was Borchert erlitten habe und in diesem seinem &#8222;Requiem&#8220; schreiben mu\u00dfte. Das St\u00fcck sei einzig &#8222;vom Blatt\u201c zu spielen, erlaube keine Konzeptver\u00e4nderungen; es lebe &#8222;aus der Kraft des Wortes&#8220; und verlange nach knappen B\u00fchnentiteln: Licht, Schr\u00e4gen, Prospekte. Der Erfolg sei abh\u00e4ngig davon, &#8222;wie glaubhaft ein Schauspieler Beckmann personifiziert&#8220;. Die Sprache flie\u00dfe von einem Satz in den n\u00e4chsten; die Impulse des Stromes seien &#8222;Fieberst\u00f6\u00dfe&#8220;. &#8222;Es mu\u00df gespielt werden aus dem hei\u00dfen Herzen&#8220; &#8211; eine Wiederbelebung als Lesung, die mir gegen\u00fcber eine junge Regisseurin des Schauspielhauses f\u00fcr m\u00f6glich hielt, da nur das Dokument zu retten sei, lehnt Quest lebhaft ab. Alle Stilisierung sei verboten. Wer sich aber auf die Identifizierung einlasse, werde immer wieder erfahren, welche Lebenskraft das St\u00fcck 1n sich bewahre: &#8222;Aus dem innersten Grund kommt so viel Wahres und Unverr\u00fcckbares, und das h\u00e4lt sich.&#8220;<\/p>\n<p>1972 hatte Quest das St\u00fcck f\u00fcr ein Schweizer Tourneeunternehmen inszeniert, mit Uwe Friedrichsen als Beckmann. Friedrichsen erinnert sich daran als an seine &#8222;vielleicht erfolgreichste&#8220; Gastspielreise; ganze Schulklassen h\u00e4tten sich in seine Garderobe gedr\u00e4ngt und, tief betroffen, Fragen gestellt.<\/p>\n<p>Au\u00dfer Quest und Friedrichsen haben sich noch viele gute Schauspieler den Beckmann zueigen gemacht; Robert Graf, Karl John, Heinz Reincke und Hannes Messemer sind darunter. Rudolf Noelte inszenierte das St\u00fcck 1957 mit Paul Edwin Roth im Fernsehen. Eine allerdings fragw\u00fcrdige Filmfassung entstand bereits 1949 unter der Regie von Wolfgang Liebeneiner, der auch die Urauff\u00fchrung geleitet hatte. Der Titel &#8222;Liebe &#8217;47&#8220; gibt bereits die Tendenz der Ver\u00e4nderung an. Der Heimkehrer Beckmann will gleichzeitig mit einer jungen Frau in die Elbe steigen; beide halten sich gegenseitig am Leben; die Figur des &#8222;M\u00e4dchens&#8220; ist zur Hauptrolle aufgewertet worden (Hilde Krahl-Liebeneiner). Von der Rahmenhandlung aus werden die Stationen des St\u00fccks als Retrospektiven hochgeholt, aufgeschwemmt durch klischeehafte biographische Erweiterungen. Die Traumsequenzen sind heute kaum mehr ertr\u00e4glich. Allein Karl John, der Darsteller des Beckmanns, der den Nazis selber nur um Haaresbreite entkommen war, vermittelt den Ausdruck des originalen St\u00fcckes. Auf seine bangen, zerrenden Fragen gab Lieheneiner die Antwort: Beckmann braucht eine Beckfrau.<\/p>\n<p>\u00dcber den Wert der individuellen Liebe war Borchert sich sehr im klaren, aber er hob seine Fragen darin nicht auf. Und es sind gerade die Fragen, die das St\u00fcck, \u00fcber alle Heimkehrer-Problematik hinaus, am Leben erhalten. Das St\u00fcck ist nicht da, seine Zuschauer zu tr\u00f6sten, sondern ihren eigenen Zweifel wachzuhalten und ihr Mi\u00dftrauen in die W\u00fcrde der Welt nicht seelischer Verfettung aufzuopfern. Auch in unserer weltpolitischen Lage gibt es Anl\u00e4sse genug, nach dem Sinn zu forschen. Diesen Drang transportiert &#8222;Drau\u00dfen vor der T\u00fcr&#8220; \u00fcber die Jahre, und nicht nur f\u00fcr die jeweilige Jugend-Generation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolfgang Borchert: &#8222;Drau\u00dfen vor der T\u00fcr&#8220; Text: Dr. Peter Sch\u00fctze Kein Zweifel: Dieses St\u00fcck, in dem das Leben \u00fcber den Rand der Verzweiflung zu st\u00fcrzen scheint, hat \u00fcberlebt. Noch heute, unter ganz anderen Bedingungen, ist viel von der heftigen Erregung und Ersch\u00fctterung zu ahnen, die von der Urauff\u00fchrung ausgegangen ist. 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