Smolensk

Ehrung für Aleksei Dovgan im Tenischova-Kulturzentrum

Unser Partner und Freund Aleksei Dovgan wurde mit einer „Persönlichen Ausstellung“ im Tenischova-Kulturzentrum in Smolensk für einen Engagement zum Filmfestival, das zur Zeit in Smolensk läuft, geehrt. Gleichzeitig wurde seine Arbeit zur Förderung der Städtepartnerschaft Hagen-Smolensk – insbesondere für das Projekt „Junge-Kunst“ hervorgehoben.

Wir freuen uns sehr darüber, dass diese Arbeit so geschätzt wird und wünschen Aleksei weiterhin viel Kraft für die Arbeit, auch mit uns.

Auch in Moskau ist man auf Alekseis Fähigkeiten aufmerksam geworden- er wird einen Pokal für einen demnächst zu vergebenden Journalistenpreis entwerfen.

De Cleur, H.

Frau Inge Bergmann-Heß hat sich an den Freundeskreis Hagen-Smolensk gewandt, weil sie in den Unterlagen ihres Vaters Willy Bergmann in einer Papierhülle Drucke von zehn Federzeichnungen des Künstlers H. de Cleur gefunden hat. H. de Cleur war als Gefreiter der Deutschen Wehrmacht 1942 in Smolensk und hat seine Federzeichnungen als Drucke seinen Kameraden geschenkt. Auf den Geschenkumschlag hat er oben rechts den Namen „Bergmann“ geschrieben.

Trotz umfangreicher Recherchen konnten wir über H. de Cleur nichts herausfinden. Wir hatten zwar ein Gespräch mit einer Dame gleichen Namens, aber das hat keine Erkenntnisse über den Menschen gebracht.

Der Freundeskreis Hagen-Smolensk (vertreten durch Hans-Werner Engel) hat die Zeichnung bzw. Drucke am 23.11.2016 im Beisein von Aleksej Dovgan, Ekaterina Zakharova, Dario Weberg und Martin Brödemann offiziell  der Gemäldegalerie der Stadt Smolensk (Tamara Orlova, stellvertretende Leiterin) als Geschenk überbracht.

Nachfolgend die Fotogalerien mit seinen Zeichnungen:

Aktuelle Informationen aus Smolensk – Februar 2014

Eröffnung des Kulturjahres in Smolensk

Die Region Smolensk hat 2014 zum Jahr der Kultur erklärt. Der Auftakt des Kulturjahres fand in Smolensk am 7. Februar -dem Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele in Sotschi- statt und wurde diesem Ereignis gewidmet. Vergleichbare Veranstaltungen fanden auch in anderen großen Städten in der Region Smolensk statt.
Im Nachgang des 1150. Jahrestages der Stadt Smolensk erinnert sich die Stadt an ihre berühmten Bürger – Michail Glinka, den Gründer der russischen klassischen Musik, die Kunstmäzenin Maria Tenisheva und  Sergej Konjonkov, den Bildhauer sowie viele andere. Sie sind feste Größen der russischen und der Weltkultur. Im Jahr der Kultur wird gezeigt, dass der Smolensker Kulturraum in gleicher Weise ein integraler Bestandteil des globalen Kulturraums ist. Deshalb geht das Kulturjahr beispielsweise auf die Dichter Rylenkova, Twardowski und Isakovsky, aber auch auf Shakespeare, Charlie Chaplin und andere Vertreter der größeren Weltkulturen ein.
Durch die Eröffnung der Olympischen Spiele in Sotschi haben Historiker eine sensationelle Nachricht „ausgegraben“: Es stellte sich heraus, dass die Geschichte der olympischen Bewegung untrennbar mit Smolensk verbunden ist. Der erste Vertreter Russlands im Internationalen Olympischen Komitee war von 1900 bis 1913 der Earl Ribotpierre Georgy, der ein Gut in Wjasma bei Smolensk hatte. Dank seiner Bemühungen wurden die Sportarten Ringen und Gewichtheben in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen.
Die Eröffnungsfeier des Kulturjahres wurde im neuen Eislaufzentrum von Smolensk durchgeführt. Die Bürger wurden während der Feier darüber informiert, wie die Smolensker Kulturschaffenden unauslöschliche Spuren in der Geschichte des Sports und der Kultur hinterlassen haben. Gleichzeitig bot die Feier Gelegenheit, die Eröffnung der Olympischen Spiele in Sotschi auf einer großen Videowand zu erleben. Am gleichen Tag führten die Puppenspieler  des Smolensker Puppentheaters auf einer kleine Bühne ein Programm für Waisenkinder und Kinder mit Behinderungen auf.
Im Mai wird in Smolensk der 90. Jahrestag der Geburt des bemerkenswerten Schriftstellers Boris Wassiljew gefeiert. Es ist geplant, eine Büste von ihm im  Gebäude der Bezirksregierung aufzustellen. In der Zentralbibliothek wird ein Literaturmuseum eingerichtet, um damit eine Plattform für die Werke von Boris Wassiljew zu schaffen. Außerdem werden zum Theaterfestival in der Staatlichen Smolensker Universität Lesungen aus Werken des Schriftstellers gehalten.
Ein weiteres wichtiges Kulturdatum in der Region Smolensk ist der 210. Jahrestag der Geburt des Gründers der klassischen russischen Musik, Michail Glinka. Das „57. Smolensk International Music Festival“, das traditionell in seinem Namen im Mai/Juni im Zentrum von Smolensk und der Heimat des Komponisten -dem Dorf Novospasskoye- veranstaltet wird, hat in diesem Jahr ein besonders herausragendes Programm.

