Junge Kunst

TAGEBUCH „JUNGE3KUNST“ VOM 24.07. BIS 06.08.2016 IN HAGEN (HWE)

Zum Förderstudium in Hagen waren folgende Personen aus Smolensk eingeladen: Aleksei Dovgan (Leitung, und Organisation), Elena Chmurova (Dolmetscherin), Tatiana Meltcova (Preisträgerin), Ekaterina Sizikina (Preisträgerin), Alexej Silaev (Preisträger) und Denis Davydov (Preisträger)

24.07.2016

Heute kommt die Gruppe in Hagen an, doch eigentlich ging des gestern schon los, denn unser Hagener Preisträgerin Ekaterina Khramova reist schon gestern aus Halle an.

Mit dem angemieteten Bus ging es nach Düsseldorf, um die Gruppe abzuholen. Auch Aleksandra Ilina fuhr mit, um die Gruppe in Empfang zu nehmen. Das Flugzeug von Aeroflot landete 25 Minuten früher als geplant, aber wir mussten lange warten bis die Gruppe endlich durch die Zollschleuse kam.

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Wegen der großen Bilder, die als Sondergepäcke mitgebracht wurden, dauerte die Gepäckausgabe etwas länger. Unsere Gäste hatten schon eine lange Reisezeit hinter sich und deshalb schwangen wir uns schnell in den Bus, um sie nach Hagen zu bringen.

Die Gastgeber warteten schon, um sie in Empfang zu nehmen – für einige warees ein freudiges Wiedersehen mit „alten“ Bekannten.

Am Nachmittag besprechen wir bei Kaffee und Kuchen das Programm der nächsten Tage.

25.07.2016

Aleksei und ich mussten zunächst zum Zoll, um die mitgebrachten Kunstwerke „gestellen“ zu lassen. Herr Gerhards vom Hagener Zoll prüfte gewissenhaft und bescheinigte, dass alles in Ordnung sei. Dann mussten wir geschwind in die Stadt fahren – Empfang mit Dr. Fischer im Rathaus. Zusätzlich gab es eine kleine, aber informative Führung für unser Gäste .

Unser Rundgang durch die Innenstadt von Hagen endete im Cafe Mundial. In der Mensa der Fernuniversität konnten wir, wie gewohnt, eine erste leckere Mahlzeit einnehmen.

Danach umrundeten wir die Hasper Talsperre – neue Schuhe verursachten zahlreiche Blasen.

26.07.2016

Schloss Moyland am Niederrhein ist unser Ziel. Feldarbeit ist angesagt und moderne Kunst erfahren.

Alle sind sehr gespannt, was sie erwartet, denn ein Schloss in Deutschland haben die meisten noch nicht gesehen – das soll auch noch gespickt sein mit moderner Kunst.

Nach einer Stunde und 30 Minuten sind wir vor Ort. Alle Künstler beladen sich mit ihren Malutensilien und los geht es in Richtung Schloss. Die Dame an der Kasse ist ein Schatz – kurzerhand macht sie uns alle zu Studierenden und wir müssen nur den ermäßigten Eintritt für die gesamte Anlage und die Ausstellungen bezahlen. Nach einem Rundgang durch den sehr gepflegten Schlossgarten sucht sich jeder einen Platz zum Malen – wir nehmen uns zwei Stunden Zeit für die Arbeit.

Die phantastischen Hortensien überall und das die warme Morgensonne wirken entspannend auf unsere Gäste. Jeder findet „das Motiv“ für seine ersten Skizzen.

Nach zwei Stunden stellen wir die Skizzen und Malsachen im Restaurant ab und besichtigen die Ausstellung im Schloss – leider dürfen wir die Fotos davon nicht veröffentlichen. Die Werke der Düsseldorfer Schule waren nicht ohne Wirkung auf unsere jungen Gäste. Doch besonders gefielen ihnen die kleinen Hundeskulpturen am Eingang zum Schloss.

Nach einem kleinen Imbiss wurde wieder gemalt – es ist sehr interessant und beeindruckend, den jungen Künstlern/innen bei ihrer Arbeit zuzusehen. Sie wollen immer weiter malen und immer wieder neue Motive finden, doch gegen 16 Uhr entscheiden wir uns nach Xanten zu fahren.

Erstaunlicher Weise finde ich wieder diesen tollen Parkplatz inmitten der Stadt Xanten. Die tolle Eisdiele am alten Marktplatz ist unser Ziel, doch bis wir dort ankommen, gibt es noch viel zu sehen und zu fotografieren.

Das Eis ist eine Wucht!!!

Noch einige kleine Einkäufe für den Abend und dann geht es zurück nach Hagen.

Tagebuch „Junge3Kunst“ vom 21.05. bis 04.062016 in Smolensk (HWE)

Die Reisegruppe bestand aus Alexandra Kehl (Dolmetscherin), Ekaterina Khramova (Preisträgerin Kunstpreis der Jury in Hagen), Anna Bültmann (Preisträgerin Kunstpreis der Jury in Smolensk) und Leopold Achilles (Kunstpreis des Hagener Publikums), Den „LaukelA“-Journalistenpreis hatte Mirjam Benecke gewonnen.

Die Preisträger hatten sich freiwillig bereit erklärt, über das Projekt in einem Blog zu berichten. Das ist auch mit den Fotobeiträgen sehr gut gelungen, doch die Wortbeiträge sind ehr knapp gehalten und spiegeln das Projekt nur andeutungsweise wider. Um diese Arbeit zu beurteilen, empfehlen wir, den Blog (ostwestblog.wordpress.com) zu lesen, um zu erkennen, was und wie die Blogger über die Künstler, die sie kennengelernt haben, schreiben und was sie von unserer Partnerstadt und Russland an Informationen mitnehmen.

Wir bleiben, wie in den früheren Jahren, bei dem guten alten Tagebuch auf unserer Internetseite.

Die hier veröffentlichten Fotos stammen von: Sergej Korobeshko, Sergej Bogomolov und Hans-Werner Engel

21.05.2016

Den „early-check-in“ haben wir schon erledigt – wir müssen eigentlich nicht lange warten, doch die Lufthansa beginnt die Gepäckannahme erst eine Stunde vor dem Abflug. Das bringt jedoch keine Verzögerung mit sich und auch der Service im Flieger ist o.k.

Sergej erwartet uns mit seinem Bus in Moskau-Domodedowo. Alsbald sind wir auf der Autobahn unterwegs – Sergej ist ein überaus rasanter Fahrer, aber sehr sicher. Trotz einiger Staus erreichen wir Smolensk in Rekordzeit. Elena, Ekaterina und Yury erwarten uns am Hotel Smolensk und fahren die Gruppenmitglieder zu den Wohnungen. Danach treffen wir uns zu einem ersten Imbiss in den schnuckeligen Restaurant Majakowsky. Köstliche kleine russische Spezialitäten bringen uns Kraft für eine kurze Stippvisite in der Gemäldegalerie. Wegen der guten Kontakte zur Galerie müssen wir kein Eintrittsgeld bezahlen. Sofort werden wir als Hagener Gruppe identifiziert und ein anwesender Fotograf begleitet uns durch Ausstellung. Im Treppenhaus präsentiert Aleksej Dovgan seine Künste. Die nachfolgenden Fotos geben ein Bild von diesem Abend.

22.05.16

Zehn Stunden im Auto, in Flugzeugen sowie im Bus nach Smolensk waren doch eine sehr große Herausforderung für meine Knien – tapfer versuche ich mit den Schmerzen zu stellen. Ein Cappuccino im Cafe Terra soll mir mental helfen und er scheint wirklich zu helfen.

Zudem erfreut der Anblick einiger kleiner Mädchen und jungen, die mit ihren Mama´s im japanischen Teil des Cafe`s einen Geburtstag feiern. Die Kleinen bekommen sehr schöne Schürzen umgebunden und sind stolz wie „Oskar“. Die Mama´s auch.

Die Atmosphäre in diesem kleinen Cafe lässt mich endgültig in Smolensk ankommen.

Die Maler in Smolensk sagen nicht, dass sie malen, sondern sie „schreiben“ ein Bild. Da ich nicht malen kann schreibe ich demzufolge meine Bilder:

Kindergeburtstag in „Cafe´ Terra“

Kinder;

Augen strahlen!

Ach, sie sind ein Segen;

Werden wir gleich malen?

Klare Sprache,

deutlich schön!

Möchte bleiben

und nicht geh`n!

Sie sind gespannt,

sie möchten spielen.

Sie werden tollen,

hier im Kühlen.

Ihr Lachen

ist so hell und klar!

Ein Moment,

so wunderbar!

Die Gruppe erwartet mich zum ersten Frühstück um 10 Uhr in der Teestube „Samovar“. Bei leckeren Getränken und einem großen Speisenangebot, sowie alten Filmklassiker und guter Musik kann man es schon hier aushalten.

Nach dem Stadtrundgang, den Michael Jefimkin immer sehr gelungen gestaltet – besonders interessant war die Besichtigung der Stadtmauer mit dem Blick von oben auf die Stadt, treffen wir uns am Kino Oktober und fahren mit der Straßenbahn zum Restaurant „Viktoria“. Traditionell treffen wir dabei unsere Smolensker Vereinsmitglieder – leider konnten nur fünf kommen – auch am Sonntag hat die arbeitende Bevölkerung in Smolensk Verpflichtungen.

Später fahren wir zum Atelier von Aleksej Dovgan, um das Programm des Projekts zu besprechen. Wie immer hat Aleksej Köstlichkeiten aufgefahren, er gestattet allen sich ungeniert umzuschauen. Zu unserer Freude erscheinen, wie aus dem Nichts, die beiden Preisträger von „Junge2Kunst“ Alexander Savchenko und Alexander Ryghorchuk. Die jungen Menschen sind sehr schnell miteinander „warm“ und es kommt wie es kommen muss, Alexander Savchenko lädt, wie vor zwei Jahren zum Grillen in sein Elternhaus ein.

Im Atelier von Aleksej DovganAnna Bueltmann und Alexandra KehlAlle Damen haben Blumen bekommenAlexander SavchenkoWiedersehensfreude

Das russische Organisationstalent wird beim Erscheinen der Gruppe im Hause Savchenko deutlich. Sie haben in Windeseile Fleisch mariniert, Gemüse und Obst bereitgestellt, Getränke besorgt und der Samovar steht auch schon auf dem Tische. Mit einem Schlag lernen die jungen Menschen, die das erste Mal in Russland sind, was russische Gastfreundschaft ausmacht. Bis spät in die Nacht dauerte.

Die kommenden Tage werden nicht weniger anspruchsvoll sein!

23.05.2016

Nach dem Frühstück trifft sich Mirjam mit den Journalisten Michael Jefimkin und wird vier Redaktionen kennenlernen und die anderen bauen mit den Smolensker Künstlern die Ausstellung auf. Die Konzeption ist so angelegt, dass die etablierten Künstler unsere Preisträger mit ihren Werken umrahmen und sie so symbolisch in ihre Gemeinschaft aufnehmen. Eine Geste wie sie nur diesen tollen russischen Künstlern einfallen kann!!!!!!

Mit der Straßenbahn rattern wir durch die Stadt – Alexandra hat einen Glücksfahrschein gezogen und muss ihn nun zerkauen und herunterschlucken, damit das Glück auch eintritt.

Wir  lernen das riesige Einkaufszentrum „MAXI“ kennen. Hier gibt es günstig Malerbedarf, aber auch für jeden Geldbeutel ein riesiges Angebot in unzähligen kleinen Geschäften.

Gegen 17 Uhr treffen wir uns, es ist schon gute Tradition des Wettbewerbs bei einem der renommiertesten Künstler von Smolensk in dessen Atelier: Alexander Dolossov. Wir diskutieren über seine Bilder, besonders über ein Aktbild, dass er schon 2001 in Hagen ausgestellt hat und erfahren die Hintergründe, wie dieses Bild entstanden ist, doch diese Informationen bleiben, wie es sich gehört bei uns. Der Künstler berichtet von seiner Reise nach Indien und seinen Erfahrungen, die er dort gemacht hat. Alles ist sehr interessant für die jungen bildenden Künstler und Leopold findet immer neue Motive.

In einer Ecke türmen sich zahlreiche „Etüden“ (Skizzen mit Ölfarbe gemalt“) auf – irgendwann werden daraus Bilder.

Unser überaus gastlicher Freund, Alexander Dolossov, hat auch jetzt wieder für das leibliche Wohl gesorgt und zum Schluss unseres Besuches dürfen wir ein winziges Schlückchen vom selbst produzierten Wodka kosten. Obwohl ich den Genuss von Wodka ablehne, muss ich bekennen, selten einen so bekömmlichen Schnaps gekostet zu haben – aber damit hat es sich dann auch.

Unsere Preisträger treffen sich danach mit den Smolensker Preisträgern, man kennt sich inzwischen und Freundschaften scheinen sich anzubahnen.

25.05.2016

Es ist inzwischen sonnig und sehr warm in Smolensk.

Heute wird die Ausstellung im Tenischewa-Kulturzentrum eröffnet. Deshalb treffen wir uns erst zum Mittagessen in unserem Lieblingsrestaurant „Majakowsky“ – es ist bewundernswert, was und wie es diese jungen Inhaber schaffen, diese Köstlichkeiten der russischen Küche täglich in hervorragender Qualität zu präsentieren.

Zur Ausstellungseröffnung werden sich alle noch umkleiden. Das Dolmetschen für die Wortbeiträge ist ein kleines Problem – Elena Chmurova und Alexsandra Kehl fühlen sich nicht sicher, Katja Khramova ist selbst Preisträgerin und kommt deshalb auch nicht in Frage. Ekaterina Zakharova rettet uns und springt als Dolmetscherin ein: Danke!!!!

Der große Ausstellungsraum ist gut gefüllt. Viele Mitglieder und Freunde unserer Vereine, aber auch Kunstinteressierte, sowie zahlreiche Künstler: u.a. auch Igor Chernov, der renommierte Fotograf, weiter Fotografen wie Sergej Korobeshko, das Smolensker Gitarrenensemble, das uns spontan zu einem Konzert einlädt, viele bildende Künstler, zwei Fernsehsender, auch Vertreter der schreibenden Zunft. Auch einige ehemalige Preisträger sind erschienen.

Eine Vertreterin des Ausstellungszentrums begrüßt uns in dieser Halle, der Kulturdezernent der Stadt Smolensk verliest ein Grußwort des Stadtoberhauptes, Herrn Alasheev, ich darf unsere Künstler Leopold Achilles sowie die Künstlerinnen Ekaterina Khramova, Anna Bültmann vorstellen, außerdem Mirjam Benecke als Trägerin des Journalistenpreises. Aleksej Dovgan stellt die Smolensker Preisträgerinnen und die Preisträger, sowie die übrigen ausstellenden Künstler vor.

Das Publikum bedenkt jeden der Preisträger/Innen mit großem Applaus.

Interviews werden gegeben, die Menschen diskutieren über die Bilder, Grafiken und Fotos, kleine Geschenke werden überreicht und nach etwas eineinhalb Stunden ist die Eröffnungsfeier beendet. Die von Aleksej Dovgan gestalteten Kataloge wandern in viele Taschen und werden sicher auch in Hagen mit Respekt aufgenommen. Für die Preisträger sind sie nicht nur ein Souvenir.

Mit einem gemeinsamen Essen runden wir die gelungene Veranstaltung ab.

Die ehemaligen Preisträger treffen sich später mit unseren Preisträgern.

26.05.2016

Heute Morgen bin ich schon sehr früh im Cafe „Donna Klara“. Der eigenartige Zustand der Bäume in der „Lenina“ ist mir schon vor Tagen aufgefallen. Unverhofft habe ich ein Bild, das sofort aufgeschrieben werden muss, im Kopf:

Sind auf der „Lenina“ die Bäume krank?

Nackte Äste ragen wirr in die Luft;

fast Juni ist´s, kein Blütenduft.

Lücken wird´s geben in der Allee;

Das Aug´ getrübt, der Blick tut weh.

Am Boden schöne Pflanzen sprießen;

ein´ge Frauen sie pflegen und gießen.

Baumes Wipfel werden sterben – oh je !

Der Boden beständig, das ist o. k. !

Im „Smolenkaja Isba“ lernen wir heute traditionelle Lebensart kennen, aber das Besondere ist der Workshop an der Töpferscheibe.

Nach intensiver Einführung geht es auch schon los. Leopold ist mutig der Erste und Aleksej und Katja sind besonders geschickt. Für uns andere gab es tätige Hilfe, doch die kleinen Werkstücke können sich durchaus sehen lassen. Der freundliche und geduldige Töpfermeister weiht uns noch in die Kunst des Flötenmachens ein, die ursprünglich aus Mexiko stammt – kleiner internationaler Erfahrungsaustausch. Unsere Werke werden noch gebrannt und wir dürfen sie wahrscheinlich mit nach Hagen bringen.

Für heute Abend haben uns die in Hagen so phantastisch aufgespielt habenden sechs Smolensk Gitarristen zu ihrem Konzert in das Kammertheater eingeladen.

Das Ensemble spielt die von Viktor Pawliuchenko arrangierten Werke von Bach, Biset, Gershwin, Piazzola virtuos und in überragender Präzision. Es ist eine Ohren- und Augenweide, diese überragenden Künstler sehen und hören zu dürfen. Drei seiner eigenen Kompositionen sagt Pawliuhenko ebenso bescheiden an, wie die übrigen Künstler in Smolensk, die sich in Bezug auf ihre eigenen Leistungen stets zurück nehmen. Für unsere Preisträger sind dies Lehrstunden der besonderen Art!!!

Das offensicht fachlich kundige Publikum im nicht voll besetzten Kammertheater feiert die Künstler mit anhaltendem Applaus und es gibt noch zwei Zugaben. Zurückhaltend genießen die Künstler den verdienten Dank des Besucher.

