{"id":515,"date":"2008-10-30T10:40:14","date_gmt":"2008-10-30T08:40:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freundeskreis-hagen-smolensk.de\/de\/?p=515"},"modified":"2018-04-27T16:27:40","modified_gmt":"2018-04-27T14:27:40","slug":"der-russische-film","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freundeskreis-hagen-smolensk.de\/de\/2008\/10\/30\/der-russische-film\/","title":{"rendered":"Der russische Film"},"content":{"rendered":"<p>Gemeinsam mit den <strong>&#8222;AllerWeltHaus&#8220; Hagen<\/strong> wird der Freundesklreis Hagen-Smolensk in der Woche vom <strong>19. bis 23. Januar 2009<\/strong>, Montag, Mittwoch und Freitag jeweils eine besonderen russischen Film vorstellen. Die Titel werden sp\u00e4ter bekannt gegeben.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>Jeden Tag bieten uns die deutschen Fernsehanstalten unz\u00e4hlige amerikanische Filme an. Gute Produktionen aus anderen L\u00e4ndern, auch aus Russland, sind zuweilen nur bei &#8222;Arte&#8220; zu sehen. In deutschen Kinos sind russische Filmproduktionen auch eher selten. Dieses Defizit k\u00f6nnen wir nicht beheben, aber wir m\u00f6chten mit diesem Projekt einen Ansto\u00df geben, den russischen Film n\u00e4her kennen zu lernen. Wir wurden dazu angeregt, weil in unserer Parnterstadt Smolensk j\u00e4hrlich eines der bedeutendsten Filmfestivals Russlands stattfindet.<\/p>\n<p>Wir werden folgende Filme vorstellen:<\/p>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Filmtage im AllerWeltHaus, Potthofstr. ( im Davidpark), 58095 Hagen<\/p>\n<p><strong>Montag, 19.01.2009, 19.00 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201eDiamantenarm\u201c<\/strong><\/p>\n<p>UdssR, 1969, Regie Leonid Gaiday \u2013 mit deutschen Untertiteln<\/p>\n<p>Semjon Semjonowitsch hat diese Kreuzfahrt als Anerkennung f\u00fcr seine Leistungen im Betrieb gewonnen. Es geht \u00fcber das schwarze Meer nach Istanbul. Als Semjon Semjonowitsch sich bei einem Unfall in Istanbul den Arm bricht, werden in seinem Gipsverband heimlich etliche wertvolle Schmuckst\u00fccke versteckt &#8211; ohne sein Wissen. Doch die Gauner sollten die Schmuckst\u00fccke einem Komplizen, den sie nicht kannten an den Arm gipsen. Als Semjon wieder zuhause angekommen ist, wollen die Gauner ihm selbstverst\u00e4ndlich den wertvollen Verband abnehmen &#8211; doch das ist gar nicht so einfach. Eine der bekanntesten sowjetischen Gauner-Kom\u00f6dien, hervorragend dargestellt und pr\u00e4zise gearbeitet wie es in Deutschland nur von Loriot zu sehen ist. Zudem sehr viel versteckte Gesellschaftskritik in den Liedern \u2013 nicht ungef\u00e4hrlich zu jener Zeit in der UdssR.<\/p>\n<p>Darsteller: Yuri Nikulin, Nina Grebeshkova, Andrei Mironov, Anatoly Papanov, Stanislav Chekan, Nonna Mordyukova, Svetlana Svetlichnaya, Vladimir Gulyayev, Grigory Shpigel, Leonid Kanevsky, Roman Filippov, Igor Yasulovich, Andrei Fait, Alexander Khvylia<\/p>\n<p><strong>Mittwoch 21.01.2009, 19.00 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><strong> \u201eDie Garage\u201c<\/strong><\/p>\n<p>UdSSR 1979, Regie Eldar&nbsp;Ryazanov \u2013synchronisiert<\/p>\n<p>Die Garage wurde 1979 gedreht und von den sowjetischen Filmbeh\u00f6rden viele Jahre mit einem Exportverbot belegt. Regisseur Eldar Rjasanow und sein langj\u00e4hriger Autor Emil Braginski beleuchten das Innenleben einer sogenannten Garagengenossenschaft.