Friedhof für bei Smolensk gefallene deutsche Soldaten

Der Besuch des Friedhofs für gefallene deutsche Soldaten bei Smolensk (Krasnij Bor) ist eines der ergreifendsten Erlebnisse, das man bei einem Besuch in der Stadt haben kann.

Die Lage des Friedhofs, direkt an der Bahnstrecke zwischen Moskau und dem Westen, ist mehr als symbolisch, aber die Architektur auch.

Die Fotos von den Tafeln geben nur einen kleinen Eindruck von dem wieder, was hier an Namen verzeichnet ist.

Ein großes Lob gilt den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der sich wirtschaftlich stark an der Erstellung des Friedhofs beteiligt hat.

Das Glück kommt in Smolensk in der Straßenbahn

Die Menschen in Russland, auch die meisten in Smolensk, haben sehr kreative Vorstellungen wie das Glück zu ihnen kommen kann – selbst in der Straßenbahn. So kann man in Smolensk die Fahrgäste in der Straßenbahn nach dem Kauf einer Fahrkarte dabei beobachten wie sie auf die Nummer der Fahrkarte schauen.

Die Nummern sind sechsstellig und man achtet darauf, ob die rechten und die linken drei Zahlen in der Quersumme das gleiche Ergebnis zeigen. Ist dies der Fall, so gilt der Brauch, diese Fahrkarte ohne Rücksicht auf eventuelle spätere Kontrollen, zu verspeisen, damit das zu erwartende Glück den Rest des Tages versüßt.

Na dann, guten Appetit!!

Diese Fahrkarte ist leider kein Glücksbringer – die Gleichheit der Quersumme wird um ein Eins  verpasst.

Portraits von Geistlichen der orthodoxen Kirche in Smolensk – gezeichnet von Franz Nießen 1943

Die Familien Nießen-Rierderer haben uns weitere Fotos von Bildern ihres Vaters zur Verfügung gestellt. Es sind überwiegend Zeichnungen von orthodoxen Geistlichen, aber auch ein Winterbild von der Uspenski-Kathedrale, sowie von der prunkvollen Ikonenwand in der Kathedrale. Es hat den Anschein, dass Franz Nießen einen sehr guten Kontakt zu den Vertretern der Orthodoxen Kirche gepflegt hat. Da die Originale der Zeichnungen nicht in Deutschland bei der Familie sind, liegt es nahe, dass die  Zeichnungen in Smolensk geblieben sind.

Die Zeichnungen von den Menschen sind sehr markant und eventuell erinnern sich Smolensker an diese Geistlichen und können uns helfen, die Fotos mit den Namen der Menschen zu versehen.

Auch diese Fotos werden wir selbstverständlich den Historikern in Smolensk zukommen lassen.