Ich freue mich, mich bei Viktor Pawliuchenko, Inna Nilova, Anna Petrova, Kristina Pomozova Aliaksandr Ilyushkin und Aliaksandr Skalski persönlich für diesen Abend bedanken zu dürfen und wir unterhalten uns noch eine Weile über mögliche zukünftige Konzerte in Hagen.

Unsere Preisträger haben es eilig, denn schon warten wieder die Ehemaligen zum abendlichen Gedankenaustausch.

27.05.2016

Der Ausflug nach Talaschkino soll uns über das Leben und Wirken der Mäzenin Maria Tenischeva informieren. Leider gibt es keine Führung, doch das was zu sehen ist, ist für sich schon sehr beeindruckend, wir haben darüber bereits an vielen Stellen auf dieser Internetseite berichtet.

Nach dem Rundgang malen wir mit Stiften, Tusche und Ölfarbe, ein/e jede/r nach ihrem/seinem Geschmack. Wir suchen uns Motive und vertiefen uns in die Arbeit.

Mit Alexandra Kehl mache ich danach einen Spaziergang zum nahe liegenden See. Am Ufer haben viele Frauen eine Plane ausgelegt und darauf Speisen und Getränke drapiert. Sie haben eine so gelöste Stimmung, dass ich mich trau zu fragen, was sie hier machen und ob ich sie fotografieren darf. Es stellt sich heraus, dass es Bibliothekarinnen sind, die den Tag des Alphabets hier feiern. Wir probieren ein wenig von den Piroschkies und ein Schlückchen Saft und machen die erlaubten Fotos.

Der „Tag des Alphabets“ – was es nicht alles in Russland gibt, um einen schönen Tag zu verbringen.

Am Nachmittag sind wir zurück in Smolensk, wo sich die Gruppenmitglieder selbst zur Erkundung in die Stadt aufmachen. Später ist wieder ein Treffen mit den Smolensker Preisträgern.

Im Majakowski treffen wir uns mit Ekaterina Zakharova – sie hat heute Geburtstag und wir wünschen  Ihr nur das Beste für die Zukunft. Wir freuen uns auf viel weitere Begegnungen mit unserem engagierten Vereinsmitglied. Bleib gesund, Katja, und auf bald in Hagen!!!!

Für mich steht am Nachmittag ein Gespräch mit Vertretern der Staatl. Smolensker Universität an, um über zukünftige Projekte zu beraten.

28.05.2016

Heute stehen Studien im Freien in Novospasskoje an. Dort ist das ehemalige Anwesen der Familie Glinka und dort steht auch das vor 14 Jahren renovierte Herrenhaus.

Zweieinhalb Stunden sind wir unterwegs. Wir besichtigen das Herrenhaus, Glinkas kleine Freunde – es sind zahlreiche unterschiedliche Singvögel, die Glinka immer in seinen Häusern hielt und die ihn mir ihren Gesängen zu diversen Kompositionen angeregt haben. Im Konzertsaal steht ein Flügel – Mirjam und Alex versuchen sich daran. Mirjam zeichnet sich durch extravagante Posen aus – Alex zeigt hingegen musikalische Ansätze.

Als die Künstler gerade ihre Plätze zum Malen gefunden haben, zieht ein Gewitter auf – kurz darauf prasselt der Regen hernieder. Gott sei Dank finden alle ein schützendes Örtchen.

Regen in Novospasskoje

 

Donner grollt,

die Wolken weinen.

Das Laufwerk rollt,

Novospasskoje, du hängst an Leinen.

Bachstelze zieht es auf den Weg,

rennt geschwind zum blauen Steg.

Michael schaut allem zu;

dort vom Sockel, in aller Ruh`.

Blaues Haus im Regenkleid –

für´s Sonnenlicht ist es bereit.

Zu leuchten

in des Himmels Tönen;

Aug´ in Auge

zu verwöhnen.

Bald ist das Gewitter abgezogen. Die Sonne brennt wieder vom Himmel und ich verziehe mich in den Schatten auf der Terrasse und schreibe meine Bilder. Die anderen „schreiben“ irgendwo die ihren. Als die Hitze zu groß wird, entdecke ich Aleksej Dovgan und Alexander Dolossov in der Nähe des Herrenhauses. Alexander „schreibt“ ein Bild vom Herrenhaus, er ist konzentriert, bewegt sich zur Leinwand und nimmt wieder Abstand, um sein Bild korrekt zu schreiben, eben wie es Meister tun!

Aleksej kratzt die Farbe von der Leinwand, denn er ist unzufrieden mit dem Bild. „Jetzt ist es doch richtig gut“ erkläre ich ihm. Novospasskjoe abstrakt. Aleksej schaut noch einmal auf die Leinwand. „Du hast Recht“. Es entsteht historisches – Aleksejs erstes abstraktes Bild!!!!

29.05.2016

Wir besuchen das Smolensker Drama Theater – 12 Uhr „Der gestiefelte Kater“ wird gespielt.

Eine interessante kindergerechte Inszenierung mit Musik und Tanz, die Rebhühner werden durch einen „Sajaz“ (Hasen) ersetzt, denn in Russland spielen Rebhühner nirgendwo eine Rolle. Natürlich endet das Märchen wie bei uns, aber es ist in einigen Teilen dramaturgisch gut auf die russischen Verhältnisse umgeschrieben worden.

Nach dem Theater sind wir in das Haus der Schwiegermutter von Alexander Dolossov auf dem Lande eingeladen. Sie heißt Viola und die Frau von Alexander Julia. Wie üblich ist bald der Tisch beladen mit Köstlichkeiten. Sima, Alexanders junge Tochter spielt mit Mirjam. Bald spielen einige zusammen Volleyball.

Alexander brät derweil mariniertes Fleisch – es fühlt sich bei unseren russischen Freunden an, als seien wir ein Teil ihrer Familie. Nach dem Essen gehen wir in den Wald und zu einem sehr schön gelegenen See. Fotos sagen hier mehr als meine Worte!!

Die leckeren Torten von „Terra“ werden auch noch verputzt, doch dann geht auch dieser Tag zur Neige.

30.05.2016

Wir bauen die Ausstellung ab. Danach können die Preisträger/innen freie Zeit genießen. Auch ich…

Am Platz des Sieges sitze ich in dem kleinen Park und beobachte das Treiben um mich herum. Am zukünftigen Gerichtsgebäude der Stadt ist die Außenfassade fast fertig, die großen Skulpturen sind renoviert und thronen wieder hoch oben an ihren angestammten Plätzen. Es fällt mir auf, dass überwiegend (mindestens 90%) der Autos, die den großen Knotenpunkt der Stadt passieren aus koreanischer, japanischer oder chinesischer Produktion stammen. Fahrzeuge deutscher Marken oder anderer europäischer Hersteller sind nur in geringer Anzahl sichtbar. Ich sehe sogar mehr amerikanische Marken vorbeifahren. Mir scheint , dass der Automarkt in Smolensk für deutsche Autos verloren ist, denn sie gelten inzwischen als zu teuer. Ein sehr geräumiger neuer Wagen von Nissan wurde dagegen auf der Oktober-Revolution-Straße für umgerechnet weniger als 6.000 Euro angeboten.

Meine Gedanken schweifen hin zu den neuen Café´s und Restaurants. Da wir morgens, mittags und abends unsere Imbisse in vielen unterschiedlichen Restaurants oder Café´s einnehmen, fällt mir auf, dass viel weniger Menschen als noch vor einem halben Jahr dort anzutreffen sind. Wir essen zweimal zu Mittag in Restaurant Viktoria und sind immer die einzigen Gäste – das Angebot des Buffets ist auch knapper geworden. In den anderen Restaurants hatten stets lange Schlangen an der Essenausgabe, um die Tabletts zu füllen – heute werden wir sofort bedient. Auch in den unterschiedlichen Café´s, in denen wir uns treffen, sind wir meistens alleine. Eine Ausnahme gibt es: Das Cafe Terra hat nach wie vor exzellente Qualität und auch sein Publikum. Gern kaufe ich deshalb dort köstliche Torten, die wir als Geschenk in Ateliers oder zu Familien mitnehmen – diese, in Smolensk sehr beliebten Torten,  kosten nur zwischen 3 und 6 Euro. Die Qualität zu diesen Preisen wünschte ich mit auch in Hagen – weil ich doch so ein Tortenfreak bin.

Am nachmittag nehme ich noch einige Termine für zukünftige Projekte wahr – die Gruppe kann sich heute entspannen und jeder gestaltet diesen Tag nach seinen Vorstellung.

31.05.2016

Heute Morgen besichtigen wir das Puppentheater. Irina, die stellvertretende Direktorin, erwartet uns bereits und stellt uns die junge Frau vor, die uns überall hinführen wird, auch in die Werkstätten, die Bühnenräume und zum Abschluss sitzen wir noch im Zimmer des Direktors Lapp zusammen und unterhalten uns noch ein wenig. Dabei spricht er eine Einladung für die Vorstellung am 03.06. aus – die Premiere von „Drei kleine Schweinchen“.

Der Grafiker Sergey Bogomolov, der mit unseren Preisträgern ausstellt, holt uns ab, um mit uns in seinem Atelier über seine Werke zu sprechen. Im Unterschied zu Malern, die zwar auch immer eine kreative Ordnung in ihren Ateliers pflegen, geht es hier fast klinisch ordentlich zu. Beeindruckend ist nicht nur dieser Umstand, sondern es sind besonders die Werke und der Entstehungsprozess der Grafiken, allein die sehr präzise farbliche Gestaltung eines dieser Werke nimmt mehr als eine Woche Zeit in Anspruch. Dieser, im Übrigen sehr erfolgreiche Künstler (er hat gerade ein Chinarestaurant bis ins kleinste Detail gestaltet), steht trotzdem bescheiden und freundlich dort und erläutert den jungen Menschen jede einzelne seiner Grafiken und verrät viele seiner beruflichen Finessen – wieder eine dieser unvergesslichen menschlichen Begegnungen in der lebendigen Kunststadt Smolensk. Es wäre ein Traum, diese Werke in Hagen zu zeigen!!!!

In der Staatlichen Universität warten Künstler (u.a. Professor  A. Parfeonov, der Dozent Khramov, Aleksej Dovgan ……) Studierende und ein Aktmodell auf uns. Aktzeichnen steht auf dem Programm. Wieder hat der Kunstdozent Pjatkov diesen interessanten Programmpunkt für unsere Preisträger gestaltet. In zwei Sitzungen von je 45 Minuten kann das Modell in unterschiedlichen Posen und aus verschiedenen Perspektiven gezeichnet werden. Es wird nur wenig geredet, doch es wird uns erlaubt, auch zu fotografieren.

Wir fahren aus Smolensk heraus aufs Land. Ein georgischer Freund von Alexander Savchenko hat dort einen bäuerlichen Betrieb mit ca. 500 Kühen. Und als Krönung unterhält er ein kleines Restaurant, in dem er nur gute Freunde bewirtet – wir gehören dazu!

Die Menschen leben auf diesem Areal völlig autark – alles, was sie zum Leben benötigen, produzieren sie selbst.

In dem kleinen Gastraum ist ein Tisch liebevoll festlich für uns gedeckt. Frisches, klein geschnittenes Gemüse ist appetitlich auf Tellern drapiert – die Tomaten und die Gurken sind besonders lecker; sie stammen eben nicht aus Massenprodiktion.

Dazu gibt es roten Saft, der zwar herb, aber auch sehr fruchtig schmeckt.

Der Koch Jenja Puchkov hat für jeden einen Ring aus Hefe gebacken, dessen Mitte mit schmackhaftem Käse gefüllt ist. In die Mulde, in der der Käse ist, hat er ein Spiegelei geschlagen, das erst durch den heißen Teig stockt. Wir müssen kleine Stücke vom Teig abrechen, in das Ei tunken und essen. Besteck wird dabei nicht benötigt – nur saubere Hände. In der Kombination mit frischem Gemüse und Gewürzen entwickelt sich ein Gaumenschmaus der besonderen Art. Die Zusammensetzung der Speisen ist so einfach wie stimmig – die Tischrunde mampft, was das Zeug hält und es entwickeln sich gute Gespräche. Einzelne schaffen es nicht, alles aufzuessen.

Pappsatt – doch jetzt folgt das Sahnehäubchen. Alexander Savchenko kommt mit einem großen Krug selbst gemachten Zirtonenlikörs – pooh, ist der lecker. Auf den wäre man auch in Chianti mehr als stolz.

Der Koch unseres Gastgebers ist ein vielseitig begabter Mensch, der gern seine Kenntnisse weitergibt. Er stellt seine Gewürzmischungen selbst her und als ich in die Küche komme, sehe ich eine kleine Destille – es duftet zart nach Kirschen. Aus 30 Kilogramm Kirschvarenie stellt er 6 Liter besten Wodka her – präzise erklärt er Aleksej und mir den Herstellungsablauf und verschweigt die wichtigen Details nicht. Kosten darf man nicht, denn das Destillat muss zunächst abkühlen und wird dann noch mit natürlichen Aromen verfeinert.

Den in Geschäften zu kaufenden Wodka verwendet er in der gepflegten Küche nur zum Reinigen der Edelstahloberflächen.

Anna kämpft bedauerlicherweise mit ihrem Blutdruck, doch ein besonderer Schokoriegel und frische Luft sowie viel Zuwendung helfen ihr für den Rückweg zur Wohnung. Aggressive stechende Plagegeister beschleunigen unseren Aufbruch.

Dank an Alexander Savchenko, an Viktor Lissenkov  und ihre Freunde, die uns einen wunderbaren Abend ermöglicht haben – bolschoe spassibo!!!!!!

Anna wird es hoffentlich Morgen besser gehen.

01.06.2016

Anna und Alexandra geht es nicht gut – sie können nicht an dem Programm teilnehmen. Deshalb sagen wir es für heute Morgen insgesamt ab. Wir anderen genießen die freie Zeit und ein jeder gestaltet den Morgen selbst.

Der kleine Park am Platz des Sieges lädt zum Verweilen ein, denn im Schatten der Bäumen ist es angenehm kühl. Das Gebäude des ehemaligen Hotels, in dem künftig das Smolensker Gericht unterkommen wird, steht vor der Vollendung. Die restaurierten Skulpturen befinden sich wieder hoch oben auf ihren angestammten Sockeln und blicken über den Platz.

Auch mein Blick schweift auf den Platz, besonders auf die vorbei fahrenden Autos. Was ich erkenne ist erstaunlich, denn es fahren fast nur noch Fahrzeuge koreanischer, japanischer oder chinesischer Herkunft vorbei, mal ein amerikanisches Auto, aber westeuropäische Fahrzeuge sind in Smolensk zur Rarität geworden. Von Smolenskern höre ich, dass deutsche Autos viel zu teuer seien. Das leuchtet ein, denn auf der Oktober-Revolution-Straße sehe ich das Angebot eines nagelneuen recht geräumigen Nissans zu einem Preis von weniger als 6000 Euro. Unter diesen Umständen ist die Dichte asiatischer Autos im Straßenbild von Smolensk nachvollziehbar.

Meine Gedanken kreisen weiter und befassen sich mit der Wahrnehmung, dass viel weniger Menschen in den Restaurants und Cafe´s zu sehen sind. In den Schnellrestaurants wie Mandarin Gans und Russischer Hof müssen wir für Bestellung überhaupt nicht mehr warten. Zweimal waren wir mittags zu Buffet im Restaurant Viktoria und stets waren wir die einzigen Gäste. Nur das Majakowski mit seinen noch zivilen Preisen und den leckeren russischen Spezialitäten ist gut besucht, doch hier gibt es auch nur acht Tische. Doch der Blick von Außen in viele Restaurants und Cafe´s vermittelt eins – Leere.

Zum Nachmittag werden unsere Kranken wieder munterer und alle können wir in das Fotostudio von Sergej Korobeshko gehen.

Wie in Russland üblich, müssen auch in diesen Räumen die Schuhe ausgezogen werden und alsbald türmen sie sich in dem kleinen Flur hinter der Eingangstür.

Sergej  erlaubte uns die Nasen in jeden Winkel zu stecken – Requisiten, Kostüme, die digitale Schatztruhe des Fotografen mit den Bilder vieler, vieler Jahre, die Bilder an den Wänden, die interessante Technik am Boden und der Decke und, und, und ….. Alles dürfen wir untersuchen, besonders natürlich Leopold, dem es vorkommt wie im Fotografenschlaraffenland. Und so ist es auch Sergej erklärt alles mit viel Geduld und stellt anhand vieler Bilder seine fotografischen Schwerpunkte vor. Als Höhepunkt weiht er Leopold in die Geheimisse seiner Portrait-Kunst ein. Leopold ist in seinem Element und Sergej ein geduldiger Lehrer. Genau deshalb sind wir hier, um jungen Menschen Chancen einzuräumen, die sie nutzen können oder nicht – Leopold nutzt sie und Aleksej und ich schauen mit Freude zu – toll.

Auf dem Heimweg hüpft Leopold wie ein kleiner Junge herum, der sein Glück über ein schönstes Geschenk kaum fassen kann – wir freuen uns mit ihm.

02.06.2016

Katja meldet sich heute als nächste krank – das macht mir langsam Sorgen. Zum Frühstück überrasche ich Mirjam mit einer Eintrittskarte für ein Konzert am Abend in der Philharmonie. Riesige ehrliche Freude, denn dies habe ich ihr in Hagen versprochen.

Nach dem Frühstück müssen wir nur kurz um die nächste Ecke gehen und sind schon am Konjonkov-Museum. Konjonkov ist einer der wichtigsten Künstler, die aus unserer Partnerstadt stammen – er wird der Rodin des Ostens genannt, weil er wie August Rodin die Menschen so dargestellt hat, wie sie sind, aber es gibt noch viele weitere Parallelen.

Mit lustigen blauen Überschühchen schlendern wir durch dieses Smolensker Schatzkästchen. Aleksej erläutert kompetent einige Skulpturen und es wird auch in diesem Museum deutlich, welche wichtige Rolle die Fürstin Teneschewa für die Kunstschaffenden früher gespielt hat.