<\/p>\n<p>Der Vorstand hat eine Sitzung einberufen, weil wegen des Baus einer Schnellstra\u00dfe f\u00fcnf Mitglieder keine Garage bekommen k\u00f6nnen. F\u00fcnf bereits ausgew\u00e4hlt Mitglieder sollen ausgeschlossen werden. Handlungsort des Films ist ein geschlossener Raum im Zoologischen Museums in Moskau. Zwischen ausgestopften Tieren, neben denen sich die Menschen bis zur Unkenntlichkeit &#8211; oder Kenntlichkeit? &#8211; entbl\u00f6\u00dfen. So entsteht eine Stimmung aus Zorn, Hass, Eifersucht, Anbiederei, aber auch Verst\u00e4ndnis, Solidarit\u00e4t und G\u00fcte, die durchaus Parallelen zu manchen Vereinen deutscher Pr\u00e4gung aufzeigt.<\/p>\n<p>Eine bittere Parabel auf Abwesenheit von Demokratie und dazu ein \u00fcberaus absurdes Drama: Am Ende stellt sich n\u00e4mlich heraus, dass der geplante Garagenbau von Anfang an eine Farce gewesen ist.. Menschliche Schw\u00e4chen und St\u00e4rken werden scharf beobachtet und pr\u00e4zise dargestellt.<\/p>\n<p>Diesem genialen Film darf donnernder Applaus oder grollendes Lachen folgen, auch wenn es zuweilen im Halse stecken bleiben m\u00f6chte, es sind jedenfalls keine Irrlichter aus dem Gag-Arsenal der Unverbindlichkeit, die uns in diesem Lustspiel komisch vorkommen.<\/p>\n<p>Darsteller :Liya&nbsp;Akhedzhakova , Iya&nbsp;Savvina , Svetlana&nbsp;Nemolyayeva , Valentin&nbsp;Gaft , Andrei&nbsp;Myagkov<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Freitag, 23.01.2009, 19.00 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201eWir kommen aus der Zukunft\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Russland 2008, Regie Andrei Malyukov<\/p>\n<p>Es ist ein Zeitreiseabenteuer, das aber den phantastischen Aspekt weiter in den Hintergrund stellt, als zu erwarten ist.<\/p>\n<p>Handlung:<\/p>\n<p>Vier junge M\u00e4nner aus St. Petersburg, die illegal Relikte aus dem zweiten Weltkrieg ausgraben und<br \/>\ndiese gewinnbringend verkaufen, sto\u00dfen auf eine wahre Goldgrube. Sie finden eher zuf\u00e4llig unter einem H\u00fcgel die \u00dcberreste einer Befestigungsanlage des zweiten Weltkrieges, in denen es vor Sch\u00e4tzen aus dem zweiten Weltkrieg nur so wimmelt. Allerdings finden sie dort auch Gegenst\u00e4nde, die ihnen seltsam vorkommen, denn es sind ihre eigenen Ausweispapiere.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag nehmen sie ausgelassen ein Bad im nahe gelegenen See, der offenbar ein Zeitfenster ist, denn sie finden sich mitten in einem Schlachtget\u00fcmmel zwischen Russen und Deutschen wieder. Sie werden von russischen Soldaten gefangen genommen, da man sie, weil sie nackt sind, f\u00fcr Deserteure h\u00e4lt. Sie k\u00f6nnen den Kommandanten jedoch \u00fcberzeugen, dass sie Zivilisten mit besonderem Wissen sind, denn sie verraten ihm einige Geheimnisse zum Ausgang des Krieges.