Nach einem kleinen Imbiss treffen wir uns an der Smolensker Staatlichen Universität. Wie schon vor vier Jahren haben wir wieder die große Ehre, mit Prof. Alexander Parfeonov eine Skulptur-Master-Class zu erleben. Für die Arbeit sind vier Stunden vorgesehen. Der Künstler führt uns in ein großes Atelier im Keller. Neben uns werden noch Studierende der Uni arbeiten und auch Aleksej Dovgan.

Wir erleben zunächst eine intensive Einführung in die Arbeit, die vor uns liegt – wichtig ist, das Plastiziermaterial um einen Holzstumpf zu pressen und es dann synchron mit beiden Händen nach vorgegebenen Kriterien der Kopfform des Modells anzupassen. Unser Modell ist eine junge Studentin – alle fünf Minuten wird sie auf dem Podest ein Stück weiter gedreht, so dass wir sie von allen Seiten betrachten können.

Wichtig ist außerdem, sehr langsam und genau zu arbeiten – dies betont der Künstler immer wieder. Alles ist neu für uns und nicht einfach. Aber Parfeonov geht dauernd umher und hilft sofort, wenn es ein Problemchen gibt.

Immer wieder müssen wir das Werkzeug und unsere Hände reinigen, damit wir das richtige Gefühl für das Material in den Händen spüren. Zwei Stunden sind geschwind dahin und nach einer Pause geht es mit den Feinheiten weiter. Letztlich schaffen es alle, ein halbwegs ansehnliches Ebenbild des Modells zu gestalten. Parfeonov geht prüfend von einer Skulptur zur anderen und weist darauf hin, was gelungen ist und was verbesserungsbedürftig ist.

Hab Dank, lieber Alexander Parfeonov, dass Du den jungen Menschen solch ein Erlebnis verschafft hast!!!!

Natürlich müssen wir uns nach dieser anstrengenden Tätigkeit frisch machen, denn Mirjam geht in die Philharmonie und wir anderen besuchen Alexander Dolossov bei seiner Familie.

Alexander war vor kurzem in Indien und will es sich nicht nehmen lassen, indisch für uns zu kochen – das ist ihm bestens gelungen und zum Schluss kommt noch das gute Lomonossov-Porzellan auf den Tisch und wir lassen uns die von Terra mitgebrachten Torten schmecken.

Außer mir und Katja treffen sich noch alle zum Ausklang des Tages im Touristik-Cafe.

03.06.2016

 

Das Puppentheater Smolensk lädt zur Premiere von „Drei kleine Schweinchen“ die Kinder aus Waisenhäusern und unsere Gruppe ein. Das soziale Engagement des Theaters hat eine lange Tradition. Aleksej klärt uns später über die Situation der Kinder in diesen Heimen auf. Wenn man dann von Einzelschicksalen hört, möchte man sofort helfen!

Bei der Besichtigung des Theaters durften wir schon die Kostüme zu diesem Stück bewundern – heute wird es Ernst.

Die Kinder gehen von Beginn an begeistert mit und das Stück ist nicht nur für sie verständlich, sondern auch für sprachunkundige Deutsche. Die temperamentvolle schottische Musik und die witzigen Dialoge der Darsteller zwischen den Szenen sorgen für fröhliche Stimmung. Es blieb allerdings ungeklärt, ob es eine britisch-russische oder russisch-britische Geschichte ist. Auf alle Fälle war es super.

Drei der Puppenspieler waren auch schon bei uns in Hagen zu Gast und waren hin und weg von dem überraschenden Wiedersehen.

Der Direktor ließ noch von den Regisseur Pavel Akinin, der mit in Hagen war, Grüße ausrichten, dass er froh ist, für die Tulpenzwiebeln nicht nach Amsterdam gefahren zu sein, sondern jede Menge in einem Gartenzentrum in Hohenlimburg gekauft hat. Er könne sich nicht an dieser Tulpenpracht sattsehen. Es sind immer die vermeindlich kleinen Dinge im Zwischenmenschlichen wichtig!!!

Dieser Tag dient dazu, noch einmal durch die Stadt zu gehen, Andenken zu kaufen, Freunde zu treffen und Abschied zu nehmen.

Unser Abschiedsessen haben wir  im Restaurant Viktoria. Nach vielen Jahren treffe ich die Inhaberin Galina Beresina endlich wieder. Von unseren Mitgliedern können leider wieder nicht so viele kommen – es ist eben Arbeitszeit. Doch Yury, der Gastgeber von Leopold, ist da auch die beiden Saschas, unsere ehemaligen Preisträger und auch Ekaterina Zakharova, mit der ich später noch unsere Programme für die nächsten Jahre bespreche.

Eigentlich wollen alle etwas vor der nächtlichen Reise schlafen, aber das gelingt nicht so wirklich, denn die neuen russischen Freunde rücken Alex, Mirjam und Anna ins Haus. So ist an Schlaf nicht zu denken. Herzzerreißender Abschied gegen 1 Uhr am Morgen des 04.06.16.

04.06.2016

Alexei, unser Busfahrer, bringt uns sicher und schnell innerhalb von fünf Stunden zu Paveletzkij-Bahnhaof in Moskau. Nachdem wir unser Gepäck aufgegeben haben, müssen wir noch etwas warten, bis uns die erste U-Bahn zum Roten Platz bringt.

Wir finden ein Café, in dem neben uns zahlreiche Nachtschwärmer eingekehrt sind – an zwei Tischen sind Menschen vor ihrem Frühstück eingeschlafen – und da sagt man „Moskau schläft nie“. Natürlich wurden die Menschen nicht fotografiert.

Nach dem Frühstück brechen wir zu einem ausgedehnten Rundgang um den Kreml auf.

Der Moskauer Bildhauer Michael Shemjakin, der heute in New York lebt, hat 2002 für seine Heimatstadt eine der weltweit beeindruckendsten Skulpturengruppen geschaffen und sei den Moskauern geschenkt – „Die Laster der Erwachsenen“.

Die Kinder, die mit den verbundenen Augen die Laster nicht sehen sollenProstitutionDrogensuchtGeldgierAlkoholismusScheinheiligkeitGleichgueltigkeitSadismusAusbeutung durch KinderarbeitArmutKriegslust

Wer vor diesen riesigen Bronceskulpturen steht und nicht erschrocken ist, über das, was wir Menschen so Tag – täglich unseren Kindern vorleben, muss abgestumft sein. Dieser Anblick brennt sich ins Hirn ein, der dort war und man sieht die Welt nicht mehr, wie man sie noch soeben wahrgenommen hat.

 

Der Preisträger und die Preisträgerinnen erlebten eine sehr stimmungsvolle Verleihungsfeier

Drei Preisträger/innen, Anna Bültmann, Katherina Khramova und Leopold Achilles wurden mit dem von Uwe Will gestalteten „Phönix-Preis“ des Wettbewerbs „Junge3Kunst“ ausgezeichnet. Mirjam Benecke ist die zweite Preisträgerin des „Lau.kelA“ – Journalistenpreises.

Die Fotos von der Preisverleihung haben Bernd Müller, Dr. O. Engel und Alexandra Ilina zu Verfügung gestellt:

 

2015 Preisverleihung Christiane Bergfelder und Dario Weberg2015 Preisverleihung Frank Kampmann Dr. Hans-Dieter Fischer2015 Preisverleihung Dario Weberg und Martin Brödemann2015 Preisverleihung Ekaterina Khramova, Leopold Achilles Anna Bueltmann, H-W Engel, Tabiha Huebner2015 Preisverleihung Preisträgerin der Smolensker Jury ist Anna Bueltmann2015 Preisverleihung Der Lau.kelA Preis in an Mirjam Benecke2015 Preisverleihung den Publikumspreis ueberreichte Christiane Berufender an Leopold Achilles 2015 Preisverleihung  Aleksej Dovgan und und Familie Mueller2015 Preisverleihung Preise und Blumen2015 Preisverleihung prima Stimmung und gute Gespraeche2015 Preisverleihung prima Stimmung und gute Gespraeche2015 Preisverleihung prima Stimmung  und gute Gespraeche2015 Preisverleihung Dario Weberg2015 Preisverleihung Dr. Fischer spricht ein Grusswort von Seiten der Stadt Hagen2015 Preisverleihung Anna Bueltmann erhaelt den Preis der Smolensker Jury von Alexej Dovgan und Elena Chmurova2015 Preisverleihung  aufmerksame Besucher2015 Preisverleihung Ekaterina Khramova empfaengt den Preis der Hagener Jury von Uwe Will2015 Preisverleihung Ekaterina Khramova empfaengt den Preis der Hagener Jury von Uwe Will2015 Preisverleihung Dario Weberg2015 Preisverleihung Anna Bueltmann Ekaterina Khramova Mirjam Benecke Leopold Achilles2015 Preisverleihung anregende Gespraeche2015 Preisverleihung Martin Broedemann mit Aleksej Dovgan2015 Preisverleihung der von Aleksej Dovgan gestaltete Wanderpreis mit den Namen aller bisherigen Preistraeger

Filmbericht des Sender RENT-TV über die Preisverleihung in Hagen

Ausstellungseröffnung – Wettbewerb „Junge3Kunst“ im Haus der Ruhrhohle, Gerichtsstr. 25 in Hagen

In einer lockeren Atmosphäre stellte der Freundeskreise die eingereichten Werke der Bewerber und Bewerberinnen um den Kunstpreis in den Mittelpunkt der Ausstellungseröffnung. Nach kurzer Ansprache durch Herrn Dr. Andreas Lohmeyer, einem Grußwort von Seiten der Stadt durch Dr. Hans-Dieter Fischer sowie einem visuellen und verbalen Ausflug nach Smolensk durch Michael Lehr und Hans-Werner Engel, hatten die zahlreichen Besucher (die trotz der unerträglichen Hitze gekommen waren) erste Gelegenheit ihre Stimme für den/die Publikumspreisträger/in abzugeben.

Es darf noch bis zum 15.07.2015 im Haus der Ruhrkohle abgestimmt werden. Jeder Besucher ist willkommen!

Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt in der Feier am 18.07.2015 um 11.oo Uhr im Haus der Ruhrhohle. Dario Weberg und Martin Brödemann haben zugesagt, den Veranstaltung musikalisch zu umrahmen.

Wettbewerb „Junge3Kunst“ 2015/2016

Zum dritten Mal wird durch den Freundeskreis Hagen-Smolensk und die Künstlervereinigung ARTPROISK-Smolensk, in Zusammenarbeit mit der Stadt Hagen und der Stadt Smolensk,  ein Wettbewerb initiiert, an dem  sich ausschließlich junge KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER beteiligen dürfen.

Foto: Gruppe der  Smolensker Preisträger 2012 am „Minne-Brunnen“ im KEO-Museum in Hagen

Auszug aus der Westfälischen Rundschau vom 31.10.1012

Teilnahmeberechtigt sind:

Junge Erwachsene (aus Hagen, Dortmund, dem Märkischen Kreis, dem Kreis Unna und Ennepe-Ruhr Kreis  und Mitglieder des Freundeskreises Hagen-Smolensk) im Alter von 18 (01.01.2015) bis 26 (31.12.2016) Jahren, die sich mit Malerei, Grafik, Zeichnung, Bildhauerei, Collage und Fotografie künstlerisch beschäftigen. Der zweite Wettbewerb wird auch bewusst ohne Nennung eines Themas ausgeschrieben, denn wir möchten junge Menschen nicht von vornherein einschränken. Wer es möchte kann zum Thema „Die fünf Sinne“ Arbeiten einreichen. Funktionsträger des Freundeskreises Hagen-Smolensk e. V.  sind zum Wettbewerb nicht zugelassen – andere Mitglieder sind zugelassen, soweit sie die Altersgrenzen einhalten.

Für die Zulassung zum Wettbewerb müssen:
 
Drei bis fünf Arbeiten (keine Originale, sondern aussagekräftige Fotos im Format 13 x 18 cm) können je Bewerber/-in beim Freundeskreis Hagen-Smolensk eingereicht werden. Die maximale Größe der Originale ist auf 100 x 70 cm festgelegt. Die Ausschreibungsunterlagen sind vollständig ausgefüllt und unterschrieben mit einem Motivationsbrief und den Fotos einzureichen. Alle Bewerberinnen und Bewerber müssen einen bis 2017 gültigen Reisepass besitzen.
Die Ausschreibung läuft ab dem 01.01.2015 – das Bewerbungsformular kann nachfolgend als PDF-Dokument aufgerufen und herunter geladen werden:

Die Bewerbung bis spätestens zum 31.05.2015 einsenden an:

Freundeskreis Hagen-Smolensk e. V., Heuland 25, 58093 Hagen

Die eingereichten Unterlagen werden nicht zurückgesandt. Die Einsendung erfolgt auf eigenes Risiko. Das Bewerbungsformular ist ab 01.01.2013 zu erhalten beim Freundeskreis Hagen-Smolensk, dem Fachbereich des Oberbürgermeisters der Stadt Hagen oder es kann von dieser Internetseite heruntergeladen werden. Es kann auch telefonisch bestellt werden:

Stadt Hagen/ Fachbereich des Oberbürgermeisters, Rathausstraße, Eingang Bürgeramt, 4. OG

02331-2072597 – Dagmar Funke

Als Jurymitglieder haben bisher zugesagt:

Baltes, Verena (Design und Malerei, Vorstandsmitglied im Hagenring),

Paura, Bernhard (Malerei und Bearbeitung von Metall, Künstler im Hagenring und Mitglied des Freundeskreises Hagen-Smolensk)

Müller, Bernd (Fotografie, Mitglied im Freundeskreis Hagen-Smolensk)

Will, Uwe (Maler und Bildhauer, Vorstandsmitglied im Hagenring, gestaltet die Preise für den Wettbewerb)

Wolfgang Luck (Lehrer am Gymnasium a. D., stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises Hagen-Smolensk)

Suermann, Bernd (Maler, Mitglied im Freundeskreis Hagen-Smolensk)

Dr. Thoma, Hartmut (Maler, Mitglied im Freundeskreis Hagen Smolensk)

Van der Minde, Bernhard (Maler, Architekt, 2. Vorsitzender im Hagenring)

Xenia Kerstins (Ingenieurin, Vorstandsmitglied des Freundeskreises Hagen-Smolensk)

Kessler, Traute (Malerin, Vorstandsmitglied im Hagenring)

Wolff, Barbara (Malerin, Mitglied im Hagenring)

Karl-Josef Steden (Vorsitzender des Hagenrings)

Dr. Hans-Dieter Fischer (Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins der Stadt Hagen, Bürgermeister)

Von der Jury werden im Juni 2015 die Arbeiten von bis zu zehn Bewerbungen ausgewählt. Danach werden die eingereichten Werke der ausgewählten Bewerber öffentlich im Haus der Ruhrkohle ausgestellt.

Die Jury bei der Arbeit:

 

03.07.2015 Ausstellungseröffnung im Haus der Ruhrkohle, Gerichtsstr. 25, 58097 Hagen

Aus den Bewerbern wird im Juli 2015 von der Jury ein/e Preisträger/-innen ausgewählt. Eine/n Preisträger/-in kann das Hagener Publikum bei der Präsentation der Werke der zehn von der Jury ausgewählten Bewerber bestimmen. Eine/n Preisträger/-in wird die Smolensker Jury bestimmen.

Presse: Wochenkurier, Westfalenpost 06.07.2013

18.07.2015 Bekanntgabe der Preisträger und feierliche Verleihung der Preise im Haus der Ruhrkohle,  Gerichtsstr. 25, 58097 Hagen.

Fotos von der Preisverleihung:

 

2015 Preisverleihung Christiane Bergfelder und Dario Weberg2015 Preisverleihung Frank Kampmann Dr. Hans-Dieter Fischer2015 Preisverleihung Dario Weberg und Martin Brödemann2015 Preisverleihung Ekaterina Khramova, Leopold Achilles Anna Bueltmann, H-W Engel, Tabiha Huebner2015 Preisverleihung Preisträgerin der Smolensker Jury ist Anna Bueltmann2015 Preisverleihung Der Lau.kelA Preis in an Mirjam Benecke2015 Preisverleihung den Publikumspreis ueberreichte Christiane Berufender an Leopold Achilles 2015 Preisverleihung  Aleksej Dovgan und und Familie Mueller2015 Preisverleihung Preise und Blumen2015 Preisverleihung prima Stimmung und gute Gespraeche2015 Preisverleihung prima Stimmung und gute Gespraeche2015 Preisverleihung prima Stimmung  und gute Gespraeche2015 Preisverleihung Dario Weberg2015 Preisverleihung Dr. Fischer spricht ein Grusswort von Seiten der Stadt Hagen2015 Preisverleihung Anna Bueltmann erhaelt den Preis der Smolensker Jury von Alexej Dovgan und Elena Chmurova2015 Preisverleihung  aufmerksame Besucher2015 Preisverleihung Ekaterina Khramova empfaengt den Preis der Hagener Jury von Uwe Will2015 Preisverleihung Ekaterina Khramova empfaengt den Preis der Hagener Jury von Uwe Will2015 Preisverleihung Dario Weberg2015 Preisverleihung Anna Bueltmann Ekaterina Khramova Mirjam Benecke Leopold Achilles2015 Preisverleihung anregende Gespraeche2015 Preisverleihung Martin Broedemann mit Aleksej Dovgan2015 Preisverleihung der von Aleksej Dovgan gestaltete Wanderpreis mit den Namen aller bisherigen Preistraeger

Die Preisträgerin der Hagener Jury ist:

Ekaterina Khramova

 

Die Preisträgerin der Smolensker Jury ist:

Anna Bültmann

 

Der Publikumspreisträger ist:

Leopold Achilles

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Anna Bültmann, Ekaterina Khramova, Mirjam Benecke und Leopold Achilles werden  2016 zu einem ca. zweiwöchigen Aufenthalt zu Studienzwecken nach Smolensk eingeladen (Förderstipendium). Damit beginnt im das eigentliche Austauschprojekt. Für die deutschen Preisträger ist der Aufenthalt in Smolensk für Mai/Juni 2016 vorgesehen – die russischen Preisträger werden im Juli/August 2016 nach Deutschland kommen.  Die Original-Werke aller Preisträger bzw. Preistägerinnen werden sowohl in Smolensk, als auch in Hagen vom 28.07 bis zum 31.07.2016 ausgestellt. Ausstellungsort in Hagen wird die Galerie der Künstlervereinigung Hagenring e. V. sein.

Für die Hagener und Smolensker Preisträger/innen wird es die Möglichkeit geben einander zu begegnen, mit namhaften Künstlern zu arbeiten, an Universitäten und Fachhochschulen zu hospitieren und ein interessantes Kulturprogramm zu erleben (siehe Tagebuch Smolensk von April 2012 und Dokumentation des Aufenthaltes der Smolensker Preisträgerinnen in Hagen 2012).

Gemeinschaftsausstellung der Smolensker und Hagener Preisträge: 28. bis 31. Juli 2016 in der Galerie des Hagenrings e. V.

 

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DIA-SHOW – Olga Kourova über die Reise der Preisträger nach Smolensk im Mai/Juni 2014

Olga Kourova, die Preisträgerin des ersten „Lau-kelA“-Jounalistenpreises, hat über die Reise im Mai/Juni nach Smolensk eine vertonte Dia-Show vorgelegt. Die mit einem Kommentar unterlegten Bilder geben visuell und akustisch einen interessanten Blick auf das, was unsere Preisträger in Smolensk und mit den Menschen dort erleben durften.

Nachfolgend der Link zur Dia-Show, die in der „Pflichtlektüre“ der TU-Dortmund veröffentlicht wurde.

http://www.pflichtlektuere.com/23/10/2014/junge2kunst-foerderung-fuer-nachwuchstalente/

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„Junge2Kunst“ Tagebuch – 02.08.2014 – 14.08.2014

02.08.2014 Gestern konnten wir schon den Bus für die Gruppe bekommen und freuen uns ihn heute einzuweihen, indem wir unsere Gäste am Flughafen in Düsseldorf abholen. Wir kommen gut durch den Verkehr, doch Parkplätze im Parkhaus können wir nicht nutzen – also stellen wir das Auto auf die teuren Kurzzeitplätze. Das Flugzeug ist bereits im Landeanflug. Landung um 16.04 Uhr – solch genaue Zeitangaben habe ich noch nie am Flughafen Düsseldorf gelesen. Meistens ist es eine 5-Minuten-Taktung.

Bereits nach 35 Minuten schaut Aleksei aus der Tür des Ausgangs 4 B. Und sofort folgen die anderen – große Freude und herzliche Begrüßung. Es hat alles gut geklappt, selbst die großen Bilder von Aleksandr und Irina sind unbeschädigt geblieben. Geschwind geht es mit Sack und Pack zum Auto, denn der Himmel verheißt nichts Gutes. Unser blecherner Lastenfreund besteht seine erste Belastungsprobe. Doch am Ratinger Dreieck steht schon die nächste an. Der Himmel schüttet ungeheure Wassermengen auf die A 3. Die Autofahrer sind jedoch alle sehr besonnen und so fahren wir im Schneckentempo bis Wuppertal-Somborn. Die Gastgeber für die nächsten 12 Tage erwarten die Smolensker Preisträger schon mit Ungeduld. Nach etwas mehr als 12 Stunden Reise haben unsere Gäste endlich die erste Etappe bewältigt. Schon Morgen wird es mit dem Programm losgehen.

 

03.08.2014

Gemeinsam besprechen wir den Programmentwurf für die kommende Woche. Bereits für heute gibt es eine wesentliche Änderung. Es geht zur Burg Altena – dort findet der größte mittelalterliche Markt in Südwestfalen statt. Bernd und Verena helfen auf dem Weg nach Siegen mit einem Schlenker über das Lennetal. Parkplatzsuche, Shuttlebus (schönes deutsche Wort!) und als erstes mit den Erlebnisaufzug hinauf auf den Burghof.

Verschiedene Rundgänge auf der Burg vermitteln einen Eindruck vom Leben in Mittelalter und kostümierte Gesellen erledigen den Rest. Es ist sehr stimmungsvoll hier auf der Burg. Marktschreier, Pestkranke, Märchenerzähler, Kreuzritter und und und.

Zunächst wird unser leibliches Wohl mit besonderen Bratkartoffeln hergestellt. So langsam wir es eng auf der Burg und deshalb entschließen wir uns mit dem Aufzug wieder hinunter zu fahren, um noch den Mittelaltermarkt zu besuchen. Hunderte Menschen wollen jetzt nach Oben und nehmen lange Wartezeiten in Kauf. Der Markt hat was! Händler und Schausteller aus aller Herren Länder sind angereist. Wir werden bei einem tchechischen Glasbläser fündig. Auf dem Rückweg besichtigen wir noch Schloss Hohenlimburg.

04.08.2014

Die Bilder unserer Smolensker Preisträger sind noch im Auto und Aleksei und ich fahren gegen 8 Uhr zu DHL um die Einfuhrerklärung fertigen zu lassen. Mit allen Unterlagen stiefeln wir mehrere Etagen hoch, um zu den zuständigen Mitarbeitern zu gelangen. Herr Gartmann  erblickt uns und erklärt freundlich: „Das habe ich schon letzte Woche per Internet erledigt. Sie müssen nur noch zum Zoll und dort die Bilder vorlegen. Über die Verbandsstraße erreichen wir den Zoll. Herr Gerhards, der stellvertretende Leiter der Zollstelle, hat uns schnell erkannt und kommt mit der vorbereiteten Erklärung auf den Hof. Alesei und ich packen die Bilder aus und legen sie Herrn Gerhards vor. Es stimmt alles überein und wir können die Bilder wieder einpacken. Es ist eine gute Zusammenarbeit mit DHL und dem Zoll entstanden. Dafür sind wir sehr dankbar, auch, weil wir schon nach 45 Minuten wieder zu Hause eintreffen. Bürgermeister Dr. Fischer empfängt die Gruppe in gewohnt liebenswerter Manier und wir tragen uns in das Gästebuch der Stadt Hagen ein. Der Rundgang durch das Rathaus an der Volme mit Erläuterungen von Dr. Fischer ist die passende Ergänzung. (Radio Hagen berichtet darüber) Unser Rundgang durch die Stadt endet zunächst in einen Regenschauer an der Kinderrechteskulptur von Prof. Parfeonov. Wir fliehen in das Cafe Stich und werden zu unserem Leidwesen von einer etwas überforderten griesgrämigen Bedienung „versorgt“. Letztlich erhält doch noch jeder ein Getränk. Einige müssen ein paar Kleinigkeiten kaufen und dann gibt es eine Mahlzeit im Rathaus. Vom Goldberg genießen wir den herrliche Blick auf die Stadt und schauen auch noch kurz beim Restaurant „Kota Radja“ vorbei. Auf dem Gelände der Elbers-Hallen entstehen erste Skizzen – während über uns die jungen Wanderfalken nach Futter schreien. Die Altvögel kurven gekonnt um den großen Schornstein. Ein Besuch im Theater an der Volme ist selbstverständlich. Wir dürften sogar dort malen, aber der Elan zu malen ist schon etwas dahin. Peter Blindert erwartet uns bereits in seinem Atelier. Jeder Besuch bei Peter ist ein besonderes Erlebnis, denn er wartet stets mit Überraschungen auf. Zunächst werden alte Geschichten ausgetauscht und dann gibt es eine rege Diskussion zu neuen Werken. Toll ist Peters „Hasper Hütte“. Warum wird dieser tolle Künstler nicht mit einer großen Ausstellung in Hagen gewürdigt? Das könne unsere russischen Freunde nicht verstehen.

Im Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerPeter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerHasper Hütte 2014, Im Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd MuellerIm Atelier von Peter Blinder, Foto: Bernd Mueller

Die Truppe ist voller Tatendrang und so geht’s noch hierhin und dorthin und Gott weiß wohin, doch alle sind auf den Pfad der Tugend zu den Familien zurück gekehrt.

05.08.2014

Zeitig brechen wir auf, um zur Zeche Zollverein zu fahren. Auf dem Gelände befindet sich auch die Keramik-Werkstatt von Young Jae Lee, einer Koreanischen Künstlerin. Wir werden schon erwartet und Daniela, eine polnische Keramikerin, erklärt uns alle Arbeitsweisen, die Werkstatt und die Struktur der GmbH. Sie ist mit sehr viel Herzblut bei der Sache und wir können das tolle Betriebsklima in der Werkstatt wahrnehmen – eine funktionierende kleine Gemeinschaft, die mit Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammengesetzt ist. Hier entsteht Kunst, nicht nur irgendein Gegenstand. Die Werke sind auf das Wesentliche reduziert und bestechen durch ihre Formgebung. Jedes Unikat strahlt das aus, was hier gelebt wird. „Wir sind dankbar, dass wir Euch besuchen durften und Eure herzliche Offenheit erleben konnten!“ Ein wunderbarer Auftakt für diesen Tag.  

Kreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEYoung Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWEKreramik-Werkstatt, Young Jae Lee, Foto HWE

Nach ein paar hundert Metern erreichen wir die alte Kohlenwäsche der Zeche Zollverein. Die Ausstellung über das Ruhrgebiet und die Fotoausstellung mit Schwarz-Weiß-Fotos aus der Zeit vor einhundert Jahren bis in die fünfziger Jahre ist unser Ziel. Unsere Gäste sind sehr beeindruckt von der Größe der Kohlenwäsche und darüber, wie elegant und informativ die Ausstellung über das Ruhrgebiet gestaltet ist. Alles ist neu für sie. Über zwei Stunden betrachten sie die Exponate mit großem Interesse.  

Ruhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWEGruppe im Ruhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWERuhrmuseum, Zeche Zollverein, Foto HWE

  Und von der Aussichtsplattform hatten wir einen tollen Blick über einen großen Teil des Ruhrgebietes. In dem kleinen Bistro gab es typisches Bergmannsessen: Kartoffelsalat mit Würstchen und Linsensuppe – lecker!!!! Es ist noch Zeit, so dass wir einen Abstecher nach Hattingen vornehmen. Die schmucke, kleine Fachwerk-Innenstadt zieht alle sofort in ihren Bann und schon saß man dort und malte und zeichnete Skizzen. Gern wären wir noch länger geblieben, aber Bernhard Paura erwartet uns gegen 17 Uhr. Bernhard war schon im Atelier als wir dort eintrudelten. Wie immer wurden die Gäste von Bernhard mit köstlichen Speisen und Getränken verwöhnt. Bernhards angeborene Herzlichkeit lässt sofort eine gute Stimmung aufkeimen. Es wurde viel erzählt und auch Bernhards neue Werke bewundert – die Farbe, die er heute seinen rostigen, fein gestalteten Flächen hinterlegt, lassen seine Arbeiten sehr lebendig erscheinen: „Bernhard, Du hast Dich noch einmal erfunden – toll!!!“ Und das war es immer noch nicht. Regina und Familie erwarteten die Gruppe zum Pizzaessen und wie sich bald herausstellen sollte durfte auch getanzt werden. Unsere Gäste bewiesen Kondition.

06.08.2014

Nicht eine Spur von Müdigkeit ist in den Gesichtern zu erkennen. So dürfen wir heute auftreten, und zwar im Karl-Ernst-Osthaus Museum. Die Ausstellung über die Zeit des ersten Weltkrieges ist sehr übersichtlich, informativ und mit interessanten Exponaten gestaltet worden. Unsere Gäste betrachten nicht nur diese Ausstellung, sondern auch die Dauerausstellung mit großem Interesse. Da wir einige Exponate zu den Gebäuden des Stirnbandes gesehen haben, fahren wir noch kurz dort hin, um auch die Originalbauten zu betrachten. Zum Essen geht es zur FernUni und welch Zufall Bernd und Verena Müller sind auch schon da. Die Auswahl und die gute Qualität der Speisen hatten unser Gäste nicht erwartet und dann auch noch dieses freundliche Personal – eine der Köchinnen spricht sogar Russisch – toller Service! Monika ruft an, denn sie möchte mit uns im Freilichtmuseum arbeiten. Wir treffen gegen Eins dort ein. Zunächst gehen wir gemeinsam, alles anschauend, bis in das obere Dorf. Von hier aus geht jeder auf die Suche nach einem passenden Platz, um zu malen oder zu zeichnen. Der Duft köstlicher Semmel erreicht meine Nase und schon sind sieben Stück in Baumwollsäcke verpackt – wir werden Uwe Will damit überraschen. Die Sonne und die Stimmung insgesamt ist mehr als angenehm und jeder von uns findet alsbald seinen Platz. Wie immer schaut auch Frau Kuschel vorbei und wechselt ein paar Worte mit Aleksei. Die Studierenden haben sich auf der Wiese oberhalb des Sensenhammers niedergelassen. Aleksei skizziert die neuen kleinen Häuschen am großen Teich. Der freundliche und respektvolle Umgang unserer Preisträger ist mehr als bemerkenswert und es wird deutlich, dass zwischen den hiesigen Preisträgern und den Smolensker Preisträgern gute Beziehungen entstanden sind. Natürlich muss Uwe ein erfrischendes Kaltgetränk erhalten und der Schlüssel für die Galerie ist noch abzuholen. Mit etwas Verspätung kommen wir im Atelier von Uwe Will an. Die jungen Menschen sind von der kreativen Kraft dieses Orte sofort eingenommen und Uwe erzählt in seinen bescheidenen Art von den letzten Arbeiten, aber auch von seinen Anfängen als Künstler und seinen Lehrern – dabei kommt die Geschichte von Carl Baumann nicht zu kurz. Die Studierenden bewundern das Bild, dass er als neunjähriger gemalt hat und Uwe erläutert, wie er zur Abstrakten Malerei gekommen ist und warum seine Werke keine Titel mehr tragen – jeder sieht sowieso etwas anderes in einem Bild! In der Disco wird wie immer heiß diskutiert – einem bricht sogar der Stuhl unter dem Gesäß weg. Der Stuhl war wohl von altem Plastik. Aber das hält uns nicht davon ab, weiter zu diskutieren. Die Zeit vergeht viel zu schnell – großer Dank an Dich Uwe, das wir wieder bei Dir sein durften! Jetzt wollen alle nur noch nach Hause. Nach vier anstrengenden Tagen macht sich etwas Müdigkeit breit. Doch Aleksei und ich bringen noch alle Bilder in die HAGENRING-Galerie und wir hängen die noch an den Wänden befindlichen Werke bekannter Hagener Künstler ab.

07.08.2014

Zunächst bestellen wir Esswaren für das Picknick am Freitag. Aleksei und ich stellen die Bilder und danach hängen wir sie in bewährter Manier auf. Als gegen 10 Uhr die Gruppe eingetrudelt ist – auch Sandra und Steffen sind gekommen – hängen schon die meisten Bilder. Uwe hat sich um die Bilder der vergangenen Ausstellung gekümmert und Bernd Suermann und Verena Baltes schauten auch vorbei. Die Schildchen haben Sandra und Julia geschnitten und angeklebt. Als die Presse kam war die Ausstellung perfekt, auch die Plakate waren platziert. Wir sind auf den Artikel gespannt. Vielleicht schreib die Presse einmal etwas über das Wie und Warum dieses Projektes. Nach dem Essen, wieder in der FernUni, stand Entspannung auf dem Programm – eine Besuch im Dortmunder Tierpark. Einzelne unserer Gäste hatten solch einen Tierpark noch nie gesehen. Der Besuch dort hat sicher bleibende Eindrücke hinterlassen. Besonders die Geschichte des Orang-Utan-Babys hat uns berührt. Es wurde von seiner Mutter im Zoo von Hannover nicht angenommen, doch sofort von einer Orang-Utan-Dame in Dortmund adoptiert. Alsbald fanden auch deren Töchter Zugang zu dem neuen Geschwisterchen. Als die Mitarbeiter des Zoos das Jungtier auch an den männlichen Hausherrn gewöhnen wollte, trat etwas ungewöhnlichen ein: Der Orang-Utan-Mann zog den linken Arm des Kleinen durch das trennende Netz zu sich und biss ihn ab. Er brachte damit sein Ablehnung zum Ausdruck und die Pfleger gehen davon aus, dass die beiden immer getrennt bleiben müssen. Dem Kleinen geht es heute gut und er kommt auch mit einem Arm gut zurecht. Zum Malen kamen wir nicht, denn was es hier alles zu sehen gab, war von zu großem Interesse. Am Abend gab es eine Malschule im Garten und es entstanden sehenswerte Stillleben.