<br \/>\nWahrscheinlich aufgrund von Soldatenmangel werden die vier Freunde dennoch in Uniformen gesteckt und in den Sch\u00fctzengraben geschickt. Obwohl sie in unserer Gegenwart durchaus harte Kerle sind, geht das unmittelbare Kriegsgeschehen ihnen an die Nerven. Um ihre patriotische Einstellung zu beweisen, lassen sie sich auf eine Sondermission ein. Ein vorheriger Fluchtversuch zum See war gescheitert. Sie sollen einen hochrangigen Deutschen entf\u00fchren. Das Unternehmen schl\u00e4gt fehl. Nach einigen Verh\u00f6ren gelingt ihnen die Flucht. Die Russen entschlie\u00dfen sich, das deutsche Lager frontal anzugreifen, was zu einem regelrechten Massaker auf beiden Seiten f\u00fchrt. Das Ziel aber wird erreicht. Schwer angeschlagen fl\u00fcchten die vier jungen M\u00e4nner zum See und kehren in unsere Zeit zur\u00fcck. Aber der Krieg hat Spuren hinterlassen&#8230;<\/p>\n<p>Der Phantastische Aspekt der Zeitreise scheint eher nur ein Vorwand zu sein, um das Heute mit dem Gestern zu konfrontieren. Der Film stellt die Grausamkeiten des Krieges nicht mit so gro\u00dfer Intensit\u00e4t dar, wie wir es aus westlichen moderneren Filmen kennen. Die Grausamkeiten sind trotzdem wahrzunehmen, insbesondere das Ende der kleinen, teilweise kitschig dargebotenen, Liebesgeschichte.<\/p>\n<p>Die Charaktere wirken glaubhaft. Zu den eindrucksvollsten Szenen geh\u00f6ren jene, in denen die jungen M\u00e4nner mit den Soldaten in einer Runde sitzen und mit modernen Musikelementen die Leute zum Singen bringen (Auf diese Weise kommen der Rap oder das Scratchen in die Vierziger Jahre), was weder aufgesetzt noch albern wirkt, sondern wirklich glaubhaft und vor allem menschlich, eine besondere St\u00e4rke der russischen Filmemacher.<\/p>\n<p>Sorgf\u00e4ltig gemacht sind auch die Sequenzen im Deutschen Lager. Da nur einer der deutschen Offiziere Russisch spricht, werden alle Unterhaltungen, au\u00dfer jene mit den jungen M\u00e4nnern, in Deutsch gef\u00fchrt (man erh\u00e4lt dazu russische Untertitel). Dabei sprechen sie so klar, dass manglauben k\u00f6nnte, es handelt sich hier um deutsche Darsteller.<\/p>\n<p>Die Schauspieler f\u00fcllen die Charaktere mit Leben und Seele, wirken \u00fcberzeugend. Erw\u00e4hnenswert ist auch der Gruppenf\u00fchrer, der w\u00e4hrend der Flucht aus dem deutschen Lager f\u00fcr die vier jungen M\u00e4nner sein Leben opfert.<\/p>\n<p>Der Schluss bietet noch eine kleine \u00dcberraschung!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 10pt;\">Darsteller: Boris Galkin, Yekaterina Klimova, Danil Kozlovsky, Sergei Makhovikov, Daniil Strakhov, Andrey Terentyev, Dmitry Volkostrelov, DmitryVolkostrelov<br \/>\nBuch: Kirill Belevich, Aleksandr Shevtsov, Eduard Volodarsky<br \/>\nKamera: Alexandr Soloviev<br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt; line-height: 115%;\"><br style=\"mso-special-character: line-break;\"><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam mit den &#8222;AllerWeltHaus&#8220; Hagen wird der Freundesklreis Hagen-Smolensk in der Woche vom 19. bis 23. Januar 2009, Montag, Mittwoch und Freitag jeweils eine besonderen russischen Film vorstellen. Die Titel werden sp\u00e4ter bekannt gegeben. 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