08.08.2014

Grill und Getränke sowie  Speisen sind im Auto verstaut. Sicher? Nein, schon in der ersten Kurve hörten wir es rumpeln. Eine Salatschüssel war im Karton umgekippt. Doch Aleksei hat alles retten können. Noch einmal wurde das Gepäck sorgfältig befestigt und 40 Minuten später waren wir im biologischen Zentrum in Lüdinghausen. Vor dem wunderschönen Lehmhäuschen hatte Ilka Brocksieper ein üppiges Frühstück für die Gruppe vorbereitet. Leckere, knusprige Brötchen fanden schnell ihre Abnehmer. Nach dem Essen führte Ilka uns durch die Gärten und erzählte über die Pflanzen, die uns z. T. nicht einmal bekannt waren. Eine Höhle für Fledermäuse und zahlreiche Bienenstöcke waren auch in dem Garten. Später können wir hier noch malen, denn es gibt viele gute Motive. Doch zunächst fahren wir zur Burg Lüdinghausen. Ilka referiert über die Burg und deren Geschichte und ein älterer Herr gibt uns im Konzertsaal der Burg Informationen über die Menschen, die die Burg seit dem 8. Jahrhundert bewohnt haben. Das gute Licht und die interessanten Perspektiven laden zum Malen ein. Immer wieder halten Radfahrer an, um zu sehen, was gemalt oder gezeichnet wird. Aleksei hat einen tollen Platz mit Aussicht auf die Burg gefunden, der offenbar bei Hunden auch sehr beliebt ist – sie haben Erinnerungstücke an ihren Besuch hinterlassen. Die Skizze von Aleskei ist aber trotzdem toll anzusehen. Gegen 12 Uhr machen wir einen kleinen Spaziergang in die Stadt, um bei „San Remo“ Eis zu essen. Diese Portionen muss man sehen und erleben wie anstrengend es ist, sie zu verdrücken. Ein jeder beißt sich tapfer durch die Eisbällchen und genießt das frische Obst. Es fällt auf, dass es in Lüdinghausen viele schöne Bronzeskulpturen gibt: einen kleinen Jungen, der vor der Bank das Geld in seinen Hand zählt; auf den Marktplatz ein Lüdinghausener „Original“; der „Spökenkieker“ an der Ölmühle …. An der Ölmühle vorbei gehen wir zur Burg Vischering. Beim Anblick dieser wunderschönen Anlage geht unseren Preisträgern das Herz über. Hier wollen sie unbedingt Malen und Zeichnen. Sehr schnell hat jeder einen guten Platz gefunden und bis 17 Uhr sind viele Skizzen entstanden. In der für Besucher offenen Backstube hat Bernd einen appetitlich aussehenden frisch gebackenen Rosinensemmel gekauft. Über den Kapitelweg, mit vielen Büsten von historisch bedeutsamen Persönlichkeiten, kommen wir zurück zu unseren Autos. Mit diesen haben wir in kurzer Zeit das biologische Zentrum erreicht. Erste Tropfen fallen vom Himmel. Deshalb tragen wir die Bänke und Tische geschwind in das geräumige Lehmhäuschen. Zwei Grills sorgen dafür, dass in Kürze die ersten gebratenen Bissen auf den Tellern liegen. Bei lebhaften Gesprächen, Genuss von Salaten, Brot und Hühnerbeinen vergeht die Zeit im Flug. Irgendwann rauschen Unmengen Wasser vom Himmel und es blitzt und donnert links und rechts. Danach räumen wir auf, verpacken die Überreste unseres Picknicks in die Autos. Nach herzlichem Abschied von Ilka, die sich toll um uns gekümmert hat, fahren wir wieder Richtung Hagen. Nach fast 13 Stunden auf den Beinen will sich jeder nur noch ausruhen.

Biologisches Zentrum Luedinghausen, Foto: Bernd MuellerBiologisches Zentrum Luedinghausen, Foto: Bernd MuellerBiologisches Zentrum Luedinghausen, Foto: Bernd MuellerBiologisches Zentrum Luedinghausen, Foto: Bernd MuellerBiologisches Zentrum Luedinghausen, Foto: Bernd MuellerBiologisches Zentrum Luedinghausen, Foto: Bernd MuellerBiologisches Zentrum Luedinghausen, Foto: Bernd MuellerBiologisches Zentrum Luedinghausen, Foto: Bernd MuellerFeldarbeit Burg Luedinghausen, Foto: Bernd MuellerFeldarbeit Burg Luedinghausen,Foto: Bernd MuellerFeldarbeit Burg Luedinghausen, I. Fedorova, Foto: Bernd MuellerFeldarbeit Burg Luedinghausen, E. Kcharmova, Foto: Bernd MuellerFeldarbeit Burg Luedinghausen, A. Rygorschuk, Foto: Bernd MuellerFeldarbeit Burg Luedinghausen, Foto: Bernd MuellerFeldarbeit Burg Luedinghausen, A. Dovgan, Foto: Bernd MuellerLuedinghausen, Foto: Bernd MuellerLuedinghausen, Foto: Bernd MuellerBurg Fischerin, Foto: Bernd MuellerBurg Fischerin, Foto: Bernd Mueller

09.08.2014

Das Wetter sieht heute nicht so vielversprechend aus. Die Autobahn ist frei und wir gelangen recht flott nach Münster. Ein Reitturner schränkt das Parken auf den Schlossplatz zwar etwas ein, doch gelingt es uns noch einen Parkplatz zu ergattern. Auch Bernd und Verena treffen alsbald mit Julia und Sascha ein. Durch die Frauenstraße gehen wir in Richtung Dom – vor fast jedem Haus liegen große Mengen Sperrmüll, den die Menschen aus ihren Keller geholt haben, die durch das Hochwasser vor ein paar Tagen überflutet waren. Eine erste kleine Station machen wir an „Wilsbergs“ Antiquariat. In der Realität ist es natürlich das Antiquariat von Herrn Solder. Sandra, eine Freundin von Ira aus Kiel und Jan stoßen noch zu unserer Gruppe. Ralf Fritzsche erwartet uns bereits vor dem Seiteneingang des Doms und führt uns, viele Details erzählend, durch die Stadt. Die Geschichte Münsters, die Geschichte des Doms, der Westfälische Frieden, die Wiedertäufer, der Prinzipalmarkt, eine kleine barocke Kirche und, und, und, werden mit viel Fachwissen und Details erläutert. Westfälische Spezialitäten werden bei Pinkus Müller verputzt – selbstverständlich muss auch das dort gebraute Bier gekostet werden. Unsre russischen Preisträger besuchen das Picasso-Museum. Danach gehen alle in die Stadt, besichtigen markante Punkte oder kaufen ein. Sascha hat viele interessante Deko-Gegenstände für seine Mama gekauft. Wie wird er das alles nach Russland schaffen? Wir suchen noch einige schöne Blumen und eine Glückwunschkarte aus, denn Verena feiert heute ihren Geburtstag – das muss gewürdigt werden. Ein künstlerisches Geschenk wird nicht fehlen. Es folgt eine ziemlich langer Abend oder sagen wir es ruhig: eine lange Nacht bei Verena und Bernd, denn eine Feier mit leckerem Essen und viel Tanz lassen sich unsere Preisträger nicht entgehen. Zur Verblüffung der junge Menschen sahen die älteren Tänzer nicht einmal schlecht aus. Außerdem wurden immer wieder informative Gespräche über Gott und die Welt angezettelt.

Fuehrung durch Muenster, Foto: Bernd MuellerFuehrung durch Muenster,  Foto: Bernd MuellerFuehrung durch Muenster, Foto: Bernd MuellerFuehrung durch Muenster, Astronomisch Uhr im Dom, Foto: Bernd MuellerFuehrung durch Muenster, Foto: Bernd MuellerFuehrung durch Muenster, PrinzipalmarktFoto: Bernd MuellerFuehrung durch Münster, Schaeden nach dem Hochwasser, Foto: Bernd MuellerBei Pinkus Mueller, Foto: Bernd MuellerBei Pinkus Mueller, Foto: Bernd MuellerBei Pinkus Mueller, Foto: Bernd MuellerBei Pinkus Mueller, Foto: Bernd MuellerBei Pinkus Mueller, Foto: Bernd MuellerBei Pinkus Mueller, Foto: Bernd MuellerPicasso-Museum, Foto: Bernd MuellerPicasso-Museum, Foto: Bernd MuellerGeburtstagsfeier bei Muellers, Foto: Bernd MuellerGeburtstagsfeier bei Muellers, Foto: Bernd MuellerGeburtstagsfeier bei Muellers, Foto: Bernd Mueller

10.08.2014

Endlich ein etwas ruhigerer Tag. Um 11 Uhr eröffnen wir die Ausstellung in der HAGENRING-Galerie. Zahlreiche Besucher füllen den Ausstellungsraum.  Frau Kessler eröffnet als Hausherrin die Ausstellung, Dr. H. D. Fischer spricht ein Grußwort von Seiten der Stadt, H.-W. Engel stellt das Gesamtprojekt vor, Aleksei Dovgan präsentiert die Werke der Smolensker Preisträger und stellt die jungen Künstler vor. Danach werden die Hagener Preisträger vorgestellt. Trotz der vielen Besucher geht von der Ausstellungseröffnung eine familiäre Ausstrahlung aus – die Menschen kennen sich und sind alsbald in Gesprächen vertieft.

Foto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra IlinaFoto: Aleksandra Ilina

11.08.2014

Über DHL legen wir dem Zoll die Ausfuhrerklärung vor. Aber wo finden wir die Zollstelle am Flughafen in Düsseldorf? Diese weitere Herausforderung werden wir auch lösen. Endlich hat die Gruppe ein paar Stunden, um in Hagen die Stadt zu erkunden. Andenken werden gekauft und Päckchen geschnürt, denn Freunde und Familien erwarten Geschenke. Auf der Fahrt zur TU-Dortmund machen wir einen kleinen Umweg durch die Stadt – sehen das große Fußballstadion des BVB, die Westfalenhalle, den Fernsehturm und das “U“. Die Größe der TU-Dortmund macht mächtig Eindruck auf unsere Gäste. Wir treffen uns an der Galeria und Sandra und Tobias führen die Gruppe zu markanten Punkten: Mathe-Tower, großes Hörsaalgebäude, H-Bahn, Bibliothek, Untergrundbahnhof. Wir besichtigen die Räumlichkeiten der Kunstfakultät und sehen dabei zahlreiche Arbeiten der Studierenden – einige arbeiten gerade an Drucken. In einen Zeichensaal arbeitet die Gruppe mit sieben deutschen Studierenden: Aktzeichnen steht auf dem Programm. Sandra hat das toll organisiert. Das Modell posiert in unterschiedlichen Stellungen und die Teilnehmer müssen in kurzen Abständen ihre Zeichnungen fertigstellen.

Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerAktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerAktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd Muellere. Kcharmonva, Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerI. Fedorova, Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerA. Dovgan, Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerA. Rygorchuk, Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerAktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerS. Opitz, Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerA. Dovgan, Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerAktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerAktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerBesprechung der Arbeiten, Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerBesprechung der Arbeiten,  Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerBesprechung der Arbeiten, Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerBesprechung der Arbeiten, Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerBesprechung der Arbeiten, Aktzeichnen in der TU-Dortmund, Foto: Bernd MuellerAktzeichnen in der TU-Dortmund, Gruppenfoto mit H-Bahn und Bus, Foto: Bernd Mueller

In der letzten Pose hat das Modell den „Tod im Nacken“ – es handelt sich um ein aufgeblasenes Kunststoffskelett. Eigentlich passt es nicht so gut zu den Aktstudien.

12.08.0214

Den Berufsverkehr meidend, fahren wir nach Düsseldorf. Leider ist die Ausstellung im Kunstpalast schon beendet. Wir gehen deshalb am Jägerhofgarten entlang zur Sammlung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Preisträger sind von den Chagalls und Kandinskys begeistert. Es war sicher die besser Variante als der Kunstpalast. Ein kleiner Rundgang durch die Altstadt und diverse Informationen zum Stadtplan sollen der Gruppe helfen, sich in der Stadt zurecht zu finden, denn die Teilnehmer haben den Wunsch, einige Stunden allein durch die Stadt zu streifen. Doch zunächst essen wir Spezialitäten in der Füchsen-Brauerei. In der alten Gaststube fühlen sich unsere jungen russischen Freunde sofort wohl und – oh Wunder – es gibt Speisenkarten in russischer Sprache. Da staunt der Russe und der Deutsche wundert sich, doch die Wirtschaft ist sehr anpassungsfähig, besonders die, die auf ihre Kundschaft zugehen muss. Jan kommt mit etwas Verspätung und geht mit Irina in das „K 21“. Aleksei und ich fahren zum Flughafen, um zu erkunden wo dort die Zollstelle für die Abwicklung der Ausfuhr der Bilder ist. Zu unsere Freude ist Sie in der Abflughalle gegenüber dem Lufthansa-Counter. Die Zöllner sind sehr freundlich und wir hoffen, dass das auch Donnerstagmorgen so ist, wenn die Gruppe mit den Bildern ausreisen wird. Zurück in der Stadt wird sichtbar, dass es mit dem guten Wetter bald vorbei sein wird – schwarze Wolken ziehen von Nordwesten auf Düsseldorf zu und starker Wind kommt auf. Auf dem Weg zum Parkplatz am Rheinufer werden wir ziemlich nass, denn der starke Wind verhindert, dass man einen Schirm halten kann. Wegen des schlechten Wetters entscheiden wir, Morgen nicht in Sauerland zu fahren, sondern unser Ziel wird das LAGO in Herne sein.

13.08.2014

So haben sich unsere Gäste das Ruhrgebiet nicht vorgestellt: ländlich, Baumalleen und weit und breit keine Industrieanlage zu sehen. Und dann erreichen wir im Grünen noch solch ein tolles Bad. Alles wird ausprobiert: die drei Solebecken (aus dem Massagebecken sind sie kaum herauszukriegen), Sportbecken, Wellenbad, Rutsche und dann auch noch die riesigen Saunaanlagen (entweder getrennt für Frauen oder Männer und die sehr große Gemeinschaftssauna). Nach vier Stunden schlafen die Gruppenmitglieder tief und fest im Bus ein. Nicht nur das warme Solewasser zeigt seine Wirkung, sondern auch das umfangreiche Programm der letzten 12 Tage. Nach einem weiteren Abstecher zur FernUni in Hagen, wollen alle zu ihren Gastfamilien, um die Koffer zu packen. Chin HU hat im Kota Radja wie immer einen schönen Tisch für uns bereitet und Gäste, Gastgeber, die Hagener Preisträger sowie Vereinsmitglieder genießen das üppige Buffet zu Abschluss dieses Projekts. Zahlreiche Geschenk werden ausgetauscht, die Sitzordnung lässt viele neue Kontakte und gute Gespräche zu. So viel ist sicher: Die jungen Menschen fühlen sich mit uns wohl. Wir werden den Wettbewerb mit vielen neuen Ideen im nächsten Jahr wieder ausschreiben.

Nachfolgend einige der Skizzen und Fotos, die die Preisträger in Hagen gefertigt haben:

 

Einladung zur Vernissage „Junge2Kunst“ in die HAGENRING-Galerie am 10.08.14, 11 Uhr

Alle an Kunst und unserem Kunstwettbewerb interessierten Menschen sind zur Vernissage in die HAGENRING-Galerie eingeladen. Wir werden uns sehr freuen, wenn sie unseren Preisträgern aus Smolensk und aus Hagen mit ihrer Anwesenheit ihre Ehre erweisen.

Alle Preisträger aus Smolensk und aus Hagen werden zugegen sein und stehen den Besuchern gern Rede und Antwort zu ihren Werken.

Tagebuch „Junge2Kunst“ Mai/Juni 2014 in Smolensk

Von Hans-Werner Engel

25.05.2014, Sonntag

Früh aufstehen, pünktlich abgeholt werden, auf einer unbelebten Autobahn nach Düsseldorf fahren, entspannt einchecken und mit strammem Rückenwind in 2 Stunden und 40 Minuten nach Moskau fliegen. Und das alles bei strahlendem Sonnenschein und klarer Sicht einen tollen Erstflug erleben wie Sandra Opitz.

In Moskau schlägt uns eine Gluthitze ins Gesicht – es herrschen hier subtropsche Verhältnisse. Die Zollkontrolle wird rasch durchgeführt und auch die Koffer liegen bereits auf dem Gepäckband, als wir dort ankommen. Am Zollausgang erwarten uns Lena und Aleksei, wie üblich gibt es eine herzliche Begrüßung und nach kurzer Zeit sitzen wir auch schon im Bus nach Smolensk – allerdings ist er nicht klimatisiert. Das wäre die Krönung eines bisher toll verlaufenden Tages gewesen. Sandra und Steffen zeichen bereits ihre ersten Eindrücke in ihre Skizzenbücher. Die anderen schlafen nach einiger Zeit ein.

Je näher wir nach Smolensk kommen, um so weißer werden die grünen Wiesen. Welche Blumen sind das? Löwenzahn! Aber tausende „Pusteblumen“ zieren die Landschaft neben der Autobahn. Dieser Anblick ist grandios und mitten drin eine verfallene Tankstelle auf der auf riesigen Metallregalen überlebensgroße Plüschtiere präsentiert werden. Die Gegensätze, schon auf den ersten Kilometern nach Smolensk könnten nicht größer sein. Beim Verlassen des Stadtgebiets von Moskau sahen wir die riesigen Villen reicher Russen und unmittelbar daneben die kleinen Holzhäuser aus früheren Zeiten und furchteinflößende Hochhausburgen. Ich frage mich, ob diese Gegensätze von den Menschen hier noch wahrgenommen werden. Was wir auf der Autobahn sehen, erweckt nicht den Eindruck, dass es der Wirtschaft in Russland schlecht geht – vielmehr umgekehrt. LKWs dicht an dicht, zum Teil in Zweierreihen fahren in eine Schlange von über 300 Kilometern Richtung Moskau – wohlgemerkt an einem Sonntag.

Vor zwei Jahren erlebten unsere Preisträger Smolensk nur im Schnee, heute haben wir eine karibische Nacht vor uns.

Obwohl es seit mehr als zwei Wochen diese Hitze in Smolensk geben soll, ist keine Staub in der Luft – wie früher um diese Jahreszeit. Die Stadt macht auf den ersten Blick einen sehr gepflegten Eindruck.

Sandra und Monika beziehen als erste eine sehr schöne, zentral gelegene Wohnung einer Künstlerfamilie. Dann beziehen HWE und Verena und Bernd ihre Quartiere und der Bus bringt so die Mitglieder der Gruppe der Reihe nach zu ihren Gastgebern.

Es ist jetzt 20.30 Uhr in Hagen – wie mögen die diversen Wahlen ausgegangen sein. Hier ist, außer von mir, kein Interesse an diesen Ereignissen in Deutschland und Europa zu erkennen. Die Menschen feiern fröhlich in den Parkanlagen und genießen einmal mehr einen tropischen Abend. An Schlafen ist noch nicht zu denken, denn die Temperaturen liegen noch über 25 Grad und die Temperaturen lassen sich durch Lüften in den Wohnungen kaum senken – ujas, sagt man hier in solchen Fällen.

Am Flughafen DuesseldorfAm Flughafen DuesseldorfUnterwegs nach MoskauUnterwegs nach MoskauÜber den WolkenPass- und VisakontrolleWarten auf den BusDer Bustransfer nach ...... Smolensk dauert 5 StundenSmolensk! Angekommen.

26.05.2014, Montag

Es wird wieder einen heißen Tag geben. Doch in der Morgenkühle ist es angenehm zu gehen. Die Menschen, die mir begegnen, sehen sehr entspannt aus. Vorwiegend sind elegant gekleidete Frauen unterwegs. An vielen Stellen werden die Straßen und Plätze gefegt. Es ist sehr sauber in der Stadt. Im Park hinter und vor dem Kino Oktober arbeiten Frauen an der Gestaltung der Blumenbeete. Wie immer, es arbeiten die Frauen! Vor dem Kino gibt es keine Verkaufsbuden mehr. Eine Straßenbahnfahrerin tanzt gut gelaut in ihrer Kanzel mit ihren Armen und winkt mir zu, die Straße zu überqueren. Mit diesen ersten Eindrücken sitze ich in meinem Lieblingscafe und genieße das Frühstück.

Unser offizielles Programm startet heute um 10 Uhr. Der obligatorische Rundgang durch Smolensk beginnt mit dem Besuch einer Bank, denn alle müssen Euros in Rubel tauschen. Die Hitze ist schon jetzt unangenehm. Wir gehen durch die Leninstraße, am Dramatheater rechts vorbei, um einen Blick auf das Teneshova-Kultuzentrum zu werfen. Eine junge Frau mit kurzen blonden Haaren erkennt uns und führt uns durch das Gebäude, obwohl es am Montag geschlossen ist. Die Preisträger freuen sich, hier ausstellen zu dürfen. Solch ein freundliches Entgegenkommen möchten wir auch einmal in Deutschland erleben. Bis Morgen – dann bauen wir die Ausstellung auf.

Auf dem Gehsteig vor dem Kulturzentrum treffen wir Sascha Dolossov, der uns Freude strahlend begrüßt. Er wird morgen beim Aufbau helfen. Ich bin gespannt, ob er endlich das Geheimnis der verschiebaren Knoten lüften wird, durch die in Russland die Bilder ausgerichtet werden.

Zurück am Kino Oktober müssen wir etwas auf Elena warten. In der Sonne sind es gefühlt über 35 Grad. Die Frauen, die jetzt vor dem Kino die Blumen in Akkordtempo in die Erde pflanzen, leiden sichtlich.

Lena und Aleksei müssen noch einige Besorgungen machen. Es ist viel zu anstrengend, jetzt zwei Stunden die Stadt zu besichtigen. Wir entscheiden uns für einen kleinen Rundgang. Im Glinka-Park sind sehr viele junge Mütter mit ihren kleinen Kindern. Sie werden von dem Wasser im großen Brunnen angelockt und lassen sich von den Fontänen nass spritzen und genießen die Erfrischung. Wir schlendern langsam an diversen Sehenswürdigkeiten vorbei: Gemäldegalerie, Philharmonie, Rathaus, Stadtmauer, ewige Flamme, Fußgängerallee. Im Restaurant Mandarin-Gans trinken wir heißen Früchtetee und erhalten einen Rüffel, weil wir zwei Tische an ein schattiges Plätzchen schieben. Als man bemerkt, dass wir Deutsche sind, ist das erlaubt.

Jeder muss noch ein paar Kleinigkeiten kaufen, doch alle benötigen Wasser, Wasser, Wasser.

Zum Mittagessen treffen sich erstmals die Smolensker und Hagener Preisträger, aber auch unsere Gastgeber und Smolensker Mitglieder sind gekommen. Es herrscht alsbald eine tolle Stimmung, weil sich die Menschen schnell nahe gekommen sind. Sascha Savchenko lädt die ganze Gesellschaft für den Abend in sein Elternhaus ein.

Draußen tobt ein Gewitter, so dass wir noch länger beisammen bleiben. Erste Gastgeschenke werden ausgeteilt, neue Projekte besprochen, Lösungen für den Transport von Kunstwerken angedacht.

Der Regen hat die Luft etwas abgekühlt und weil er etwas nachlässt, entschließen wir uns, zu unseren Wohnungen zu gehen, um die Einkäufe dort abzulegen. Das war kein guter Gedanke, denn es schüttet plötzlich wieder  wie aus Eimern und wir werden bis auf die Haut nass. Macht nichts – tut gut.

Gegen 18 Uhr, die Hitze ist zurück gekehrt, zwängen wir uns in den Kleinbus 46. Hier könnte man gut einen Hefekuchen gehen lassen – es sind dafür perfekte Bedingungen. Aleksei Dovgan erwartet uns in seinem Atelier und präsentiert seine Werke auch jene, die er als Goldschmied gefertigt hat. Es entwickeln sich erste gute Gespräche über Arbeitstechniken und auch die Preisträger erzählen von ihren Arbeiten. „Obama“ ist auch da – so hat Lena ihr neustes Haustier genannt. Es ist eine neugierige, schlaue und sehr temperamentvolle kleine braune Ratte mit rötlichen Ohren, die für kurze Zeit die kleine Gesellschft unterhält, um dann mit Süßigkeiten im Käfig unterzutauchen.

Für die Ausstellung hat Aleksei ein tolles Plakat erstellt und einen interssanten Katalog mit den Werken der Preisträger drucken lassen.

Gegen 8 Uhr fahren wir zum Hause von Sascha Savchenko. Seine Eltern und er haben viele Köstlichkeiten zubereitet: Gegrillte Hühnerschenkel, Gemüse, Salate, köstliches Brot.

Der Tisch in dem Gartenpavillon füllt sich nach und nach. Obwohl es schon sehr kühl ist, haben die meisten großen Durst und nach einem Begrüßungsbierchen, gehen die meisten dazu über, Wasser zu trinken. Sascha breitet einen alten, sehr großen Samovar für den Tee vor. Das Entzünden des Holzes ist nicht einfach, doch nach einiger Zeit ist es geschafft. Die Teekanne mit dem starken schwarzen Tee steht oben auf dem Samovar. Nachdem wir von diesem Tee kosten durften, wollte jeder nur noch den Tee trinken. Wir erlebten russische Gastfreundschaft pur.

Wegen der Kühle waren wir inzwischen in Decken und dicke Jacken eingepackt, aber es war sehr interessant und wichtig für die jungen Menschen, einander kennen zu lernen. Zu guter Letzt brachte Saschas Mama noch gezuckerte Blinis mit gekochten Früchten. Selbst die gar nicht mehr hungrigen jungen Damen konnten nicht widerstehen, diese Köstlichkeiten zu genießen.

Danach ging es für einige, die noch Kraft hatten, in das Fotoatelier von Sascha, die anderen brachte Elena zu deren Wohnungen. Doch zuvor hatten die deutschen Gäste, zur großen Überraschung und Freude der Mutter des Hauses, den Pavillon in Windeseile aufgeräumt und das Geschirr in die Küche gebracht.

Gruppenbild vor der HuepfburgBegruessungsessenBegruessungsessenBegruessungsessenBegruessungsessenIm Minibus zu Akesejs AteilerBewundern der Goldschmiedearbeiten von AleksejIm Atelier von AleksejIn der Grillhütte bei SaschaIn der Grillhütte bei SaschaSascha und Aleksej als GrillmeisterDie Grillhuette und der GrillTee vom echten SamovarLecker!GrillenIm Fotostudio von SaschaIm Fotostudio von Sascha

27.05.2014, Dienstag

Die Hitze ist schon deutlich spürbar. Und heute ist ein anstrengender Tag mit dem Aufbau der Ausstellung. Künstler und Preisträger schaffen ihre Bilder in das Kulturzentrum. Steffen ist etwas spät dran, aber das ist kein Problem. Sascha Dolosov und Aleksei Dovgan sind ein tolles Team und gehen ruhig, aber sehr zielstrebig an die Arbeit. Weil sie diese Arbeit lieber allein machen, dürfen die anderen in die Stadt gehen.

Unsere Ausstellungshalle: Das Tenisheva KulturzentrumTenisheva KulturzentrumIm Tenisheva KulturzentrumAufbau der AusstellungAufbau der AusstellungAufbau der AusstellungAufbau der AusstellungAufbau der AusstellungAufbau der AusstellungVerena und die Smolensker Kunstpreise (gestaltet von Aleksej Dovgan)

Neuer Treffpunkt ist 14.30 Uhr vor dem Tjorkin-Denkmal. Von dort starten wir zum Malen nach Teremok.

Der bekannte russische Maler und Illustrator des Design-Büros von Artemi Lebedev gestaltet für unsere Preisträger eine Masterclass. Die wunderschönen Motive sind unmittelbar ins Auge gefasst und nach dem Verteilen der Materialen geht es sofort an die Arbeit. In der Hitze ist an arbeiten ohne Kopfbedeckung überhaupt nicht zu denken. So suchen sich die meisten einen schattigen Standort aus. Monika und Sandra zeichnen Skizzen. Es entstehen durchaus sehenswerte Werke, aber selbstverständlich kann niemand dem großen Meister das Wasser reichen. Denis hat noch demonstriert, wie er Portraits malt – das war in der Tat beeindruckend. Die Protraitierten durften die Bilder behalten.

Der Abstecher zu dem kleinen so wunderschön gelegenen See verdeutlicht uns, dass man mit den nötigen Kleingeld selbst in den schönsten Naturlandschaften in Russland Luxusvillen bauen darf. Welch ein Frevel!! Zu Teneshovas Zeiten hatten die Menschen mehr Respekt vor der Natur.

Spezielle Portraits aus Teremok von HWE:

Es wird höchste Zeit, dass wir aus der schier unertäglichen Hitze verschwinden. Sie hat fast jedem die Kräfte geraubt. Doch das trifft nur für die Reisebegleitung zu – die jungen Damen werden sich noch am Abend treffen, denn sie stecken voller Tatendrang und wollen möglichst viel Zeit miteinander verbringen. So haben wir es uns auch gewünscht.

Besuch in TeremokMasterclass mit Denis PetrulenkovTeremokAquarellierenAquarellierenAquarellieren, irinaAquarellierenAquarellierenAquarellieren, DaschaAquarellieren, MonikaAquarellieren, LenaAquarellierenAquarellierenAquarellieren, SandraAquarellierenPortraitmalereiElenaDie drei Preistraeger am SeeGruppenbildOlgaPortraitmalerei

28.05.2014, Mittwoch

Es ist kühler geworden. Nach einem kurzen Abstecher in das Rathaus geht es geschwind zum Kulturzentrum. Die Ausstellung ist weiter aufzubauen und eine Zeitung hat sich für ein Interwiev angesagt.

Olga übersetzt das ca. eine Stunde dauernde Interview. Noch ein Foto und dann geht es wieder an die Arbeit. Mindestens acht Menschen arbeiten an der Gestaltung der Ausstellung – es ist ein enormer Aufwand, den sich die Smolensker Freunde da zumuten, doch es wird sicher ein großer Erfolg werden.

Über Smolensk hat sich ein Unwetter zusammengebraut und es prasseln sehr große Eisbrocken auf die Stadt hernieder. Es werden Bau- und Infrastrukturmängel der Stadt und des Kulturzentrums unmittelbar deutlich.

Wie aus Eimern schießt das Wassser aus vielen Öffnungen (Lüftungsschächten, Klimaanlagen, Elektrorohren)  überall in das Kutlurzentrum ein und setzt alle Etagen teilweise unter Wasser. Auch das Cafe „Modern“, in dem ich sitze, bleibt nicht verschont. Es heißt: Computer in Sicherheit bringen und nichts wie raus aus den nassen Räumen. Später sehen wir in der Stadt das Chaos: Die Ampelanlagen sind ausgefallen – es gibt viele Staus, die Gullis sind verstopft, weil der Hagel Unmengen Blätter von den Bäumen abgeschlagen hat, die die Abläufte zusetzen. Aus anderen Gullis und Häusern strömt das Wasser auf die Gewege und Straßen.

Der Besuch im Konjonkov-Museum muss leider ausfallen und nach dem verspätet eingenommenen Mittagessen gehen wir in das Atelier von Sascha Dolosov. Die Studierenden befragen Sascha zu seiner Vita und seinen aktuellen Werken. Es gibt rege Gespräche und ein Bild wechselt den Besitzer. In jeder Ecke des Ateliers sind Schätze verborgen und all diese müssen betrachtet werden.

Nach dem Abendessen gibt es rege Diskussionen zu dem bisher gemachten Erfahrungen.

Ausstellung aufbauenAusstellung aufbauenAusstellung aufbauenAusstellung aufbauenAusstellung aufbauenKaffeetrinken im Cafe TerraIm Atelier von Sascha Dollosov Im Atelier von Sascha Dollosov Im Atelier von Sascha Dollosov Im Atelier von Sascha Dollosov Im Atelier von Sascha Dollosov Abendessen: Soljanka

29.05.2014, Donnerstag

Am Morgen gehe ich mit Olga zur Raiffeisenbank, um den zukünftigen Austausch zu besprechen. Wir bekommen den Eindruck, dass wir eventuell die falsche Bank ausgewählt haben, denn es wird abgelehnt, auch nur einen Rubel für den Austausch auszugeben. Wenn es überhaupt dazu kommt, sollten ihn die Mitarbeiter privat durchführen. Für uns sieht das sehr nach Ablehnung aus.

In dem darauf folgenden Gespräch mit der Stadtverwaltung ändert sich diese Situation sehr positiv für uns, denn Oleg kennt eine große Bank, die sich diesen Austausch sehr wünscht. Lieber Michael, mach dir keine Sorgen, denn wir finden eine gute Lösung.

In der Gemäldegalerie konnten wir die Drucke von „de Cleur“ zunächst nicht abgeben, weil vorher noch Beschlüsse dazu im Stadtrat erforderlich sind.

Die Smolensker GemaeldegalerieGemaeldegalerieGemaeldegalerieGemaeldegalerieGemaeldegalerieGemaeldegalerieGemaeldegalerieGemaeldegalerie

Das Teneshewa-Kulturzentrum füllt sich zusehends mit Menschen. Viele, auch junge Frauen, tragen lange Abendkleider und die Stimmung ist sehr festlich. Nachdem Aleksei das Projket vorgestellt hat, stellen wir die Preisträgerinnen und Preisträger vor. Das stellvertretende Stadtoberhaupt, Herr Levand, übermittelt Grüße der Stadt und drei Fernsehsender (Film von REN-TV), sowie zahlreiche Zeitungen filmen und interviewen die Preisträger, deren Werke und das Publikum. Selbstverständlich werden Geschenke und Blumen überreicht.

Der AusstellungskatalogPressearbeitAusstellungseroeffnungHans-Werner stellt die Hagener PreistraegerInnen vorAleksej stellt die Smolensker PreistraegerInnen vorPreistraeger Smolensk: Aleksandr RygorchukPreistraegerin SmolenskIrina FedorovaPreistraeger Smolensk: Aleksandr SavchenkoPreistraegerin Hagen: Sandra OpitzPreistraeger Hagen: Steffen JoppPreistraegerin Hagen: Monika CzuczmanAlle PreistraegerInnenim GespraechIgor Tchernov, Fotografenverband Smolensk, trifft Bernd Mueller

Besonders die vielen Jugendlichen befragen die Preisträger nach ihren Motiven und warum sie ihre Bilder mit bestimmten Techniken gemalt haben. Solch eine Ausstellungeröffnung mit so viel Aufmerksamkeit erleben bei uns in Deutschländ bekannte  Künstler auch nur selten.

Von den Eindrücken überwältigt, feiern wir in dem Restaurant „Mandarin Gans“ und resümieren die ersten fünf Tage in Smolensk. Unser großer Dank geht an Elena Chmurova und Aleksei Dovgan, die bis zum Umfallen für dieses Projekt ehrenamtlich arbeiten. Die Studierenden ziehen später miteinander weiter, um mit den hiesigen Preisträgern und den jungen Gastgebern zusammen zu sein. Ein wichtiges erstes Ziel dieses Aufenthaltes ist erreicht.

30.05.2014, Freitag

Nach der langen Nacht geht es heute mit Akt-, Protrait-  und Studienmalerei in der Staatlichen Universität weiter. Drei Stunden werden unsere Preisträger, gemeinsam mit über vierzig Kunststudierenden der UNI, in einem riesigen Flur bei tollem Licht öffentlich arbeiten. Begleitet wird diese Arbeit von drei Professoren und einem Dozenten der UNI. Auch sie arbeiten mit.

Das Aktmodell ist zur großen Überraschung aller ein fast 90-jähriger Mann, ein Veteran aus dem zweiten Weltkrieg, der drei Jahre in einem KZ in Deutschland verbringen musste. Dieser liebenswerte Mensch war ohne jeden Groll auf uns Deutsche. Und zu guter Letzt sprach er auch noch Deutsch mit uns. Er ist in Smolensk sehr bekannt, denn er arbeitet als Darsteller am Dramatheater.

Besuch der Stattlichen Universitaet SmolenskPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und Aktmalerei, MonikaPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und Aktmalerei, Gespräch mit Prof. ParfeonovPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und AktmalereiPortrait- und Aktmalerei

Es wurde intensiv gearbeitet, denn die besten Werke sollten prämiert und besprochen werden. Auf dem Flur herrschte eine interessante Arbeitsatmosphäre. Die Studierenden zeichnete und waren sehr auf ihre Arbeit fixiert.
Nebenbei konnten wir uns deahalb mit den Professoren über einen möglichen Besuch des Hagenrings 2016 in Smolensk unterhalten. Dieser Vorschlag wurde mit großer Begeisterung augenommen und sogleich wurden Erinnerungen wach an den Besuch von Uwe Will, Bernhard Paura, Hellwig Pütter .. im Jahre 1992 in Smolensk – ach ja, dieser alte VW-Bulli mit seinen vielen Macken und es gab so wenig Benzin. Sie Professoren werden sich mit dem Malerverband zusammen setzen.
Nach und nach entstehen viele sehenswerte Zeichnungen. Auch die Professoren und Dozenten stellen ihre Werke zur Begutachtung aus. Die Zeichnungen der russischen und der deutschen Studierenden unterschewiden sich dadurch, dass die Russen nur malen was si sehen und die deutschen auch malen, was sie fühlen. Es gibt einen regen Gedankenaustausch und Sandra und Steffen, sowie vier russische Studierende werden ausgezeichnet.
Nach diesem erfreulichen Erlebnis gehen wir in das Cafe Terra, um uns ein wenig zu stärken. Bernd muss heute meine Tasche tragen, denn er hat fest daran geglaubt, das Restaunant „Mandarin Gans“ hieße „Mandarin-Ente“. So geht es dann, für mich sehr unbelastet zur Kathedrale. Natürlich sind alle von dem Gebäude beeindruckt. Wir stellen Kerzen auf und einzelne Kaufen Andenken. An einem Kiosk kaiufen wir gesegnetes Brot, dass geteilt und von allen gegessen wird.
Über den Njepr führt uns unser Weg zu zwei madroden Kirchen, in die wir aber nicht hineingehen können.

Die Smolensker KathedraleDie Smolensker KathedraleDie Smolensker KathedraleDie Smolensker KathedraleDie Smolensker KathedraleDie Smolensker KathedraleDie Smolensker Kathedrale mit dem ehemaligen Stadttor

Danach trennten sich unsere Weg. Die Damen wollen sich zu einem gemeinsamen Essen bei Elena einfinden.
Steffen, Verena, Bernd und ich setzen uns später im „Samovar“ zusammen und reflektieren die vergangenen Tage. Es ist vieles gut gelaufen, aber wir denken auch über gute Veränderungen nach. Steffen schlägt vor, dass wir zukünftig den Xtudierenden Aufgaben stellen sollten, denn Künstler brauchen „Druck“ – so seine Worte.

31.05.2014, Samstag

Die Markthalle muss man am Morgen besuchen und so machen wir uns aus verschiedenen Richtungen dahin auf.
Es sind die vielen Gerüche, die man hier wahrnehmen kann – von Fleisch, Fische, Blumen Früchten,Obst, Gemüse, Nüssen, Süßigkeiten ….
Bernd versucht wieder den Trick mit der Baukamera, wie in der Kathedrale, zu fotografieren. Anfangs gelingt es auch, doch dann wir er erwischt und wir werden ermahnt. Meine Koreanische Freundin, die ich bereits seit meiner ersten Resie nach Smolensk kenne, schenkt mir wieder „Koreanische Möhren“. Draußen vor der Halle werden sie gekostet. Sie haben einen besonderen Geschmack, der von fast allen gelobt wird. Nicht von Bernd, der Traurig ist, dass hier nicht fotografiert werden darf.
Elena und Aleksei sind noch kurz zur Markthalle gekommen und wir kaufen noch Fleisch für das morgige Picknick ein. Aleksei will es marinieren, damit es besonders lecker schmeckt.
Eine sehr steile Nebenstraße gehen wir hinauf in die Stadt. Hier hat das Unwetter mit den großen Wassermassen großen Schaden hinterlassen.
Nach einem Imbiss besuchen wir das Konjonkov-Museum. Die Studierenden nehmen viele Eindrücke auf, u.a. wie dieser Autodidakt sich in seinem langen Leben weiter entwickelt hat.
Es ist noch Zeit bis zum Konzert, so dass ein jeder diese für sich nutzt.
Victor Pawljushenko empfängt uns schon unten in der Gemäldegalerie an der Treppe. Wieder gibt es eine spezielles Konzert für eine Hagener Gruppe und das zur Eröfnung des Glinka-Festivals. Sieben Gitarren – das muss man selbst gehört haben. Spontan kommt mir der Satz von Thilo Heß, dem Bassisten von POWERONOFF, in den Kopf: „Ich möchte mal mit richtigen Gitarristen fotografiert werden“. Die Gitarrengruppen hat auch unsere Studierden begeistert und deshalb gab es noch einen Tango als Zugabe, aber Verena und Bernd haben nicht getanzt, obwohl der Tango doch ihre Leidenschaft ist.

Die Smolensker MarkthalleWarensortimentDie KarottenverkostungHagen BierKonzert des GitarrenensemblesKonzert des GitarrenensemblesKonzert des GitarrenensemblesKonzert des GitarrenensemblesKonzert des GitarrenensemblesKonzert des GitarrenensemblesKonzert des GitarrenensemblesKonzert des GitarrenensemblesKonzert des GitarrenensemblesAbends in der Mandarin Gans

Mit Galina Galaktionova, einer unserer Gastgeberinnen in Smolensk, gehen wir gemeinsam in die „Gans“ essen. Die Gespräche über Kunst in Russland, Deutschland und im Allgemeinen werden intensiver. Plötzlich stürzen Menschen, die bis auf die Haut nass sind in das Lokal – wieder geht ein starker Regen auf Smolensk hernieder. Die Blicke der Managerin des Restaurant deuten darauf hin, dass wir doch das Lokal verlassen sollen, doch wir kaufen schnell noch für jeden ein Getränk und bleiben bis der Regen nachgelassen hat.
Elena erzählt von einem Abswasserrohrbruch in den letzten Wochen auf der Nicolayeva Straße. Zwei Tage flossen keine Abwässer aus dem Viertel ab. Sie mussten z. T. mit Eimern zu speziellen Autos gebracht werden, die sie dann abtranportierten. Das Abwassersystem ist Smolensk ist sehr alt, aber auch die Versorgungssysteme. Deshalb müssen die Menschen sich mehr und mehr auf Schäden an diesen Leitungen einrichten.
Heute ging alles gut und Verena, Bernd und ich erreichten trocken unsere Wohnungen. Die Studierenden wollten sich mit den SmolenskerPreisträgern und noch weiteren Studierenden treffen.

01.06.2014, Sonntag

Wir treffen uns erst gegen 11.30 Uhr.
Und was macht man an einem Sonntag? Einen Ausflug!
Die Textilkünstlerin Olga Bordyokova hat uns mit ihrem Mann Alexander in ihr Haus, außerhalb von Smolensk, eingeladen. Steffen und Olga werden später nachkommen. Das Taxi fährt an dem großen Friedhof vorbei und immer weiter hinaus aus der Stadt. Irgendwann biegt es rechts ab und wir fahren auf holperigen Wegen zu einer kleinen Ansiedlung von sehr schönen und großen Einfamilienhäusern. In dem Gewirr der Feldwege verliert der Fahrer etwas die Orientierung, aber mit freundlicher, telefonischer Unterstützung unserer Gastgeber, erreichen wir das Ziel.
Aleksander erwartet uns bereits auf dem Weg vor dem Haus. Er geleitet uns auf das riesige Grundstück, auf dem sich gleich rechts eine große Schlosserwerkstatt befindet. Über einen Wintergarten gehen wir ins Haus, wo Olga schon fleißig in der Küche werkelt. Zur Begrüßung zieht sie alle in ihr interessant ausgestattetes Atelier. Viele große Leinenballen sind in einer Stellage aufgehängt – hervoragende Leinenqualitäten sind die Basis ihrer Arbeit. Und die Arbeiten hängen und liegen wohlsortiert in Regalen und Schränken.
Doch mit ihrer Arbeit beschäftigen wir uns später, denn es muss das Picknick im Garten vorbereitet werden. Sascha Dolossov und Aleksei kümmern sich um das Schaschlik und einige andere bereiten die große Tafel im Garten vor.
Aber da ist auch noch Aleksander, der eine Mappe hervorkramt, in der Zeichnungen von Maschinen und Fahrzeugen zu sehen sind. Es stellt sich heraus, dass er diese selbst entwirft und auch baut und das muss selbstverständlich besichtigt werden. Zunächst bestaunen wir die Maschinen in der Schlosserei, die mit einem Scheinwerfer, natürlich Produkt Eingenbau, bei Dunkelheit erhellt werden kann. Gerade ist ein Räucherschrank für Fische in Arbeit. In einem Schuppen stehen Traktoren und Landmaschinen, aber das interessanteste Gefährt ist ein Dreirad mit überdimensionalen Reifen, mit dem man im Winter über tiefen Schnee problemlos querfeldein fahren kann.
Doch nicht nur Maschinen sind Aleksanders Intersse, er hat sich im Keller des Hauses eine Schreinerei eingerichtet, die jedem deutschen Schreiner Ehre machen würde. Aber der Clou: Auch hier sind alle Maschinen Marke Eigenbau. Mit viel Freude erzählt Sascha von seinen Arbeiten. Dieser Mann ist nur mit „Daniel Düsentrieb“ zu vergleichen – wir sind gespannt, was im Laufe des Nachmittags noch alles Zutage kommen wird.
Inzwischen sind auch Olga und Steffen eingetrudelt.

Langsam füllt sich der Tisch. Doch es ist auch Zeit für einen Gang durch den Garten und gute Gespräche. Aleksei und Sascha braten das Fleisch und trinken mit Bernd und Aleksander einen kleinen Wodka, während Aleksander gleichzeitig den alten Samovar für das heiße Teewasser vorheizt.
Bereits gestern hat Aleksei, der ein sehr guter Koch ist, eine große Menge Zweibeln eingelegt, die wir als Vorspeise mit Brot essen. Die Zwiebel schmecken sehr fruchtig, gar nicht scharf. Mit dieser Vorspeise hat Aleksei einen Volltreffer gelandet.
Olga backt eine Kohltorte, es gibt frische Gurken, die mit Salz gegessen werden, Tomaten, die tatsächlich so schmecken und ein wohl riechendes Aroma haben, frischen Paprika …..
Zu trinken gibt es selbgemachten Kompott (Saft), gesalzenes Mineralwasser, Cidre von Äpfeln und Johannisbeeren, Bier und wer möchte kann auch Wodka trinken. Aus einer nahe liegenden Quelle hat Aleksander frisches Trinkwasser besorgt. Der starke Teesud steht auf dem Tisch. Das ist das Zeichen, das wir essen dürfen, denn das Fleisch scheint inzwischen auch gar zu sein.
Aleksei teilt mit Sascha das saftige Schweinefleisch auf und jeder erhält eine ordentliche Portion.
Es wir geredet, natürlich über Olga Textilien, die sie eigenhändig färbt und bemalt, unsere Preisträger erzählen über sich und die vielen Erlebnisse der letzten Tage, auch Nächte. In letztern ist Steffen besonders umtriebig gewesen, doch es hält sich alles im Rahmen. Die Speisen sind so köstlich, dass ein jeder tüchtig zugreift, selbst Monika – da wird ihre Mama sich sehr freuen.
Den schwarzen Tee hat Olga noch mit frischer Minze verfeinert. Er muss noch ein paar Minuten ziehen. In der Zwischenzeit holt sie aus der Küche ein Kuchenblech mit einem Waldbeer-Käsekuchen. Auch das noch, doch von dieser Köstlichkeit verdrückt man leicht zwei Stückchen.
Eigentlich darf man solch ein russisches Picknick gar nicht beschreiben – man muss es erleben, und zwar in einer russischen Familie, so wie wir heute.
Alle reden, essen trinken und jeder verbreitet gute Stimmung – nur Alexander ist für einige Augenblicke verschwunden. Doch da ist er schon wieder und hat eine eigenartige selbst gebaute Maschine in der Hand. Wie sich bald herausstellt ist es eine Plastikflaschen-Schießanlage. Alexander sammelt die 1-Liter Plastikflaschen ein, füllt sie halb mit Wasser und gibt über das Maschinchen Pressluft hinzu. Danach löst er die Sperre, die die Flasche hält. Mit eine großen Knall fliegt das Geschoss durch den Garten und versprüht das Wasser. Bernd, der den Vorgang fotografieren wollte, erschrak so sehr, dass er umfiel und rückwärts über die Wiese kugelte. Na, dieses Spielzeug ist eines Düsentriebs würdig und jetzt wurde geschossen, bis die letzte Flasche zerborsten war. Vielleicht sollte man Streitigkeit mit diesen lustigen Wasserbomben austragen. Aus lauter Freude am Spiel würden sich die nassen Gesellen sicher mit geistigen Getränken verbrüdern. Wir mussten das nicht, denn wir hatten auch so einen Heidenspaß!


Leider begann es zu regnen, doch die vielen Hände brache in Windeseile den Garten in Ordnung und endlich konnten die Damen in Olgas Atelier die tollen Kleider anprobieren. Aleksei, dieser Schlingel, hat alles mittels eines Spiegels fotografiert und freute sich diebisch, dass es ihm gelunge war, ohne dabei aufzufallen. Davon wird aber nichts veröffentlicht. Bei der Präsentation der Kleider, lief Monika zu großer Form auf. Olga wollte sie unbedingt als Model in Smolesnk behalten. Auch Sandra und Verena entdeckten schicke Kleider für sich.

Im Atelier von Olga Bordyokova In der KuecheAlexander zeigt seine MoebelentwuerfeDie SchlossereiDie SchlossereiRohlinge zum SitzenDie SchreinereiElena versteht sich gut mit der KatzeWintergartenSchaschlikSchaschlikPicknickPicknickDie FlaschenschiessanlagePicknickTee aus dem SamovarYellow SubmarineKleideranprobeKleideranprobeRussische Romanzen

Die Zeit drängt und draußen warten schon die Taxen, die uns zur Philharmonie fahren sollen – um 19 Uhr ist ein Konzedrt (russische Romanzen).
Unser Taxifahrer rast wie der Teufel Richtung Smolensk. An zwei Zebrastreifen entgehen die Fußgänger nur knapp einer Katastrophe – dem Fahrer ist es egal. Man sieht immer wieder andere Autos mit hoher Geschwindigkeit durch die Stadt rasen. Vielleicht sollte man in Russland die Schweizer Verkehrsstrafen übernehmen – Führerschein einziehen und Autos versteigern. Die Stadt Smolensk könnte damit reich werden. Ein Prozent davon als Födermittel auf unser Vereinskonto und wir könnten viele schöne Kulturprojekte gestalten.
Aber Orientierung und Ortskenntnisse hatte der Taxifahrer auch nicht – die Philharmonie war ihm nicht bekannt und wir brachten ihn erst an der Staatlichen Uni zum Stehen. Von dort gingen wir zur Philharmonie. Der Taxifahrer der zweiten Gruppe war ein noch größerer Dilettant. Mit Hilfe seines Navigators hatte er sich heillos in der Stadt verfranst und muss per Telefon aus dieser Situation gerettet werden. Bernd, Verena, Monika und Sandra kamen fünfzehn Minuten zu spät in die Vorstellung.
Im großen Saal der Philharmonie verloren sich 45 Besucher. So etwas habe ich hier noch nicht erlebt, denn die Musiker waren sehr gut und innovativ.
Nach der Verstellung wollten wir nur noch etwas trinken, denn das gute Essen hatte alle hinreichend für den Rest des Tages gesättigt.

02.06.2014

Durch die zahlreichen neuen Eindrücke verfliegt die Zeit so schnell, dass wir es gar nicht richtig wahrnehmen. Heute ist ein „ich weiß nicht was soll es geben“ Wetter. Mann stellt sich also auf jedewede Wetterlage ein, denn häufig hält das Wetter nicht das von der Vorhersage gegebene Versprechen.

Inzwischen kennen alle das Torkin-Denkmal und sind auch pünktlich dort. Der komfortable Bus der Stadt Smolensk bringt uns zum Glaswerk nach Pervomaiski. Anatoli Rakitin, der Direktor erwartet uns schon hinter dem Eingangstor. Nachdem sich alle miteinander bekanntgemacht haben, gehen wir über einen großen Hof zu einer hohen Werkhalle. Der Hof ist von Grünanlagen gesäumt. Die angrenzenden Gebäude sind sanierungsbedürftig.

In der Halle befindet sich kein Glasbläser auf der Arbeitsbühne. Nur an einer Station wir Pressglas hergestellt, Wir sind zu früh gekommen, denn die nächste Schicht beginnt erst in einer Stunde. Kein Problem, denn an der nächsten Fertigungsstelle arbeiten mehr als zehn Frauen, die Muster in die Gläser schleifen. Die Frauen arbeiten rasant schnell und es ist nicht leicht ein Foto ohne Unschärfe zu schießen, doch einige sind sehr gelungen und vermitteln eine Vorstellung von den Leistungen dieser Kunsthandwerkerinnen.

Anatoli erläutert uns an jeder Station, um welchen Arbeitsschritt es sich handelt, Nach den Schleifvorgängen folgt eine chemische Behandlung des Glases, damit es klar wird. Wir verlassen das Gebäude und klettern in einem anderen Haus bis in das dritte Stockwerk, um in das Glasmuseum zu gelangen. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, was die Menschen hier noch vor Kurzem geleistet haben. Bis vor Kurzem: Weil es keine Facharbeiter oder Facharbeiterinnen mehr gibt, die farbiges Glas gestalten können. Das ist sehr bedauernswert, denn die Erzeugnisse halten jedem Vergleich mit Böhmischem Glas stand. Früher gab es im Smolensker Gebiet zahlreiche Glaswerke, heute nur noch dieses. Hierhin sollte man Subventionen geben, damit diese Industrie und dieses edle Handwerk wieder an Ansehen gewinnt und für Smolensk würde das neue Arbeitsplätze bedeuten. Verena und Bernd liebäugeln mit dem Kauf einer Vase, aber das ist bekanntlich in Museen nicht möglich, auch nicht aus den Magazinbeständen.

Von dem Museum geht ist in das Atelier des Hauskünstlers des Glaswerks Wladimir Berdnikov. Doch er spricht nicht so sehr mit uns, sondern ausschließlich mit den mitgereisten Journalisten. Macht aber nichts, denn wir stöbern selbst in allen Ecken, sind aber nur von einzelnen Werken angetan.

In Gesprächen meinen wir, dass das Werk besser beraten wäre, jährlich einen anderen Künstler zu beschäftigen, damit mehr kreative Impulse in die Produktion fließen. Ein wenig drängt sich der Gedanke auf, dass vor zwei Jahren noch mehr Menschen hier in Arbeit und Brot standen, denn 2012 haben wir einige Produktionshallen mehr besichtigt.

Jetzt sind die Glasbläser an der Arbeit. Auf der Bühne herrscht nun ein geordnetes Gewusel. Fünf Menschen sind hier auf der Bühne an dem Herstellungsprozess eines kleinen Weinglases beteiligt. Davon ist nur einer ein Glasbläser, die anderen vier arbeiten ihm in einem genau getakteten Rhythmus zu – die Harmonie ist genial. Aber auch anstrengend, weil sie in diesem Takt ca. zwei Stunden arbeiten.

Der Magen knurrt schon gehörig und endlich dürfen wir in die Kantine. Ein Tisch ist für uns randvoll gedeckt – wohlbemerkt, nur mit köstlichen Vorspeisen. Und mittendrin eine kleine Köstlichkeit: Ein Mischung aus Roten Beeten mit Meerrettich.

Bei Anatoli kommt man nach einem Tost nicht um einen kleinen Wodka herum, aber sofort danach steht schon der erste warme Gang auf dem Tisch: Gebratene Schweineleber aus eigener Produktion. Ja, dass ist richtig, denn das Werk unterhält für die Beköstigung der Mitarbeiter eine Landwirtschaft. Diese Leber ist sehr zart und zergeht auf der Zunge. Steffens Worte: „So schmeckt Leber?“ Und Bernd: „Kann ich noch ein Stückchen bekommen?“ Ja, ja, alle bekommen reichlich, doch da schweben schon die Frikadellen herein, mit Souce und Salzkartoffeln. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Menschen neidisch werden, wenn sie dies lesen oder mir gar nicht glauben. Zu den Frikadellen kann ich nur eines sagen: Lecker!!!!

Und zwischendurch gab es den einen oder anderen Tost, egal, ob mit Wasser oder Wodka.

Zu guter Letzt folgte noch eine Runde mit Rindergeschnetzeltem. Das war auch „super“, aber selbst bei den Hungrigsten wurde die jetzt Leistungsgrenze deutlich.

Zum letzten Tost wird in Russland meistens Champanger getrunken – alte Tradition! Da es keinen Champus gab, wurde Weisswein in die kleinen Schnapsgläser gefüllt – Anatoli: „Neu Tradition!“

Resumee: Wir haben allerbeste künstlerische und kulinarische Erfahrungen mitgenommen und danken den Organisatoren Elena und Aleksei und Anatoli Rakitin dafür!

Es regnet in Strömen und nach 2 Stunden sind wir zurück in Smolensk. Der Busfahrer lässt uns am Kaufhaus Zebra aussteigen, denn hier gibt es einen Laden der Werkes –offenbar ist er nach unserer Anregung vor zwei Jahren eroeffnet worden.

Bernd und Verena kaufen hier ein.

Das Wasser wird wieder nicht von den Gullis aufgenommen und durch tiefe Pfützen eilen wir in die neue „Mandarin Gans“. Essen geht nicht mehr, aber Kaffee und Tee helfen, etwas munterer nach der Fahrt zu werden. Der morgige Tag ist schnell besprochen und danach gehen wir zu unseren Wohnungen.

Sascha teilt mir mit, dass die Regierung von Kief von Flugzeugen Bomben auf die Stadt Lugansk geworfen habe. Er macht sich Sorgen um die Großeltern, die in der Ukraine leben.

Auf der Straße gehen die Menschen, wie immer, ihres Weges. So auch ich. Aber die Gehehnisse in der Ukraine berühren mich, obwohl ich noch nicht weiß, ob die Nachrichten zutreffen. Im Laden an der Ecke kaufe ich Wasser und alles ist wie immer. Die Menschen kommen von der Arbeit und machen noch letzte Einkäufe für den Abend.

Ankunft im Glaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk PervomaiskiGlaswerk Pervomaiski

03.06.2014

Lena und Aleksei haben die Migrationsangelegenheiten erledigt. Auf der Fahrt zu den Hügelgräbern bei Smolensk geben sie uns die Zettel für die Rückreise nach Deutschland.

Zwanzig Minuten später sind wir schon auf dem Ausgrabungsgelände. Der Musuemsdirektor erwartet uns mit einigen Mitarbeitern und zwei Damen von der Tourismusbehörde sind auch dort. Sie wollen sehen, wie dort Führungen durchgeführt werden.

UnserFührer, ein rundlicher älterer Herr, spricht laut, schnell, lange und verwendet nurFachbegriffe, die unsere Dolmesterinnen nicht übersetzen könnent. Er lebt wahrscheinlich in der Vorstellung, dass man nur laut genug sprechen muss, dann wird auch sein Vortrag verstanden. Lena und Olga geben sich große Mühe ihn zu bremsen, aber so recht will das nicht gelingen.

Wir wandern durch den Wald und an unterschiedlichen Stellen werden wir über die Ausgrabungen informiert. Die Verstorbenen wurden hier grundsätzlich verbrannt und ihre Habseligkeiten wurden mit in das Grab geben. Es wurden u.a. Münzen mit arabischer Schrift gefunden und Keramik aus Ägypten. Akelsei kann sich einen Scherz nicht verkneifen : „Tut ench Amun haben wir noch nicht entdeckt.“ Aber eines ist doch sich: Smolensk lag schon vor 1.000 Jahren an einem bedeutenden Handelsweg. Unser Führer geht weiter in den Wald und erklärt, dass der Djepr bis hierher einen Seitenarm hatte und auf eine Hektar lag an diesem Ort die alte Stadt Smolensk mit ca. 2.000 Einwohnern.

Über die Eisenbahntrasse Brest-Moskau kommen wir zu einem sehr schönen kleinen See. In einem großen Bogen wandern wir durch den kühlen Wald und erreichen schließlich einen Platz an dem ein Picknick für uns bereitet wird: Mittelalterliche Speisen (Buchweizen mit Schweinefleisch) wird über offenem Feuer gegart. Salate und ein Honigbier sowie Kräutertee stehen zum Verzehr bereit. Alles ist köstlich und der Direktor des Museums und seine Mitarbeiter informieren uns weiter über diesen Ort und die gefunden Gegenstände, die auch als Schmuckstücke angeboten werden. Da können die Damen. nicht widerstehen. Die Studierenden zeichnen Skizzen und wir schauen uns die Pflanzen an. Es ist eine sehr intakte Natur. Der Eine oder Andere gestattet sich ein Nickerchen.

Gegen 15 Uhr holt und der Bus ab und auf dem Weg in die Stadt machen wir noch einen Abstecher auf den Soldatenfriedhof, auf dem tausende deutsche Soldaten begraben liegen. In der Stadt trennen sich die Wege: Verena, Bernd und Steffen folgen der Einladung von Tamara, um an einen See zu angeln und dort die Nacht zu verbringen. Unsere Damen möchten sich erholen und noch Andenken kaufen – wird auch höchste Zeit. Lena Aleksei und ich besprechen die Rückreise und den Aufenthalt der Smolensker Gruppe  im August in Hagen. Es ist immer wieder sehr schön in Aleksei s Atelier, aber wir widmen uns auch ernsten Themen. Aleksei hat Filme von Ereignissen in der Ukraine gespeichtert: Die meisten willst du nicht sehen, denn das Gezeigte ist zu grausam. Er öffnet einen Film und wir sehen einen Platz mit Bäumen, der von einer Kamera auf dem Dach eines angrenzenden Gebäudes gezeigt wird. Zahlreiche Menschen in ziviler Kleidung gehen entlang, Frauen mit Kinderwagen und Kind auf dem Arm oder an der Hand. Einige Autos fahren langsam vorbei. Und plötzlich schlagen von rechts fünf Raketen ein. Die Mütter greifen ihre Kinder und rennen um ihr Leben, auch die anderen Passanten fliehen. Dann endet der Film. In zwei anderen Nachrichten wird mitgeteilt, dass Obama und Rassmussen anregen, man müsse jetzt unbedingt im Westen aufrüsten. Wir können den Vorschlage, wenn er denn stimmt, nicht nachvollziehen. Warum Aufrüsten. Die USA und die Nato sollten vielmehr die Machthaber in Kief bremsen, die rüsichtslos auf auf Zivilsten mit Raketen schießen.

Lens und ich fahren in die Stadt zurück, denn sie möchte sich noch mit den jungen Künstlerinnen treffen.

Ausflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernAusflug zu den HuegelgraebernDeutscher SoldatenfriedhofDeutscher SoldatenfriedhofDeutscher SoldatenfriedhofDeutscher SoldatenfriedhofDeutscher Soldatenfriedhof

04.06.2014

Mit Oleg besuche ich am Morgen eine Bank. Sie ist an einem akedemischen Austausch interssiert. Frohe Kunde an Michael in Hagen. Wir haben einen der besten Partner für Eure Ideen gefunden und der erste Austausch soll noch in diesem Jahr gestaltet werden. Abschied von Oleg und Katja, aber vielleicht kommen sie doch zum Abschiedsessen.

Die Wege und Plätze sind voll mit entspannten Menschen, die das warme Wetter genießen. Überall in der Stadt malen Schulklassen in den Parks. Mehr als 300 Kinder habe ich gezählt. Alle sind eifrig bei der Sache. Verena, Bernd und Steffen sind noch nicht zurück, Die Damen kaufen noch etwas ein. Wir bereiten unseren Abschied von Smolensk vor.

Verena, Bernd und Steffen hatten im russischen Outback Abenteuer pur. Wladimir (nicht jenem aus Moskau) und Anatoli haben ihre Geländewagen im Sumpf auf dem Weg zum Dnepr festgefahren. Nach harter Arbeit hatten sie sich wieder befreit und danach konnte das Campen beginnen. Sie sind gesund und munter zurückgekehrt. Für die drei war es ein Erlebnis der besonderen Art.

Fahrt zum DneprFestgefahren!Freigebuddelt!Die siegreichen Helden. :-)Unser ZeltplatzDer Dnepr im AbendlichtAm DneprAbendessen in der WildnisIm Schlauchboot in SeenotRomantik pur!LagerfeuerSchwimmen im DneprSteffen malt den SonnenuntergangSchaschlikSonnenaufgangFischen am MorgenFischen am Morgen: WladimirFischen am Morgen: AnatoliAbschied vom Dnepr

Der Abbau der Ausstellung zog sich etwas in die Länge, weil einige Künstler ihre Werke nicht abholen konnten.  Aleksei musste alles in sein Atelier transportieren.

So waren wir beim Abschiedsessen zunächst unter uns Hagenern. Nur Ira und Ihre Freundin waren gekommen. Doch nach und nach trudelten auch die Smolensker ein und es wurde ein fröhliches Miteinander. Oleg kam noch mit Söhnchen Dennis. Kleine Geschenke wechselten den Besitzer. So ging eine intensive Zeit harmonisch zu Ende: Für unsere Preisträger und deren neue Freundinnen und Freunde mit einem ausgedehnten Spaziergang.

Jetzt waren es nur noch sechs Stunden bis zu unserem Abschied von Smolensk.

Portraits von einigen Menschen, die dieses Projekt geprägt haben:

Aleksandr Rhygarchuk, Preistraeger SmolenskAlexander Dolossov, Maler und Unterstützer des ProjektsElena Chmurova, Organisatorin und DolmetscherinAleksei Dovgan, Organisator, Maler, DesignerPorf. Alexander Parfeonov, Bildhauer und UnterstützerAleksander Bordyokov, Metallkünstler, ErfinderOlga Bordyokova, TextildesignerinAnatoli Rakitin, KunstmaezenAlexandr Savxhenko, Preistraeger SmolenskIrina Fedorova, Preistrraegerin SmolenskBernd Mueller, Fotograf und Begleiter de Hagener GruppeVerena Mueller, Organisation und BegleiterinSandra Opitz, Preistraegerin HagenSteffen Jopp, Preistraeger HagenMonika Czuczman, Preistraegerin HagenOlga Kourova, Journalistenpreistraegerin Hagen

05.06.2014

Aleksei ist zu Fuß zu mir gekommen. Es ist 02.30 Uhr und um die 20 Grad warm. Das Taxi kommt, doch es ist sehr klein. Mein Koffer passt zunächst hin, aber was wird mit Bernd und Verenas Koffern sein. Nach zehn Minuten sind wir an der Wohnung der Beiden. Irgendwie gelingt es, zwei Koffer in den Kofferraum zu klemmen. Den dritten Koffer nehmen Aleksei und ich auf den Sch0ß. Wieder ein Taxifahrer ohne Ortskenntnis. Wir müssen ihn zum Tjorkin-Denkmal einweisen.

Zukünftig kann man in Smolensk als Ausländer nicht mehr allein mit dem Taxi fahren, denn man kommt überall hin, aber mit diesen neuen Taxifahrern, die nicht aus Smolensk stammen. Man kommt nicht ans Ziel, weil sie die Straßen von Smolensk nicht kennen.

Die Gruppe ist schon vor Ort und gegen 3 Uhr startet der Bus in Richtung Moskau. Zunächst haben unsere drei jungen Frauen noch viel zu erzählen, aber alsbald werden sie von ihrer Müdigkeit übermannt. Der Fahrer kann zügig fahren und nach etwa der halben Strecke machen wir eine Pause an einer Raststätte. Auf dem Weg bis hierher haben wir zahlreiche Elchkühe gesehen. Der Fahrer meint es wären 22 gewesen – kann sein. Es ist schon imposant, wenn man diese erhabenen Tiere neben der Straße traben sieht.

Nach ca. drei Stunden sind wir in Moskau und schon ist der Stau unser Begleiter. Immer mehr Hochhäuserstädte schießen vor den Toren Moskaus aus dem Boden – hier wird in großem Stile Geld verdient. Leider kommt die Infrastruktur nicht mit. Hier gibt es keine U- oder S-Bahnen und die Straßen können das jetzige Verkehrsaufkommen kaum fassen. Jeden Morgen dieses Erlebnis zu haben nach Moskau zu fahren ist Stress in höchstem Maße. Die Autofahrer sind sehr aggressiv. Am schlimmsten sind jedoch die Motorradfahrer, die mit hohem Tempo zwischen den Autos daher preschen. Wir erleben den Stau ca. drei Stunden. Dann lässt uns unser Fahrer am Platz des Sieges aussteigen und fährt mit unseren Koffern zum Flughafen, um dort auf uns zu warten. Die U-Bahn bringt uns nach fünf Stationen zum Roten Platz. Es ist noch sehr ruhig am Morgen. Deshalb können wir das Leninmausoleum, den Kreml, die Kirche mit den Zwiebeltürmen, das Kaufhaus GUM … Der Blick von der Moskwa-Brücke auf den Kreml ist in der Morgensonne besonders schön.

Leider hat GUM noch geschlossen, so dass wir noch kein Eis essen können. Wir entscheiden uns zur ewigen Flamme zu gehen. Leider ist der Park wegen einer erwarteten Kranzniederlegung geschlossen, so dass nur aus Richtung Bibliothek eine Wachablösung beobachtet werden kann. Monika, Olga und Steffen hatten keine Lust mitzugehen und sind irgendwo untergetaucht, aber es war haben ja einen Treffpunkt vereinbart.

Zurück zum GUM, das jetzt geöffnet ist und endlich Eis kaufen, auch für Sandra, die vor GUM in ihr Skizzenbuch zeichnet. Dabei wird sie von Chinesen umringt und unablässig fotografiert. Sie erträgt es mit stoischer Ruhe. Wir anderen gehen ins GUM, um dort einzukaufen. Ja, richtig einzukaufen. Das kann man auch im GUM mit „kleinem“ Geldbeutel, wenn an sich auskennt. Außerdem kann man sehr gut die Toiletten im dritten Obergeschoss nutzen. Nach dem Besuch zahlreicher Geschäfte gönnen wir uns eine Erfrischungspause.

Um 12 Uhr treffen wir uns, wie vereinbart, und fahren zum Kiewskij-Bahnhof. In der Wartehalle zum Aero-Express gibt es einen Kiosk, an dem große Kartoffeln mit unterschiedlichen Saucen angeboten werden. Hier schlagen die hungrigen Mäuler zu, denn sie haben es nicht geschafft allein zum Essen zu gehen. Der gut gekühlte Zug transportiert uns in 40 Minuten zum Flughafen. Unser Fahrer ist geschwind zur Stelle und lädt die Koffer aus. Sandra öffnet noch einmal kurz ihr Gepäck, um Lena die Bilder von „de Cleur“ wiederzugeben, die sie versehentlich eingepackt hat. Schnell lege ich noch mein Taschenmesser in ihren Koffer, damit es mir bei den Kontrollen nicht abgenommen wird. Das Einchecken ist wesentlich angenehmer als in Düsseldorf. Überhaupt ist der Flughafen Wnukowo weitläufiger und auch weniger überlaufen als die beiden anderen Moskauer Flughäfen. Es gibt bequeme Wartebereiche, doch kostet hier ein kleiner Kaffee fünf Euro. Alles hat eben einen Haken.

Unser Flieger kommt mit 45 Minuten Verspätung aus Deutschland an und entsprechend setzt sich das bis zu unserem Abflug und zur Ankunft in Düsseldorf fort.

Es liegen ereignisreiche zwölf Tage hinter uns, die erst einmal verarbeitet werden müssen.

Moskauer U-BahnMoskauer U-BahnAuf dem Weg zum Roten Platz: AuferstehungstorAuf dem Weg zum Roten Platz:  Basilius-KathedraleAm Roten Platz!Am Roten Platz!Am Roten Platz!Am Roten Platz!Panorama: Moskva und der Rote PlatzGruppenbildBasilius-KathedraleBei der ewigen FlammeWachwechsel bei der ewigen FlammeNebenverdienst fuer SandraIm Kaufhaus GUMIm Kaufhaus GUMIm Kaufhaus GUMIm der Kasaner KathedraleKunstKunst

Presse: Michael Efimkin interviewt H.-W. Engel zur Arbeit des Freundeskreis Hagen-Smolensk;  REN-TV Zur Ausstellungseröffnung

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